Fussball
Der FC Solothurn bezwingt Wangen b.O. mit 2:0

Dembélé ist endlich erfolgreich und erzielt mit einem nicht ganz unhaltbaren Aufsetzer das 1:0 Führungstor für das Heimteam. Die Siegsicherung in der Nachspielzeit durch Hunziker - er kann einen Befreiungsschlag verwerten!

Pius Rüegger
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Der Mann vom FC Solothurn, Garra Dembélé, in Aktion.

Der Mann vom FC Solothurn, Garra Dembélé, in Aktion.

Hans Peter Schläfli

Zufriedene Sieger aus der Hauptstadt, enttäuschte Verlierer aus Wangen bei Olten – das Kurzfazit dieses Solothurner Kantonalderbies. Entscheidend war der Platzverweis von Chatton nach grobem Foul mit Milushevs Kopfverletzung, wobei der Mazedonier seinen Haupt sehr tief hielt, in der 39. Minute. Nach starkem, zielstrebigem Beginn der Platzherren glich sich das Geschehen zusehends aus. Die Gäste waren ebenbürtig. Allerdings liessen in der Chancenauswertung die Einheimischen mehr zu wünschen übrig. Vor allem der sich rigoros einsetzende Dembélé kam zu mehreren besten Einschussmöglichkeiten.

Zauggs Kalkül ging auf

Der Platzverweis änderte alles. Er stärkte die nummerisch unterlegenen Ambassadoren. „Wir wollten so weiter spielen wie in der ersten Halbzeit und nicht in einen Konter laufen, was dann passiert ist“, erklärte Wangens Trainer Salvatore Romano. In der 51. Minute kam links Dembélé in beste Abschlussposition: Mit seinem Aufsetzer erwischte er Häfliger nicht unhaltbar. Dieses Führungstor befeuerte die Absicht der Stadion-Elf, mit konzentrierter und konsequent umgesetzter Organisation die Spielkontrolle zu erhalten. „Ich habe mich entschieden, nicht einen Stürmer zurückzuziehen, damit vorne immer zwei anspielbar sind und der Gegner nicht aufrücken kann“, so die Strategie von Solothurn-Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg. Dieses Kalkül ging auf. Die Besucher wurden allerdings bis auf die letzten zehn Minuten nicht sonderlich gefährlich. Vielmehr gelang Du Buisson ein Befreiungsschlag in der ersten Nachspielminute an der linken Seitenlinie. Hunziker übernahm diesen Ball und beförderte ihn volley unters Kreuz. „Wir standen zu weit weg vom Gegenspieler und haben ihn spielen gelassen“, erkannte Romano generell für die zweite Hälfte. Dem hielt sein Trainer-Antipode Zaugg entgegen, „dass wir immer Lösungen fanden, denn es war der erwartet schwere Match“.

Romano verlangte zweimal Penalty

Allerdings haderten die Wangener mit zwei strittigen Szenen zwischen diesen beiden Toren. „In beiden Situationen muss der Schiedsrichter Penalty pfeifen“, fühlte sich Romano wie in den letzten Spielen verschiedentlich einmal mehr benachteiligt. In der 56. Minute befreite Asani gegen Sant Anna und in der 90. Minute glaubte sich Bekteshi von Hasanovic regelwidrig zurück gehalten. Beide Male war der Spielleiter gut postiert. „Mir tut es leid für die Jungs“, fügte Romano an. „Es ist normal, dass man Penalty verlangt, wenn man mit einem Mann mehr in Rückstand gelangt“, befand Zaugg lakonisch. Wichtig für ihn, dass dieser Sieg nach drei Niederlagen zustande kam – ein Arbeitssieg in einem engagierten und emotionalen Derby.

Solothurn – Wangen bei Olten 2:0 (0:0)

Stadion. – 350 Zuschauer. – SR Gianforte. – Tore: 51. Dembélé 1:0, 91. Hunziker 2:0.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Asani, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Fleury, Stauffer; Chatton, Hunziker; Bisevac (64. Zayas), Dembélé (85. Schrittwieser).

Wangen bei Olten: Häfliger; Osaj, Hajdari, Bekteshi, Milushev; Campell, Xhema; Aziri, Gjidoda, Ates (66. Gyorgiev); Sant Anna.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Koch (gesperrt), Disler, Nastoski (alle verletzt), Tan, Wagner, Nedzipi, Momoh und Ferrari (alle Junioren). Wangen bei Olten ohne Arabaci, Nabarro und Churlinov (alle verletzt).– 17. Bekteshi rettet auf der Linie. – Platzverweis: 39. Chatton (grobes Foul). – Ver­war­nun­gen: 18. Chatton, 32. Hajdari (beide Foul), 54. Hasanovic (Reklamieren), 89. Asani (Foul) und 90. Bekteshi (Reklamieren). – Eck­bälle 6:4 (3:2).

Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen: