Fussball
Der FC Solothurn kassiert gegen die Black Stars eine vermeidbare Heimniederlage

Der FC Solothurn hatte einen guten Lauf. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen waren eine solide Ausbeute. Doch nun musste die Mannschaft von Hanspeter "Bidu" Zaugg eine Niederlage hinnehmen. Die Black Stars gewinnen in Solothurn mit 2:0. Spiel verpasst? Der Spielverlauf zum Nachlesen in unserem Liveticker.

Pius Rüegger
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Die Duelle Solothurns (Berkay Süluengöz, links) und der Black Stars (Branislav Micic) versprechen jeweils viel Leidenschaft.

Die Duelle Solothurns (Berkay Süluengöz, links) und der Black Stars (Branislav Micic) versprechen jeweils viel Leidenschaft.

Marcel Bieri

Ein Eckballtor (34.) und ein klassischer Konter (74.) besiegelten eine vermeidbare Solothurner 0:2-Heimniederlage gegen ein keineswegs überragendes Black Stars aus Basel. Die vom Eckballtorschützen und Innenverteidiger Micic vereitelte Torchance (73.) von Osaj mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung in der 72. Minute war zu wenig, um den Gast in Verlegenheit zu bringen.

„Es war ein typisches Spiel, wenn man es nicht gewinnen kann, darf man es auch nicht verlieren“, fasste Solothurns Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg zusammen. Vor allem mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit war der Berner gar nicht zufrieden: „Uns fehlten Leidenschaft und Engagement, ich bin sehr enttäuscht, denn der Gegner war nicht gefährlicher und besser als wir“.

Das Führungstor auf den ersten Gästeeckball bedeutete bereits so etwas wie eine Vorentscheidung. „Wir waren nicht bereit und zeigten nicht, dieses Gegentor um jeden Preis verhindern zu wollen“, redete Zaugg Klartext. Eine nennenswerte Reaktion blieb aus. Die Mannschaft wirkte lethargisch.

Osajs einzige Chance vereitelt

Diese Führung kam den Baslern entgegen. Entsprechend eröffneten sie die zweite Hälfte, indem Chételat Selmanaj mit seinem Vorstoss in der 46. Minute zum einzigen gelbwürdigen Foul des ganzen Spiels verleitete. Wohl war ein Bemühen festzustellen, die Niederlage noch abzuwenden, aber es fehlte der notwendige Biss, sich wirkungsvoll dagegen zu stellen.

Aus dem Mittelfeld kamen weder Inspiration noch Koordination. Auch die Spezialität von Zaugg, mit einem Doppelwechsel und einer Umstellung – Hasanovic wechselte von der Innenverteidigung ins zentrale Mittelfeld – die Mannschaft aufzurütteln, änderte nichts an dieser Enttäuschung.

Die Besucher konnten sich weiterhin voll und ganz auf ihre Defensivarbeit beschränken und zuwarten – eben auf diesen klassischen Konter zum 0:2 als einzige weitere Chance (74.). „Der Gegner war sehr defensiv und hat gut verteidigt, er musste wenig tun, um zu gewinnen“, analysierte Zaugg.

Dieses vielbeinige Bollwerk konnten die Platzherren nicht knacken. Ohne genügend Druck über die Aussenbahnen war nichts heraus zu holen. Lücken konnten nicht erzwungen werden. „Uns fehlte in ihrem Strafraum die Präsenz und unsere Flanken brachten nichts“, erkannte der FCS-Trainer die Abschlussprobleme.

Zudem mangelte es an Ehrgeiz und Überzeugung, das Spiel noch kehren zu können. „Mit einem 0:2 ist noch nichts verloren“, vermisste Zaugg ein zielgerichtetes Aufbäumen. Gegen YB II vor zwei Wochen sah dies noch anders aus, ein Zweitore-Rückstand wurde dank uneingeschränkter Vehemenz aufgeholt.

Solothurn – Black Stars Basel 0:2 (0:1)

Stadion. – 350 Zuschauer. – SR Gianforte. – Tore: 36. Micic 0:1; 74. Rodriguez.

Solothurn: Wagner; Disler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Selmanaj (63. Fleury); Kohler, Nastoski (63. Asani), Hunziker; Stauffer (72. Osaj), Veronica.

Black Stars Basel: Oberle; Mumenthaler, Farinha, Micic (92. Muelle), Infantino; Muslija; Chételat (72. Acar), Kalayci, Hengel; Rodriguez (80. Kassem), Binaku.

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Jeffrey Grosjean, Büchli, Duah (alle verletzt), Rihs (Militär) und Kopp (andere Mannschaft). Black Stars Basel ohne Friedli, Troller, Weber, Bakovic, Fazio, Nimeley (alle verletzt), Gashi und Prezmecky (beide abwesend). – Ver­war­nun­gen: 46. Selmanaj (Foul), 68. Binaku (Reklamieren). – Eck­bälle 5:3 (1:2).