Die Abstiegsgefahr für den FC Solothurn ist noch nicht gebannt, es sieht aber trotz der 2:3-Niederlage gegen Xamax gut aus. Die Ausgangslage vor der Schlussrunde: GC U21 und Sursee gewannen ihre Partien und bleiben mit nun 30 Punkten sicher oben. Wangen, Schötz und Solothurn rangieren mit 29 Zählern auf den Plätzen 10 bis 12. Dank dem 3:3 bei Concordia näherte sich Zofingen dem Trio bis auf einen Punkt.

In der letzten Runde reist Solothurn nach Sursee. Auch bei einer Niederlage und Siegen der Mitgefährdeten sieht das Szenario für die Ambassadoren günstig aus. Denn ins Kalkül muss die Gesamt-Abstiegssituation der drei Gruppen der 1. Liga Classic einbezogen werden. Nach dem Rückzug von Bellinzona aus der 1. Liga Promotion steigen nur fünf statt sechs Teams ab. Chur und Höngg in der Ostgruppe wie Thun U21 in der Zentralgruppe sind bereits abgestiegen. Im Westen belegen Terre Sainte (Torverhältnis minus 18) und Monthey (minus 20) mit je 26 Punkten die beiden Relegationsplätze. Sollten diese Teams am kommenden Wochenende gewinnen, hat Solothurn bei Punktgleichheit nach menschlichem Ermessen bei aktuell elf Minustoren als bester Zweitletzter den Ligaerhalt gesichert.

Gute Leistung

Dass der FCS sportlich in die 1. Liga gehört, bewies er trotz knapper Heimniederlage gegen Überflieger Xamax überzeugend. Wohl stellten die Neuenburger die klar bessere Formation und führten zur Pause mit 3:0. Doch liessen sich die Platzherren nie unterkriegen und holten aus ihren Möglichkeiten das Maximum heraus. Xamax blieb bis zuletzt gefordert. Pech hatten die Solothurner, als ihnen in der 68.Minute ein Kopfball-Tor Sülüngözs wegen Offsides nicht anerkannt wurde.

Dann kam der grosse Auftritt von Mertoglu. Zunächst traf er den Pfosten, ehe er einen Handspenalty souverän verwandelte (84.). Die Rotweissen liessen nicht locker und glaubten an ihre Chance. Doch das 2:3 fiel in der vierten von fünf Nachspielminuten und damit zu spät. Lüthi vollendete, nachdem Walther die Latte traf.

Letztlich wog der 0:3-Rückstand aus Hälfte eins gegen den Gruppendominator zu schwer. Rodriguez konnte (11.), Adjei (30.) und Doudin (45.) trafen für den Favoriten. Nach dem vielversprechenden Finish kann Solothurn dennoch zuversichtlich zum Aufsteiger Sursee reisen.