Fussball
Der FC Olten muss den guten Saisonstart bestätigen

Nach dem guten Saisonstart wartet auf den Aufsteiger und seinen neuen Innenverteidiger Marc Hügli am Samstag mit Thuns U21 der erste «Brocken».

Raphael Wermelinger
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Bringt viel Erfahrung in die Abwehr des FC Olten: Neuverpflichtung Marc Hügli.

Bringt viel Erfahrung in die Abwehr des FC Olten: Neuverpflichtung Marc Hügli.

bkc

Der FC Olten konnte seinen Aufstiegsschwung nutzen. Der Saisonstart in der 2. Liga inter ist der Mannschaft von Trainer Georg Schifferle geglückt, nach vier Spielen liegt der FCO auf dem vierten Tabellenrang. «Mit den gewonnen sieben Punkten können wir als Aufsteiger sicher zufrieden sein», meint denn auch Marc Hügli, einer von drei Neulingen im Team.

Doch der 32-jährige Verteidiger drückt gleichzeitig auf die Euphoriebremse, denn der gute Start berge auch eine gewisse Gefahr: «Wir müssen diese Punkte nun auch bestätigen, denn wenn wir dreimal hintereinander keine Punkte holen, sieht die Situation schon ganz anders aus.» Das Team müsse unbedingt noch weiter an seiner Ausdauer arbeiten, um Hänger zwischen der 60. und 80. Spielminute zu vermeiden, wie es sie in den ersten vier Spielen gegeben habe.

Kirchberg, YB, Solothurn, Grenchen, Wangen und Lyss

Marc Hügli begann seine Karriere beim FC Kirchberg, für den er bereits mit 15 Jahren im Fanionteam in der 2. Liga auflief. Die nächste Station seiner Laufbahn waren das U17- und das U21-Team der Berner Young Boys. «Nach vier Jahren im YB-Nachwuchs musste ich mich fragen, ob sie wirklich auf mich setzen», blickt Hügli zurück. Er beantwortete die Frage für sich mit dem Wechsel in die 1. Liga zum FC Solothurn.

Vier Jahre trug er das FCS-Dress, wurde in dieser Zeit unter anderen vom jetzigen FCZ-Coach Urs Meier trainiert, bevor es ihn zum FC Grenchen zog. Auf zweieinhalb Saisons in der Uhrenstadt folgten ein halbjähriger Abstecher nach Wangen und zuletzt fünf Saisons in der 2. Liga inter beim SV Lyss. «Die Cup-Spiele mit dem FC Solothurn», muss Hügli, auf seine bisherigen Karrierehöhepunkte angesprochen, nicht lange überlegen, «gegen YB mit Chapuisat und gegen den FC Basel mit Gimenez und Rossi.»

Ganze Rückrunde ausgefallen

Vor seinem ersten Einsatz in der Meisterschaft mit dem FC Olten Mitte August hatte Hügli während knapp neun Monaten keinen Ernstkampf mehr bestritten. Aufgrund einer Knieverletzung verpasste er die gesamte Rückrunde der vergangenen Saison.

Und das erste Spiel des FC Olten in der neuen Saison, weil er erst eine Woche vor dem Meisterschaftsstart ins Training einsteigen konnte. In Absprache mit Trainer Schifferle und Assistent Hasan Osaj wurde entschieden, dass Hügli für das erste Spiel noch geschont werde: «Das war richtig, es wäre wohl noch zu früh gewesen. So hatte ich noch eine Woche mehr für den Aufbau. Und die Jungs haben die drei Punkte in Schöftland geholt.»

Innenverteidiger-Duo mit Panzeri

Keine Punkte, sondern eine 0:3-Niederlage in Konolfingen setzte es dann bei Hüglis Debüt im FCO-Dress ab. «Da hatten wir gleich mehrere Hänger und vorne kaum Torchancen», so Hügli, der als Sechser vor der Abwehrkette agierte. In den letzten beiden Spielen rückte er dann in die Innenverteidigung.

Dies wird vorerst wohl auch so bleiben, denn mit ihm und Mario Panzeri im Abwehrzentrum kassierten die Oltner in den letzten beiden Spielen nur einen Gegentreffer: «Mario kenne ich bereits von meiner Zeit bei Wangen, wir verstehen uns gut und sind hinten zweimal nicht so schlecht gestanden.»

Dies sei auch im heutigen Spiel gegen Thun II das Rezept: «Thun ist der erste richtig grosse Brocken. U-Mannschaften sind generell sehr gut ausgebildet, spielstark und bestrafen jeden Fehler. Deshalb müssen wir so kompakt stehen wie zuletzt gegen Pruntrut.» Mit einem Punkt wäre er zufrieden, meinte Oltens neue Nummer 9, um sofort anzufügen: «Darf ich das so sagen?» Ja, schliesslich spielte Thun in der letzten Saison noch in der 1. Liga und für den Liga-Neuling Olten zählt immer noch einzig der Nicht-Abstieg: «Alles andere ist Zugabe», so Hügli, «einen guten Mittelfeldplatz würde ich sofort unterschreiben.»