FC Solothurn
Der FC Solothurn ist auf der Suche nach sich selbst

Der FC Solothurn und der FC Serrières trennen sich 2:2 unentschieden. «Durchseuchen mit Arbeiten, ohne grosse Sprüche zu machen», heisst nun die Parole beim FC Solothurn.

Pius Rüegger
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Jan Hartmann (r.) und der FC Solothurn beendeten mit einem Remis die Negativ-Serie.

Jan Hartmann (r.) und der FC Solothurn beendeten mit einem Remis die Negativ-Serie.

Marcel Bieri

Den Matchball für Solothurn vergab der neun Minuten vorher eingewechselte Walther in der zweiten Nachspielminute. Gegen den herauseilenden Serrières-Hüter Brenet zog der 23-Jährige nach rechts weg – sein Schuss flog jedoch am leeren Tor vorbei. Das gerechte Unentschieden war Tatsache. «Es ist ein ganz kleiner Schritt in die richtige Richtung», sagte FCS-Trainer Roland Hasler.

Die drei Niederlagen in Serie und die drei Ausfälle der gesperrten Lopes und Lüthi sowie von Patrick Hasler – während seiner Ausbildung zum Rechtsanwalt blieb nur dieses Zeitfenster für zehntägige Ferien – hinterliessen ihre Spuren. Dass sich die Gastgeber auf der Suche nach sich selbst schwer taten, erkannten die Neuenburger sofort.

Die Gäste trieben das Spiel nach vorne, bestimmten das Tempo und den Rhythmus. Im Nachgang zum zweiten Eckball brachte El Allaoui mittels Kopfball auf Pass von Tortella die Romands bereits in der neunten Minute in Führung. «Dieses 0:1 war Gift für uns», sagte Hasler knapp.

Viele Ballverluste und Fehlzuspiele

Die Einheimischen lösten sich ungenügend langsam und unpräzise aus ihrem Gefahrenbereich. Der 17-jährige rechte Aussenverteidiger Sasso musste gegen den Doppeltorschützen El Allaoui erfahren, welcher Wind auf dieser Stufe weht. Zur fehlenden Sicherheit kamen die Mängel im Mittelfeld.

Adrian Fleury als zentralem Aufbauer unterliefen zu viele Ballverluste und Fehlzuspiele. Trotzdem steckten die Solothurner nicht auf. Wille, Kampf- und Einsatzbereitschaft, aus ihrem Tief herauszufinden, waren da. Diese Bemühungen wurden in der 25. Minute mit dem Ausgleich belohnt. Egharevba spielte links Du Buisson an und dessen Flanke netzte Wekes ein. Der Brasilianer fehlte zuvor einen Monat wegen einer Zerrung.

In der 45. Minute war das Timing ein weiteres Mal optimal. Egharevba löste sich geschickt. Mit dem Zuspiel von Akai am Fuss blieb der Österreicher vorerst am Torhüter der Gäste hängen. Den Abpraller versenkte der 27-Jährige locker zur unerwarteten 2:1-Pausenführung.

Das Geschehen wogte nach dem Seitenwechsel hin und her. Entscheidend absetzen konnte sich kein Team. Den Ambassadoren fehlte ein Lenker, ein Kopf. Antreibende Impulse, kreative Ideen und überfallartige Aussenläufe blieben aus.

Der Ausgleich der Neuenburger kam dann aus dem Nichts (66.). Parapar flankte nach links zu El Allaoui, der mit seinem zweiten Kopfballtor Serrières den Punkt sicherte. «Wir haben sie eingeladen zu diesen billigen Toren», erkannte Hasler. «Durchseuchen mit Arbeiten, ohne grosse Sprüche zu machen», heisst nun die Parole beim FC Solothurn.