Fussball
Der FC Solothurn bleibt ohne fremde Hilfe in der 1. Liga

Mit einem 2:0-Auswärtssieg in Sursee hat der FC Solothurn den Klassenerhalt in der 1. Liga Classic geschafft.

Pius Rüegger
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Alles im grünen Bereich – die junge Truppe des FC Solothurn hat den Klassenerhalt letztlich souverän geschafft.

Alles im grünen Bereich – die junge Truppe des FC Solothurn hat den Klassenerhalt letztlich souverän geschafft.

Marcel Bieri

Tiefes Aufatmen beim FC Solothurn. Den verdienten Ligaerhalt sicherten sich die Ambassadoren mit dem 2:0-Sieg in Sursee schliesslich aus eigener Kraft, ohne Querrechnungen mit der welschen Gruppe. Aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen gehört diese Mannschaft ohne Wenn und Aber in die Erste Liga Classic. Weil die Teams der zweiten Hälfte ausser Thun U21 eng beieinander lagen, belegt die Stadion-Truppe mit 32 Punkten gar den achten Schlussrang – fünf hinter Kantonsrivale Grenchen als Siebenter – als Beste der zweiten Tabellenhälfte.

Die Freudentänze der Spieler und Lobgesänge der gefühlten 200 mitgereisten Fans des FC Solothurn mit dem Schlusspfiff in Sursee waren der emotionale Höhepunkt einer beeindruckenden Aufholjagd in den letzten neun Runden. Trainer Aziz Sayilir wurde die Verantwortung nach der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen Thun U21 vom 15. März 2014 übertragen. Die Mission Ligaerhalt löste er bravourös.

Sechs Siegen stehen nur die beiden Niederlagen gegen Gruppenprimus Xamax (2:3) und Baden (0:2) sowie das 1:1-Remis bei Münsingen gegenüber – den drei Finalisten also. Zu beachten ist auch das Top-Torverhältnis von 20:9 aus dieser Phase.

19 Punkte stehen somit 13 Zählern aus den ersten 17 Runden mit drei Siegen, vier Unentschieden und zehn Niederlagen bei 19:39 Toren gegenüber. Von der Ausgangslage her war es speziell. Sursee hatte sich bereits in Schötz gerettet. Für Solothurn konnte aufgrund der günstigeren Tordifferenz praktisch nichts mehr schiefgehen. Die Gäste begannen trotzdem äusserst nervös. Die Luzerner mit ihren schnellen Aussenläufern strebten ein frühes Tor an. Dätwyler zwang Dedaj zu einer ersten Fussabwehr (2.) und Stephans Flachschuss boxte der Solothurner Schlussmann zur zweiten Ecke (4.).

Die Besucher brachten nicht mehr die Ausstrahlung wie gegen Luzern U21 und Xamax nach der Pause auf den Rasen. Die Solothurner brachten weder Kreativität noch Genauigkeit in ihren statischen Aufbau. Erst in der dritten Viertelstunde wurden sie effektiver. Kohler stiess rechts vor. Mertoglu liess sich in der Mitte auf zwanzig Meter zurückfallen. Die Gästesturmspitze ging vergessen und konnte frei zum 0:1 auflegen.

Sursee reagierte. 20 Sekunden nach Wiederbeginn verlangte Dätwyler Dedaj erneut eine Glanzparade ab. Die Zentralschweizer gaben sich nicht geschlagen. Es blieb jedoch bei diesem Strohfeuer. Wieder schlugen die Solothurner in den letzten Minuten zu. 85.: Veronica blieb am Boden sitzen. Drei Surseer gingen nicht an den Ball. Osaj profitierte. Völlig alleine stellte er auf 2:0.

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