Die Nachspielzeit ermöglichte Solothurn den ersten Saisonsieg! 89 Minuten sahen die Einheimischen wie der nicht unverdiente Gewinner aus. In der 90. Minute glichen die Zuger noch aus. Doch die Sayilir-Truppe liess sich nicht beirren und machte letzte Reserven frei. Dies war die Basis zu Osajs „Golden Goal“ (95.).

Bei allen drei Toren hatte Stauffer seine Füsse im Spiel. Den Führungstreffer leitete er mit einer Idealvorlage auf rechts zu Kohler ein. Der Aussenläufer konnte durch Adekunle nur regelwidrig gestoppt werden. Den Foulelfmeter verwertete Fleury souverän (26.). Dem Zuger Ausgleich ging ein Ballverlust des Routiniers 25 Meter vor dem Solothurner Tor voraus.  Gegen die nachsetzenden Zentralschweizer brachten die Platzherren den Ball nicht weg. Sulejmani donnerte schliesslich das Streitobjekt unters Netz (90.). „Wir probierten, das 1:0 zu verwalten, was uns leider nicht gelang“, sagte Sacha Stauffer zum Ausgleich. Die Solothurner knickten nicht ein. Wegen der Wechsel und verschiedener Pflegeunterbrüche liess der Spielleiter fünf Minuten nachspielen.  Dieses Guthaben nützten die siegwilligen Solothurner aus. Stauffer sah rechts Osaj sich frei laufen. Der als rechter Aussenläufer eingewechselte 18-Jährige liess sich diese Chance nicht nehmen. Gegen seinen scharfen Schuss war Zug-Hüter Baumann machtlos, der Siegtreffer Tatsache. „Ich muss die Tore nicht schiessen, ich gebe lieber den Assist und es waren zwei schöne Assists“, freute sich Stauffer.

Die beiden Kontrahenten gehörten letzte Saison zum Spitzenquartett. Nach zwei Runden trafen sie noch sieglos mit je einem Remispunkt aufeinander. Entsprechend tasteten sie sich ins Spiel. Nach zwanzig Minuten begannen sich im Mittelfeld die Vorteile langsam zu Gunsten der Solothurner zu verschieben. Nach dem 1:0 wurde mehr Laufarbeit geleistet. Allerdings blieben zwingende Torszenen aus. Die Ambassadoren waren vor dem Gästetor zu flach positioniert, um die Flanken zu übernehmen. Die Kolinstädter kamen nur dank Freistössen in den Gefahrenbereich, blieben mit diesen harmlos.

Der knappe Rückstand war der Antreiber für die verstärkten Offensivbemühungen der Zuger in der zweiten Hälfte. Die Zweikämpfte mehrten sich, wurden intensiver und härter. Diese waren einem zusammenhängenden Aufbau nicht förderlich. Den steigenden Druck auf ihren Gefahrenbereich konnten die Gastgeber nur bis zur erwähnten 90. Minute abfangen. „Wir haben am Schluss Spektakel geboten und haben den Sieg wirklich verdient“, so Stauffer zusammenfassend.

Das Spiel zum Nachlesen in unserem Liveticker:

Liveticker FC Solothurn - Zug 94

Solothurn – Zug 94  2:1 (1:0)

Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Gentile. – Tore: 26. Fleury 1:0 (Foulpenalty); 90. Sulejmani 1:1, 95. Osaj 2:1.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler, Büchli, Waylon Grosjean, Du Buisson; Nastoski (62. Rihs), Fleury; Kohler (59. Osaj), Veronica, Colamartino (80. Pozan); Stauffer.

Zug 94: Baumann; Ilic, Adekunle, Magnum, Halef (77. Sahin); Peter, Mehidic (58. Jankovic); Mertoglu (61. Bulut), Burkard, Palatucci; Sulejmani.

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Selmanaj, Asani (beide Aufbautraining), Andrijasevic und Kopp (beide nicht im Aufgebot). Zug 94 ohne Martino (gesperrt), Riedweg, Mani (beide verletzt), Benhauresch, Fernandes und Luca Roth (alle abwesend). – Ver­war­nun­gen: 25. Adekunle, 36. Büchli (beide Foul), 45. (+ 1) Stauffer (Spielverzögerung), 75. Jankovic, 78. Sulejmani (beide Foul) und 95. Osaj (übertriebener Torjubel). – Eck­bälle 1:4 (1:1).