Fussball 1. Liga
Der FC Solothurn gewinnt in Muri dank einem Hattrick von Schrittwieser mit 4:1

Der FC Solothurn reist am 18. Spieltag der 1. Liga zum FC Muri. Die Freiämter belegen in der Tabelle nur den 12. Platz, daher ist ein Sieg Pflicht für die Solothurner. Verfolgen Sie das Spiel ab 14:30 Uhr hier im Liveticker.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn trifft auf den FC Muri.

Der FC Solothurn trifft auf den FC Muri.

Hans Peter Schlaefli

Der 19-jährige Leo Schrittwieser avancierte mit seinen drei Toren zum Matchwinner für den FC Solothurn. Der Nachwachsmann schöpfte viel Selbstvertrauen aus seinem ersten Ernstkampftor überhaupt in der sechsten Minute. «Ich habe aus dem Gefühl heraus reagiert und es hat positiv geendet», beschreibt der Nachwuchsmann diese Szene. Muri wehrte einen Angriff der Gäste wohl ab, aber der Ball fiel in den freien Raum. In diesen und anschliessend in den freien Strafraum lief der Youngster unbekümmert. Er schloss rechts ab.

Beruhigende Führung

Diese frühe Führung spielte den Ambassadoren in die Karten. Sie dominierten und bestimmten das Tempo. Die Aargauer scheiterten mit einer erfolgreichen Reaktion an der fehlenden Präzision. «Wir hatten wieder Phasen, in denen wir zu wenig konsequent, zu wenig seriös agierten, wobei die Mannschaft glaubte, es gehe alles von selbst», bleibt FCS-Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg auch im Erfolg kritisch. In diesen Momenten wirkte das ruppiger gewordene Geschehen zerfahren.

Der Zusammenhang ging vorübergehend verloren. Aus diesem Zwischentief rettete Schrittwieser sein Team. In der 39. Minute konnte Fleury einen Freistoss aus 25 Metern treten. Dieser Ball bereitete Muri-Hüter Gazsi Mühe. Er konnte ihn nur nach vorne boxen und da war wieder die FCS-Nummer 22 zur Stelle. «Stauffer sagte mir, ich solle nachlaufen und habe es gemacht und auch das Tor», erzählt der Wasserämter, der sich in Moutier für seine KV-Ausbildung in einer Französisch-Vorbereitung befindet.

Ein Konter zum Schluss

Solothurn stellte auf die zweite Hälfte im Angriff um. Der eingewechselte Bisevac stürmte links, Chatton wechselte auf die rechte Seite und Stauffer funktionierte zentral als Stossstürmer. Allerdings waren diese Spieler am dritten Tor nicht beteiligt. Fleury lancierte Schrittwieser links. Goalie Gazsi eilte heraus, verpasste aber den Ball. «Ich sah den Ball kommen und probierte es mit einem Kopfball», so Schrittwieser.

Obwohl die Solothurner das Spiel kontrollierten, mussten sie doch noch einen Gegentreffer akzeptieren, weil sie einen Gang zurück schalteten und den Freiämtern mehr Platz gewährten. Nach einem Eckball schoss Matoshi auf Jeffrey Grosjean. Dieser wehrte nach vorne ab und Marjanovic erbte (84.). Ein Konter schlossen die Besucher zum Schlussstand ab. Bisevac passte zu Zayas, der sich nicht zweimal bitten liess – 1:4 in der 90. Minute. «Wir haben absolut verdient gewonnen, zumal es nicht einfach war auf diesem Platz; wir waren die bessere Mannschaft und haben unsere Tore rechtzeitig geschossen», fasst Zaugg zusammen.

Telegramm

Muri - Solothurn 1:4 (0:2) 

Brühl. – 330 Zu­schauer. – SR: Dedukic. – Tore: 6. Schrittwieser 0:1, 39. Schrittwieser 0:2; 60. Schrittwieser, 84. Marjanovic 1:4, 90. Zayas 1:4.

Muri: Gazsi, Nietlisbach (74. Marjanovic), Parente, Knezevic, Matoshi; Keller (46. Thaqaj), Müller, Streuli, Fidan Tafa (65. Kastriot Tafa); Ianu, Milicaj.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic (65. Asani), Waylon Grosjean, Du Buisson; Koch, Fleury; Veronica (46. Bisevac), Stauffer, Schrittwieser (74. Schrittwieser); Chatton.

Bemerkungen: Muri ohne Burkard, Engel, Stadelmann, Ravelli (alle verletzt), Bellusci und Kalt (beide abwesend). So­lo­thurn ohne Hunziker (gesperrt), Disler, Nastoski (beide verletzt), Dembélé (abwesend), Wagner und Kopp (beide Junioren). – Ver­war­nun­gen: 20. Keller (Foul), 21. Hasanovic (Reklamieren), 22. Jeffrey Grosjean und 80. Streuli (beide Foul). – Eck­bälle 5:4 (0:0).

Der Spielverlauf zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger: