Aufstiegsspiele
Der FC Solothurn steht kurz vor dem Aufstieg – gelingt nun die Krönung?

Das Spiel der Spiele für den FC Solothurn. Nach dem 2:1 im Hinspiel reicht dem Team von Trainer Skrzypczak heute in Münsingen ein Punkt zum Aufstieg. Dariusz Skrzypczak gibt im Interview Auskunft zur Stimmung im Team, zur Ausgangslage und zur allfällien Enttäuschung wenn es nicht zum Aufstieg reichen würde.

Raphael Wermelinger
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Dariusz Skrzypczak steht als Solothurn-Trainer vor dem Aufstieg in die Promotion League.

Dariusz Skrzypczak steht als Solothurn-Trainer vor dem Aufstieg in die Promotion League.

Remo Fröhlicher

Dariusz Skrzypczak, heute steht für den FC Solothurn das letzte und wichtigste Spiel der Saison an. Wie ist die Stimmung im Team?

Dariusz Skrzypczak: Sehr positiv. Bis jetzt ist die Saison perfekt verlaufen für uns. Wir gewannen die Meisterschaft in der Gruppe 2 mit grossem Abstand und schlugen in der ersten Runde der Aufstiegsspiele Lancy FC zweimal. Diese Resultate sorgten natürlich für eine sehr gute Stimmung innerhalb der Mannschaft und im ganzen Verein. Vorgestern konnten wir auch im Hinspiel gegen den FC Münsingen vorlegen. Diesen Gegner haben wir seit langer Zeit nicht mehr geschlagen. Deshalb verlieh dieser Sieg dem Team noch einmal zusätzliche Motivation und Mut.

Keine Nervosität spürbar unter den Spielern, weil der Aufstieg in die Promotion League nun zum Greifen nahe ist?

Nein. Ich denke, die Nervosität konnten wir mit dem Heimsieg vom Mittwoch ablegen. Ich würde von einer positiven Anspannung reden. Aber die ist auch nötig vor einem so wichtigen Spiel.

Sind Sie mit der Ausgangslage zufrieden? Ihr Team gewann das Hinspiel zu Hause mit 2:1.

Wir wollten vor unseren eigenen Fans eigentlich zu null spielen. Das ist uns leider nicht gelungen. Aber wir drehten das Spiel nach einem Rückstand, was gegen Münsingen in dieser Saison keinem Team gelang. Das 2:1 ist ein positives Resultat für uns, und vom Spielverlauf her bin ich damit zufrieden.

Wieso sind die Spiele gegen den FC Münsingen immer so eng?

Bei ihnen passt im Moment halt auch alles zusammen. Sie verloren in unserer Gruppe nur ein Spiel und schalteten in der ersten Runde Meyrin aus. Was eine starke Leistung ist. Der FC Münsingen hat eine routinierte Mannschaft, spielt während neunzig Minuten einen konzentrierten Fussball und ist vor allem sehr effizient in der Offensive.

Ein Unentschieden würde dem FC Solothurn zum Aufstieg reichen.

Auf ein Unentschieden zu spielen, wäre aber sehr gefährlich und würde nicht unserer Philosophie entsprechen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, das war seit Saisonbeginn unser Motto. Und das gilt auch für das heutige Spiel in Münsingen. Wenn es am Ende unentschieden steht, freuen wir uns aber auch.

Leo Schrittwieser kassierte am Mittwoch die vierte Verwarnung und ist heute gesperrt. Gibts noch Sorgen, was das Kader betrifft?

Nein, er ist der einzige Spieler, der mir nicht zur Verfügung steht. Alle anderen sind an Bord. Es ist aber auch klar, dass nach so einer langen Saison und zuletzt 5 Spielen innert 15 Tagen fast alle Spieler mit Blessuren zu kämpfen haben. Unsere Medizinabteilung hat momentan sehr viel zu tun. Die Spieler spüren das hohe Tempo und den grossen Kraftverschleiss. Doch unserem Gegner wird es wohl nicht anders gehen.

Wie schlimm wäre es, wenn es nicht reichen würde für den Aufstieg in die Promotion League?

Das wäre zwar sehr schade, aber nicht tragisch. Unser Plan war es, innert zwei bis drei Jahren den Aufstieg zu schaffen. In der letzten Saison waren wir auf dem dritten Platz und verloren dann in den Aufstiegsspielen gegen Yverdon. In der aktuellen Saison sind wir bis jetzt die mit Abstand beste Mannschaft und stehen in der zweiten Runde der Aufstiegsspiele. Dieser Fortschritt ist bereits ein schöner Erfolg. Sollte es nicht reichen, werden wir in der nächsten Saison wieder angreifen.