1. Liga

Der FC Solothurn spielt sich mit Leidenschaft zum Sieg gegen den FC Wohlen

Philippe Gerspacher (hinten) erzielt das 1_0 für den FC Solothurn.

Während die erste Hälfte mit einem 1:1-Unentschieden zu Ende ging, wurde es in der zweiten Halbzeit intensiver. Erst schoss Wohlen den Führungstreffer. Gegen Schluss kamen die Solothurner zu zwei Toren innerhalb von 15 Minuten, die das Spiel zu ihren Gunsten entschied.

Dank einer beeindruckenden Willensleistung rangen die umformierten Solothurner im ersten Heimspiel unter ihrem neuen Trainer Jürg Widmer Absteiger Wohlen mit zwei entscheidenden Toren durch Hunziker und Mast in der letzten Viertelstunde nach einem 1:2-Rückstand nicht unverdient, mit einer Prise Glück, nieder.

Es war ein intensiver, hochklassiger, spektakulärer Fight, indem die Gastgeber zwischendurch stark beissen mussten. «Der unbedingte Wille, dieses Spiel zu gewinnen, war ausschlaggebend», freut sich Widmer für seine Mannschaft. «Leidenschaft, Freude und Spass muss unser Fokus sein, dieser Sieg gibt uns Energie für die Weiterentwicklung», blickt der 61-Jährige nach vorne.

Philippe Gerspachers Torpremière

Zielgerichtet, nach vorne agierend bestimmten die Platzherren vom Anpfiff an Tempo und Rhythmus. Diese Voraussetzungen waren notwendig, um den Freiämtern die Spielgestaltung zu verwehren. Sofort gingen die Ambassadoren in den Abschluss. Eine erste kritische Szene ereignete sich in der 16. Minute, in der sich auf der linken Seite Vernocchi und Geri ein hartes Laufduell lieferten.

Erst nach der Strafraumgrenze brachte Wohlens Aussenverteidiger Solothurns Aussenläufer definitiv zu Fall. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Freistoss zwei Meter ausserhalb des Elferraumes. Canis Freistoss verpasste Vernocchi mit dem Kopf am weiteren Pfosten nur knapp.

Zwei Minuten später konnte Wohlen-Hüter Joos einen weiteren Versuch Vernocchis in Corner lenken. Diesen trat Cani von rechts. Am linken Pfosten stand Philippe Gerspacher bereit für seine Torpremière. Sein Kopfball überquerte via Lattenunterkante die Torlinie zum 1:0 (18.). «In den ersten 25 Minuten haben wir es perfekt gemacht», hält Solothurns Trainer fest.

Bähler mirakulös

Hitzige Szenen mit Zweikämpfen, in denen sich nichts geschenkt wurde, begannen sich zu mehren. Mit ihrem rigorosen Pressing gewannen die Aargauer Übergewicht. Der Druck auf die Einheimischen nahm zu. Mit einer mirakulösen Handabwehr auf Doda verhinderte Bähler den  Gästeausgleich vorerst (27.).

Beim dem dritten Wohlener Eckball entschied der Spielleiter nach einer Intervention Hunzikers an Doda beim Penaltypunkt auf Elfmeter. Diesen versenkte Giampa souverän (30.). «Wir haben den Faden verloren, nicht mehr miteinander gespielt, wurden fahrlässig und zu wenig konsequent», gesteht Widmer.

Hunziker und Mast in der Endphase

Mit einem Paukenschlag eröffnete der Gast die zweite Hälfte. Nach einem gewonnenen Zweikampf zog Doda aus 22 Metern direkt ab und liess Bähler in der linken tiefen Ecke keine Chance (48.). Die Besucher begannen das Geschehen mit ihren technischen Fertigkeiten aus ihrer Defensive zu kontrollieren.

Sie wirkten spritzig, antrittsschnell mit einem aufsässigen Forechecking. Mit ihrer geschickten Raumaufteilung nahmen die Aargauer ihrem Kontrahenten jegliche Anspielmöglichkeiten. Bis in die 76. Minute. Aus dem zentralen Mittelfeld löste Mathys einen Angriff in die Tiefe aus. Noch leicht abgelenkt von Mast, lief Hunziker halblinks auf Hüter Joos zu, zog ihn geschickt aus dem Verkehr und glich zum 2:2 aus. Dieser Treffer gab dem Solothurner Spiel Auftrieb.

Wohlens Überlegenheit erhielt Abstriche. Die Anpassungen an die Organisation – der erste Wechsel von Chatton zu Riesen (46.) war dem Trainingsrückstand des lange Zeit verletzten Topskorers geschuldet, die weiteren taktischer Natur – zahlten sich aus.

In der 87. Minute stiess Vernocchi mit dem Ball halblinks in den freien Raum vor. In der Mitte lief Mast mit und schloss diesen Bilderbuch-Angriff aus vollem Lauf mit dem 3:2-Siegtreffer ab. «Die Wechsel gaben uns eine zweite Luft und die Spieler glaubten wirklich daran, den Umschwung schaffen», anerkennt ihr Teamchef deren grosse Leistungsbereitschaft.

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