Fussball
Der FC Solothurn deklassiert den Erstliga-Leader Cham mit 5:1

Der neue kroatische Stürmer Nikola Gataric krönt nach seiner Einwechslung in der 69. Minute sein Debüt beim FC Solothurn mit lupenreinem Hattrick und sorgt damit auch gleich für die Entscheidung beim klaren Sieg gegen Cham.

Pius Rüegger
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Solothurns Trainer Aziz Sayilir (2. v. r.): «Ich habe jetzt Möglichkeiten von der Ersatzbank aus.»

Solothurns Trainer Aziz Sayilir (2. v. r.): «Ich habe jetzt Möglichkeiten von der Ersatzbank aus.»

Marcel Bieri

Gerade einmal zwei Minuten war Sturmdebütant Nikola Gataric im Spiel, als er in der 71. Minute erstmals bewies, für was ihn die Solothurner geholt hatten – zum Tore schiessen. Der 22-jährige Zagreber vom nordkroatischen Absteiger NK Zelina aus der zweiten Landesliga realisierte zudem innert neun Spielminuten einen echten Hattrick.

Ein gelungener Einstand. Im Abschluss glichen sich alle drei Tore wie ein Ei. Links aussen freistehend, bewies Gataric sowohl in der 71., 77. und 80. Minute mit scharfen Flachschüssen in die entfernte Ecke seine Skorerqualitäten. Beim ersten Mal erhielt er einen langen Ball von Fleury von der Mittellinie, beim zweiten von Karaboga und beim dritten einen Freistoss von Stauffer – immer von rechts – in den Slot. «Es war eine gute Leistung der ganzen Mannschaft, unser Plan ist aufgegangen», hält FCS-Trainer Aziz Sayilir den Ball bewusst flach.

«Ich bin heute so glücklich»

Cham war demoralisiert und kassierte in der 89. Minute gar noch einen fünften Treffer. Mertoglu zog nach einem Einwurf Lüthis Richtung Zentrum und schloss ebenfalls mit sattem Flachschuss ab. Zwei Einwechselspieler führten die unerwartet klare und verdiente Entscheidung herbei. «Ich habe jetzt Möglichkeiten von der Ersatzbank aus. Und, es war das erste Spiel meiner Trainerkarriere, das ich in den letzten zehn Minuten ruhig anschauen konnte; ich bin heute so glücklich», so Sayilir.

Rückstand sofort pariert

Dass die Solothurner beim Leader gute Karten hatten, zeigte sich bereits in der ersten Hälfte. Ohne Abtastphase zogen die Gäste ihr Pressing auf. Cham wurde gezwungen, zu seiner Spielanlage hinten durch zu finden. Beidseits wurde sich wenig Raum zugestanden. Bis auf die 17. Minute durch die Gäste: Stojanov wich rechts in den freien Raum aus. Dessen Flanke, die erste Chance, nützte Merenda zur Führung. Dieser Rückstand brachte die Aarestädter aber nicht aus dem Gleichgewicht. Im Gegenzug kamen sie 20 Meter vor dem Chamer Tor zu einem Freistoss (19.). Fleury löste als Ausführender grosse Verwirrung aus. Die Zuger brachten den Ball nicht weg. Schliesslich brachte Sülüngöz Elezi in Abschlussposition – 1:1-Ausgleich. «In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig herausgeholt, trotz vieler Balleroberungen», sagt Sayilir.

Das Potenzial ausgeschöpft

Ebenso einsatzvoll und zweikampfbereit wie ihre Gäste versuchten sich die Zentralschweizer nach dem Seitenwechsel entscheidende Vorteile zum zweiten, wegweisenden Tor zu verschaffen. Die Solothurner waren gewappnet. Schon vor der Gataric-Einwechslung begann das Geschehen zu Gunsten der Ambassadoren zu kippen. «Die Spieler haben ihr Potenzial ausgeschöpft», dazu Sayilir.

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