Fussball 1. Liga

Der FC Solothurn gewinnt auswärts erneut souverän

Die Solothurner konnten auch in Zug jubeln.

Die Solothurner konnten auch in Zug jubeln.

Im Nachholspiel der 1. Liga traf der FC Solothurn auswärts auf Zug 94. Die Solothurner gaben sich auch gegen die Zentralschweizer keine Blöse und entscheiden das Spiel mit 4:1 für sich. Chatton konnte sich als Doppeltorschütze feiern lassen.

Solothurns Auswärtsstärke hielt auch bei Zug 94 an. Zum dritten Mal nahmen die Ambassadoren drei Punkte mit nach Hause. Mit diesem 4:1-Sieg unterstrich die Zaugg-Truppe ihre Ambitionen auf einen Spitzenplatz. «Es war wichtig, diesen Sieg zu erschaffen, wenn wir vorne dabei sein wollen», betonte FCS-Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg.

Somit kommt es am Samstag zum Spitzenkampf gegen die um einen Punkt besser klassierte U21-Equipe des FC Luzern – ein Duell zwischen dem Dritten und dem Zweiten. «Das wird einen schönen Match geben», freut sich Zaugg.

Chatton als Doppeltorschütze

Auch wenn der Sieg in Zug souverän und in dieser Höhe verdient ausfiel, war er keine Selbstverständlichkeit. Beide Kontrahenten gingen das Spiel offensiv an. Mit einem erfolgreichen Konter durch Chatton nach einer heiklen Szene im Solothurner Strafraum, in der der Gästetorhüter mit viel Mühe den Ball wegbrachte, öffneten die Besucher die Tür zu einer torreichen Startphase.

Die Reaktion der Zentralschweizer blieb nicht aus. Der gefährlichste Zuger, Aussenläufer Mehidic, versetzte seinen Gegenspieler Asani und flankte in die Mitte, wo Marjanovic in den Ball lief – 1:1-Ausgleich fünf Minuten nach der Führung. Mit Folgen für den rechten Solothurner Aussenverteidiger. «Er war unsicher und ich nahm ihn zu seinem Selbstschutz in der Pause raus», erläuterte sein Trainer.

Bereits zuvor, in der 19. Minute, brachte Chatton mit seinem zweiten Treffer – einem Flachschuss aus 25 Metern – sein Team wieder in Front. «Endlich hat Chatton seine zwei Tore geschossen. Ich sagte, dass wenn unsere Stürmer so arbeiten und «chrampfen», sei es nur eine Frage der Zeit, bis sie treffen werden», lobte Zaugg. Die Besucher liessen den Ball weiterhin gut durch die eigenenen Reihen laufen. Dies führte dank Hunzikers Durchsetzen zum Penalty, den Fleury stilsicher zum 1:3-Pausenstand verwandelte (38.).

«Gegner jederzeit im Griff»

Die Zuger konnten keine erfolgversprechende Reaktion aufbauen. Die Solothurner agierten zu stabil, zu konzentriert, zu konsequent und zu gut organisiert im Kollektiv. «Wir haben den Gegner im Griff gehabt, zumal ein Gegner gegen uns gut spielen muss, da wir nicht einfach zu schlagen sind», bemerkte Zaugg.

Ein Beispiel dazu in der 61. Minute: Bisevac sicherte nach einer mehrteiligen, sauber umgesetzten Kombination über Chatton und Fleury den 1:4-Schlussstand. Zweifellos wurde ein stärker agierender Platzklub erwartet, der offenbar bei der 0:1-Cupniederlage gegen Schweizer Meister Basel am Wochenende zuviel Substanz verlor. Somit konnten die Solothurner ungefährdet diesen Vorsprung verwalten und über die Zeit bringen.

Telegramm:

Zug 94 - Solothurn 1:4 (1:3)

Herti. – 183 Zu­schauer. – SR: von Mandach. – Tore: 6. Chatton 0:1. 11. Marjanovic 1:1. 19. Chatton 1:2. 38. Fleury 1:3 (Foulpenalty). 61. Bisevac 1:4.

Zug 94: Marinis; Martino (59. Burkard), Ntsiha, Riedweg, Feuchter; Jankovic, Peter; Weiss, Gashi (53. Sylejmani), Mehidic; Marjanovic (78. Bulut).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Asani (46. Anderegg), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Stauffer; Hunziker, Fleury, Zayas (63. Dembélé); Chatton, Bisevac (81. Ferrari).

Bemerkungen: Zug 94 ohne Paulino (gesperrt), Mani (verletzt), Palatucci, Gygax, Halef (alle Aufbautraining), Roth (abwesend). So­lo­thurn ohne Koch (erst ab 1. Oktober gegen Baden spielberechtigt), Nastoski, Veronica (beide verletzt), Disler (Schule), Schrittwieser, Nedzipi, Momoh und Russo (beide Junioren). – Ver­war­nun­gen: 38. Gashi und 43. Hunziker (beide Foul). – Eckbälle: 0:4 (0:3).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker. Wegen technischen Problemen ist nur die erste Halbzeit aufgezeichnet.

Liveticker: FC Zug 94 - FC Solothurn

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