Fussball 1. Liga

Der FC Solothurn ist auch in Unterzahl unwiderstehlich

Shpetim Arifi – FC Solothurn

Shpetim Arifi – FC Solothurn

Selbst 56 Minuten inklusive vier Minuten Nachspielzeiten in Unterzahl vermochte Leader Solothurn nicht in Verlegenheit zu bringen. Der verdiente und clever herausgespielte 3:1-Heimsieg gegen Delsberg sagt genug über dessen aktuelle Form.

Doppeltorschütze Chatton (22., 76.), angeschlagen ausgewechselt (78.), wie Schrittwieser in der ersten Nachspielminute – vier Minuten nach seiner Einwechslung – vollendeten sauber kombinierte Angriffe.

Einziger Wermutstropfen ist der vermeidbare Gegentreffer durch Delsbergs Rechtsverteidiger Evan Stadelmann in der 92. Minute auf Freistoss von Dionys Stadelmann. «Bei diesem stehenden Ball fehlte uns die letzte Konzentration; einen ‚Sonntagsschuss’ könnte ich akzeptieren, aber nicht diesen unnötigen Gegentreffer», ärgert sich Solothurn-Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak.

Jeffrey Grosjeans Handspiel - rot

Hingegen akzeptierte der 50-jährige Pole den Ausschluss seines Torhüters Jeffrey Grosjean in der 38. Minute ohne Widerspruch. Der 26-Jährige beging einen Meter ausserhalb seiner rechten Strafraumecke im Zweikampf mit Dionys Stadelmann ein Handspiel; er verhinderte damit eine Torchance.

Sein zehn Jahre jüngerer Ersatz Bähler musste bei seiner unverhofften Feuertaufe in der Ersten Liga keinen einzigen gegnerischen Schuss halten, bzw. abwehren! Gegen das Freistosstor war er machtlos. «Wir haben mehr erwartet vom Gegner», stellt Skrzypczak trocken fest.

Umschaltspiel erfolgreich

Die Umstellungen auf die neue Situation verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Devise, weitere Tore anzustreben, zogen die Deutschschweizer durch. Die Jurassier kamen zu keiner Torchance. Die Romands konnten sich weder entwickeln noch einbringen.

«Wir haben es gut angestellt, dabei hat uns die 1:0-Führung geholfen, wir konnten die Räume eng machen und wir sind gut gestanden», analysiert Solothurns Trainer. Die Mannschaft trat selbstbewusst, ballsicher und kompakt als Einheit auf. «Das Umschaltspiel hat funktioniert», so Skrzypczak weiter. Dies war die Basis aller drei Tore.

Die Konter wurden unterstützt durch konsequentes Pressing. Beim Führungstreffer schloss Chatton ein präzises Zuspiel von Kohler von rechts direkt flach ab (22.). Dem 2:0 ging ein idealer Seitenwechsel von Stauffer von links nach rechts zu Chatton voraus; der Ball rollte beim linken Torpfosten über die Linie (76.).

«Er hat aus einem unmöglichen Winkel mit dem Aussenrist getroffen», kommentiert sein Trainer. Auch zum dritten Tor, durch Schrittwieser, leistete Stauffer die Vorarbeit auf der linken Seite. «Er hat mit dem Pass gewartet, bis das Timing stimmte, und geschaut, wo die Verteidigung steht», beschreibt Skrzypczak diese erfolgreiche Abfolge.

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