Fussball 1. Liga

Der FC Solothurn meldet sich zurück – trotz zweier Platzverweise

Der FC Solothurn meldet sich mit einem Auswärtssieg zurück.

Eindrücklich meldete sich der FC Solothurn mit einem 3:1-Sieg nach drei Pleiten in einer emotionalen und hochdramatischen Partie beim schwierig zu bespielenden Bassecourt zurück.

Die letzten 29 Minuten inklusive sechs Minuten Nachspielzeit hatten die Besucher nach den Platzverweisen von Koch – Gelbrot in der gleichen Szene wegen eines Foulspiels und anschliessenden Reklamierens (60.) – und Chatton – Direktrot für ein taktisches Foul im Mittelkreis (67.) – mit zwei Mann weniger auszukommen.

„Es war für die Spieler nicht einfach, die Entscheide des Schiedsrichters zu verstehen“, äussert sich Solothurns Trainer diplomatisch zu diesen beiden Ausschlüssen. Zuvor musste bereits Torhüter Jeffrey Grosjean nach einer geglückten Intervention an der Strafraumgrenze wegen einer Zerrung ersetzt werden (18.) und Topskorer Chatton setzte einen Foulpenalty an den linken Pfosten (35.).

Diese Tiefschläge steckten die Gäste mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung weg. Kein Ball wurde verloren gegeben. Diese kämpferische Leistung gewinnt noch an Bedeutung, weil sie auf sehr holprigem Terrain, das kaum ausgefeilte Spielzüge zuliess, zustande kam.

Die frühe Führung

Die Solothurner waren in den Jura gereist, um die letzten drei Fehlleistungen zu korrigieren. Dazu stellte Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak seine Startelf erneut um. Diese Massnahme bewährte sich. In der vierten Spielminute, nach einer Kopfballchance von Jérémy Ducommun, funktionierte das Umschaltspiel. Koch konnte den Ball für Schrittwieser vorbereiten, der Chatton ideal in den Slot spielte – 0:1.

Die Gäste überzeugten mit ihrer Spielanlage. Wesentlichen Einfluss übte nach seiner verletzungsbedingten Abwesenheit bei seinem Ersteinsatz in diesem Jahr Koch aus. Der 27-Jährige wirkte als Stabilisator und Organisator im rotweissen Teamwork. „Wir haben sehr gut begonnen und es zeigte sich, wie wichtig Koch für uns mit seiner Routine ist“, hält Skrzypczak fest. Nicht überraschend erhöhten die Deutschschweizer in der 22. Minute auf 0:2. Stauffer erkämpfte sich an der Grundlinie den Ball und legte mit Übersicht auf Arifi zurück. Dieser fackelte nicht lange und schloss flach ab.

Riesens Torpremière

Sechs Minuten später verkürzten die Platzherren nach ihrem dritten Eckball. Die Solothurner brachten den Ball nicht weg und Jennane traf ins Netz. Nicht unumstritten: die Ambassadoren reklamierten ein Handtor. Kühlen Kopf bewahrte Riesen in seinem ersten Startelf-Einsatz in der 32. Minute bei seiner Torpremière.

Bassecourt-Hüter Bourquin wollte ausserhalb seines Strafraumes klären, verlor aber den Ball an den 22-Jährigen. Überlegen traf dieser aus 25 Metern ins leere Tor. Eine Erhöhung verpasste Chatton mit seinem vergebenen Penalty (35.). Verschuldet hatte diesen Chiquet an Du Buisson.

In der Hektik kompakt geblieben

Die Jurassier suchten ihre Chancen. Ihre Versuche fielen ungestüm aus. Sie begannen nach der Pause vehement die Solothurner zurück zu drängen. Diese Hektik übertrug sich aufs weitere Geschehen. Davon liess sich auch Schiedsrichter Hajdarevic bei seinen (Nicht-)Entscheiden beeinflussen. Die Auswirkungen blieben nicht aus.

Als Turm in der Brandung erwies sich der 17-jährige FCS-Hüter Bähler mit seinen sicheren Interventionen. Die Skrzypczak-Truppe wuchs unter diesem Dauerdruck zu einer verschworenen Einheit zusammen. „Wir wollten kein Gegentor mehr  einkassieren und kompakt bleiben“, so der Pole zur aufgeputscht intensiven Schlussphase. Das Resultat zu halten und die drei Punkte mit zu nehmen, hatte absolute Priorität. Dieser wurde alles untergeordnet – erfolgreich und verdient.

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