1. Liga

Der FC Solothurn spielt erstmals zu Null – 4:0-Sieg gegen Buochs

Colin Bähler hielt seinen Kasten im fünten Einsatz in dieser Saison erstmals sauber.

Colin Bähler hielt seinen Kasten im fünten Einsatz in dieser Saison erstmals sauber.

Nebst der Abwehr glänzt beim vierten Saisonsieg der Solothurner auch Fabio Bruni. Der 18-jährige Angreifer erzielt bei seinem Startelf-Debüt zwei Tore. Das Team von Trainer Jürg Widmer liegt neu auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem FC Biel.

Dank einer überzeugenden ersten Halbzeit fuhr der FC Solothurn gegen das anfänglich aggressive Buochs einen klaren wie verdienten 4:0-Heimsieg ein. In der Meisterschaft war es das erste Mal ohne Gegentor. Mit den drei 18-jährigen Bähler, Loosli und erstmals Bruni in der Startelf und in der zentralen Achse, hob Trainer Jürg Widmer dabei die Bedeutung nachhaltiger Nachwuchsarbeit hervor.

Das Vertrauen sah er durch Doppeltorschütze Bruni bestätigt. Der Günsberger löste die Aufgabe, für den angeschlagenen und erst am Freitag in den Trainingsbetrieb eingestiegenen Captain Chatton die Sturmspitze zu markieren, tadellos. Beim 2:0 hatte er den richtigen Torriecher. Bruni stand bereit, den von Goalie Barmettler abprallen gelassenen Mast-Schuss abzuschliessen (35.). Vier Minuten später krönte er seine Einzelleistung zum Doppelpack mit einem Flachschuss nach links: bestechend, wie er dabei Innenverteidiger Kadrija ausspielte.

Die Platzherren eröffneten die Partie im Angriffsmodus. Mathys konnte bei der ersten Chance das verlagernde Zuspiel von Mast auf die linke Seite jedoch noch nicht sauber annehmen. Erfolg hatte er dann in der 29. Minute mit seiner Direktabnahme im Zentrum. Vorher setzten sich Mast und Hunziker in einer Co-Produktion an der rechten Aussenseite durch.

Bis dahin machten es die Nidwaldner den Einheimischen nicht leicht. Sie agierten forsch, attackierten früh. Die Innerschweizer wollten den Gastgebern keinen Raum für einen gelungenen Kombinationsaufbau zugestehen. Energisch war ihr Engagement in den Zweikämpfen. Dass während des ganzen Spiels keine Verwarnungen ausgesprochen werden mussten, zeugt von grosser Fairness.

Die Dominanz in den ersten 45 Minuten mussten sich die Ambassadoren verdienen. Die Besucher verstanden es, mit schnellen, einfachen Kontern raumgreifend die Solothurner Defensive zu prüfen. Aus dem zunehmenden Ballbesitz dank hohem Rhythmus sowie dem Nachsetzen nach dem 1:0 konnte der grosse Druck aufrechterhalten werden. Diesem mussten sich die Besucher beugen. «In der ersten Halbzeit zeigten wir einen sehr guten, konzentrierten Auftritt, allerdings mussten wir zweimal bei Konter aufpassen», fasste Jürg Widmer zusammen.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität ab. Die Rotweissen wirkten nicht mehr so konzentriert. Es schlichen sich Flüchtigkeitsfehler und Fehlpässe ein. Obwohl sie nicht aufsteckten, konnten die Buochser daraus keinen Nutzen ziehen. Sie blieben harmlos. «In der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass wir noch nicht die Souveränität haben, ein ganzes Spiel so durchzustehen, da haben wir noch Potenzial», gab sich Widmer selbstkritisch.

Der Stadion-Truppe kam diese leistungsmässige Abflachung entgegen. Sie konnte dadurch das Resultat ungefährdet halten und Kräfte vor der zweiten Englischen Woche mit dem Verfolgerkampf gegen Baden am Mittwoch und der Cup-Qualifikation in Echallens am Samstag sparen. Deshalb wurde auch das volle Auswechselkontingent mit dem Einsatz von fünf Ergänzungsspielern in den letzten 25 Minuten inklusive der Nachspielzeit genützt.

«Die Mannschaft hat sich solidarisch gezeigt, sie ist intakt und funktioniert, es findet eine Entwicklung statt, in der es wichtig war, kein Gegentor mehr zu erhalten. Das Team machte wieder einen Schritt vorwärts, und das gibt mit diesem Punktestand Sicherheit», sagte der FCS-Trainer. In dieser Konstellation war es Arifi vorbehalten, mit einem längeren Dribbling den Schlusspunkt mit dem 4:0 zu setzen (83.).

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