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Der FC Solothurn holt sich zuhause einen Punkt gegen das starke Baden

Solothurn spielt am Sonntag zu Hause gegen den Leader Baden 1:1. Die Solothurner bewiesen mit einer starken Abwehrformation, dass sie «kein Hühnerhaufen» sind.

Pius Rüegger
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Raphaël Walther, der Torschütze zum 1:0 des FC Solothurn.

Raphaël Walther, der Torschütze zum 1:0 des FC Solothurn.

Marcel Bieri

Dank eines disziplinierten Auftritts konnte der FC Solothurn nach der 0:4-Klatsche in Münsingen gegen Leader Baden einen verdienten Punkt sicherstellen. Dass die Einheimischen gewillt waren, ungeachtet des Renommés des Gastes mit nur einer Saison-Niederlage, sich zu rehabilitieren, zeigte der erste Angriff.

Nach nur 37 Sekunden flog der Ball nach einer Kombination Fleury-Walther über die linke Angriffsseite knapp am Badener Tor vorbei. Anschliessend bauten die Platzherren ein konsequentes Abwehrdispositiv auf.

«Wir wollten heute korrigieren und zeigen, dass wir kein Hühnerhaufen sind», erklärte FCS-Trainer Roland Hasler. Offensiv ausgerichtet blieben im Vergleich zum Vorsonntag speziell die Startelf-Neulinge Hasler und Fleury, die den gesperrten Oezdemir und den Italobrasilianer Titton, der sich im Donnerstag-Training eine Muskelverhärtung zuzog, ersetzten.

Mit dieser Massnahme gelang es den Solothurnern, den Besuchern die Offensivwirkung zu entziehen. Die Aargauer erreichten lediglich eine optische Überlegenheit. Mehr als das Zirkulieren des Balles schaute nicht heraus. Die Ambassadoren verhinderten dadurch ein Überfahren vom abschlussstarken Baden mit der routinierten Sturmspitze Bieli.

Wenn es die Situation erlaubte, versuchten die Gastgeber sich konstruktiv nach vorne zu kombinieren. Allerdings fielen diese Bestrebungen zahm aus. Auf Seiten von Solothurn war es ein Resultatspiel. Ein Rückstand wollte sie unbedingt vermeiden.

Die an Torszenen und -schüssen arme Begegnung wurde in der ersten Hälfte einzig in der 30. Minute durch einen Distanzschuss von Lüthi unterbrochen.

Obwohl der Tabellenführer aktiver in die zweite Hälfte startete, ging der erste Angriff rechts von Solothurns Lüthi aus. Zwei Abschlussmöglichkeiten hatte Walther in der 62. Minute.

Bei der Ersten brachte er das Streitobjekt nicht unter Kontrolle, aber beim Zweiten – Gästehüter Bachmann machte einen Ausflug an seine linke Strafraumseite – vollendete er die Vorarbeit Haslers mit der 1:0-Führung. Die Freude währte nicht lange.

Dzelili fiel drei Minuten nach seiner Einwechslung (65.) eine Kopfballabwehr vor die Füsse, die er zum 1:1 mit seinem satten Direktschuss ausnützte. «Wir liessen uns danach nicht hängen, das ist das, was ich sehen will», sagte Hasler.

Diese Tore beflügelten auf dem schwierig bespielbaren holprigen Terrain. Trotzdem fehlte beiden Teams – leistungsmässig keine Unterschiede offenbarend – eine klare Linie, eine definitive Entscheidung zu erzwingen.

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