Erwartungsgemäss hart um diesen Sieg ringen musste Solothurn bei Schlusslicht Sursee. „Wir waren nicht besser als letzten Sonntag in Muri, wobei Sursee hat nach zuletzt zwei 1:0-Siegen ohne Gegentor leidenschaftlich gekämpft hat“, hielt Solothurns Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg fest. Dies musste seine Truppe bereits in der vierten Minute erfahren.

Seine Boys brachten den Ball auf ihrer linken Seite nicht weg. Die Hereingabe wurde von einem Solothurner mit der Brust noch abgefälscht und der ehemalige Solothurner Liloia konnte erben. Dieser Dämpfer bremste die Gäste. Sie traten in der Folge offensiv kaum in Erscheinung.   Trotzdem musste sich Hüter Peterhans in der 36. Minute geschlagen geben.

«Wir hatten keine Chancen, nur eine Einzelaktion», kommentierte Zaugg den unverhofften Ausgleich. Fleury konnte einen gegnerischen Angriff abfangen und Stauffer setzte zu einem Konter an. Nach einem längeren Laufweg spielte er links zu Chatton. Dieser blieb mit seinem satten Schuss zum rechten Torpfosten erfolgreich. 

Systemumstellung in der Pause

«In der Pause habe ich erklärt, wie wir weiter spielen werden mit drei Verteidigern und drei Stürmern, denn wir hatten vorher viel zu wenig Präsenz im gegnerischen Strafraum und keine Anspielmöglichkeiten», so Zaugg. Damit  verbesserten die Solothurner ihr Durchsetzungsvermögen in den 1:1-Situationen.

Dieses Risiko zahlte sich aus, indem die schliesslich das Spiel entscheidende Penaltyszene entstand (83.). Dembélé spielte im Surseer Strafraum kurz zu Chatton, der von Vrazic nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Chatton legte sich selbst den Ball auf und wurde zum Doppeltorschützen. Zaugg wollte ihn eigentlich vor dem Ausgleich auswechseln. 

Jeffrey Grosjeans Glanztaten

Die Zentralschweizer agierten zumeist extrem defensiv. Ihre besten Offensivmomente hatten sie gleich nach Wiederbeginn nach zwei stehenden Bällen. Zuerst Trost (49.) direkt, dann Liloia mit dem Kopf auf Trost-Freistoss (50.) zwangen Jeffrey Grosjean zu zwei Glanzparaden. Später konnten die Luzerner offensiv nicht mehr zulegen.

Einer Verbesserung der Qualität und Attraktivität war dies ebenso wenig förderlich, wie die einmal mehr speziell in den Schlusssequenzen zutage getretene mangelnde Cleverness seitens der Aarestädter. «Wir bringen nicht die Souveränität auf, den Ball zu beruhigen, sodass dieser Sieg nur einer durchschnittlichen Leistung entspricht», beschrieb Zaugg diese Problematik. Dies wirkte sich negativ auf das Geschehen aus. Die zeitweise Hektik und sehr grosse Nervosität führte zu harten Zweikämpfen und einer hohen Fehlerquote.

Der Spielverlauf zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger: