Fussball

Der FC Solothurn startet mit 0:1-Heimniederlage in die Zwischenrunde

Der FC Solothurn verliert gegen Etoile Carouge 0:1.

Der FC Solothurn verliert gegen Etoile Carouge 0:1.

Weil die Torflaute zum dritten Mal in Folge anhielt und für Etoile Carouge ihre international erfahrene Sturmspitze Vitkieviez eine missglückte Abwehr von Torhüter Jeffrey Grosjean in der 69. Minute eiskalt ausnützte, musste Solothurn im Zwischenrunden-Hinspiel eine 0:1-Niederlage hinnehmen.

Schwierig, aber nicht unmöglich stellt sich die Aufgabe für die Ambassadoren im samstäglichen Rückspiel (17 Uhr) diesen Rückstand zu korrigieren, um doch noch in die Aufstiegsrunde einzuziehen.

„Wir haben erst die erste Halbzeit hinter uns und wollen mit breiter Brust nach Genf gehen, um das Spiel noch zu drehen“, gibt sich Solothurns Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak zuversichtlich.

Etoiles Pfostenschuss

Seine Equipe ging dieses Hinspiel vor 800 Zuschauern im Offensiv-Modus an. In der siebten Minute konnte Gäste-Innenverteidiger Dia Mbaye mit dem Kopf eine Kohler-Flanke nach Durchspiel mit Arifi zum ersten Corner klären. Die Einheimischen trieben ihr Spiel nach vorne vehement an. Doch in der elften Minute erlebten sie einen ersten Schreckmoment als Vitkieviez ein Laufduell gegen Stauffer gewann und aus halbrechter Position Dugourd nur den linken Pfosten traf.

Fünf Minuten später vermochte Kohler ein erstes Mal auf der Linie zu retten. Nach einem Correia-Eckball kam Dia Mbaye zu einem Kopfball. „Wir hatten in der ersten Halbzeit Glück, dass wir nicht schnell in Rückstand gerieten“, anerkennt Skrzypczak. Zwischen einem von Jeffrey Grosjean nach vorne abgewehrten Meireles-Freistoss aus 35 Metern (20.) und einem Tohuwabohu vor dem Solothurner Gehäuse (24.) konnte Chatton von einem von Carouge-Hüter Lécureux abgewehrten Stauffer-Distanzschuss nicht profitieren (21.).

Trotz Vorteilen in Sachen Technik, Schnelligkeit und Physis blieben die Genfer nach dieser starken Phase nicht mehr so zwingend. Das intensive, spielerisch nicht hochstehende Geschehen war geprägt von Kampf, Einsatz und viel Laufarbeit. Augenfällig war, dass die Westschweizer unvermittelt in den Abschluss gingen, derweil die Gastgeber die Lücke, das Loch in Gäste-Defensive suchten. Vergeblich.

Vitkieviez stand goldrichtig

Mit den taktischen Wechseln strebten die Einheimischen eine verbesserte Effizienz an. Schrittwieser, Riesen und Veronica waren bestrebt, mehr Schwung einzubringen. „Wir haben aus taktischen Gründen ausgewechselt und sind dann besser ins Spiel gekommen, weil wir mutig nach vorne spielten“, erläutert Solothurns Trainer. Mehr Gefahr in die Aktionen und vor Lécureux konnte trotzdem nicht gebracht werden.

„Wir suchten die Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden, was uns lange Zeit gelang“, so Skrzypczak. Das Gegentor machte diesen Bestrebungen einen Strick durch die Rechnung. Dugourds Schuss liess Jeffrey Grosjean nach vorne abprallen und Vitkieviez stand goldrichtig, um als Erster sich des Balls zu bemächtigen und den Siegtreffer zu markieren (69.). „Auf dem nassen Boden war es unglücklich, dass der Ball zum Gegner abspritzte“, nimmt Skrzypczak seinen Torhüter in Schutz.

Die Aarestädter versuchten alles, den Ausgleich zu bewerkstelligen. Eine Minute vor der Spielentscheidung rettete Kohler ein zweites Mal auf der Linie: mit dem Kopf auf einen Eckball der Welschen. Die Schlussphase wurde hektisch und nervös, wirkte zudem unkoordiniert. Die Härte in den Zweikämpfen nahm zu.

Es wurde sich nichts geschenkt. Doch Etoile blieb stabil und agierte solide, sodass der Sieg der Romands nicht gefährdet war. „Es ist uns nicht gelungen, das 1:1 zu machen, dazu haben wir heute zu wenig gemacht. Das 0:1 ist ein normales, für uns jedoch nicht optimales Resultat“, heisst es für den Polen am Donnertag zu regenerieren, am Freitag zu analysieren und am Samstag zu verbessern.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1