Auch gegen das drittletzte Zug 94 tat sich Solothurn schwer. Für den vierten Sieg in Serie brauchte es Glück und Dembélé mit seinem Doppelpack als Matchwinner. «Das war bisher der beste Gegner, er hat es gut gemacht, uns das Leben schwer gemacht und uns in grosse Schwierigkeiten gebracht», anerkannte Solothurn-Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg vorbehaltlos.

Die Kolinstädter fühlten ihren Gastgebern vom Anpfiff weg energisch und konsequent auf den Zahn. Trotzdem gingen die Rotweissen in der 13. Minute in Führung. Schrittwieser lief auf der rechten Aussenbahn durch, legte zu Koch zurück, der links den frei auflaufenden Hunziker bediente. Der 22-Jährige schloss ohne zu zögern über Zugs Hüter Marinis ab. Allerdings gelang es den Einheimischen nicht, darauf aufzubauen. Burkard wurde rechts bis zur Grundlinie durchgelassen.

Der Zuger passte zu Gygax, dessen Schuss Jeffrey Grosjean nur ungenügend abwehren konnte. Mani war für das 1:1 bereit (27.). „Es war ein weiterer Match, in dem wir nicht überragend waren“, stellte Zaugg fest. Die Fortsetzung blieb Stückwerk. Zusammenhängende Aktionen fehlten. Beidseits liess man sich weder Raum noch Zeit zu einem ansatzweise erfolgreichen Aufbau. Es entstand ein zerfahrenes Hin und Her ohne System. 

Dembélés Granate

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Platzherren mit schnellerem Laufenlassen des Balls zum Durchbruch zu kommen. Bis in die 54. Minute liessen die Zentralschweizer nichts zu. Latifi konnte Hunziker auf der Fünferlinie nur penaltyreif stoppen. Dembélé liess sich diese Chance nicht nehmen und vollendete zur zweiten Führung.

Trotzdem blieb es weiterhin ein Krampf- und Kampfspiel. Unruhe und Hektik dominierten. Auch der zweite Zuger Ausgleichstreffer fiel nicht zwingend. „Wir dürfen sie gar nicht flanken lassen und hätten den Ball in der Mitte weg bringen müssen“, bemängelte Zaugg. Schliesslich machte Dembélé in der 86. Minute den Unterschied aus.

Er übernahm das Zuspiel Nastoskis aus dem Mittelfeld und legte sich gekonnt zum Siegtreffer vor. «Für das haben wir Dembélé geholt. Diesen Schuss hat er unglaublich ins Filet gehauen, es war eine echte Granate», lobte Zaugg den Doppeltorschützen. Erstmals in der Rückrunde agierten die Solothurner mit einer Doppelspitze.

Auch wenn es spielerisch nicht läuft, haben sie mit den Transfers ihre Abschlussqualitäten so zu verbessern verstanden, um auch in engen Spielen zu bestehen. Deshalb konnte auch der Ausfall des Doppeltorschützen Chatton in Sursee kompensiert werden. Er zog sich im Donnerstag-Training eine Aduktorenzerrung zu.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger: