Fussball
Der FC Mümliswil zieht in den Solothurner Cupfinal ein

Im Solothurner Cup-Halbfinal behielt der FC Mümliswil das bessere Ende für sich. Im Duell der 3.-Ligisten siegte das Team von Trainer Andy Schneeberger gegen Selzach im Penaltyschiessen 3:2. Nach 120 Minuten stand es 0:0.

Hans Peter Schläfli
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Der Mümliswiler Bozo Krizmanovic entwischt den Selzachern.

Der Mümliswiler Bozo Krizmanovic entwischt den Selzachern.

Hans Peter Schläfli

Von einem Heimvorteil war am Selzacher Zilweg lange nichts zu sehen. Im Gegenteil, es war ein wenig verkehrte Welt, wie dieser Halbfinal im Solothurner Cup begann: Mümliswil drängte die Selzacher in die Defensive zurück und griff frech an. Der Gastgeber hatte Mühe, überhaupt über die Mittellinie zu kommen, weil einerseits Goalie Martin Leuenberger schlecht auskickte, andererseits aber auch die Mümliswiler Mittelfeldspieler viel aktiver kämpften.

So rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Selzacher Tor. Dominik und Jérôme Ackermann nutzten erste Chancen nicht, Bozo Krizanovic vergab sie sogar im Multipack. So dauerte es 37 Minuten, bis man den ersten gefährlichen Torschuss der Selzacher sah, die mit dem 0:0 zur Pause mehr als zufrieden sein konnten. Goalie Leuenberger hielt seine Farben weiterhin mit guten Paraden im Spiel, und mit der Zeit hatten sich die Mümliswiler die Zähne ausgebissen. Die Thaler wirkten zwar immer noch überlegen, wurden aber nur noch selten gefährlich. In der 89. Minute hatte Danilo Navone den Matchball für Selzach auf dem Fuss. Nach seinem starken Dribbling konnte aber Kevin Widmer den Schuss noch auf der Torlinie abwehren.

So ging es in die Verlängerung und das Bild blieb dasselbe: Mümliswil griff etwas zahm an und Selzach begnügte sich damit, in der Defensive nichts anbrennen zu lassen. Das wurde durch die – nach vielen Fouls längst überfällige – gelb-rote Karte gegen Oliver Niklaus noch extremer. Selzach wollte sich mit einem Mann weniger nur noch ins Penaltyschiessen retten. Mümliswils Matchball vergab in der 104. Minute David Müller, der im Nachschuss das leere Tor nicht traf.

Im Penaltyschiessen wurde dann Mümliswils Goalie Ivo Tetschmann zum Matchwinner, indem er zweimal grossartig abwehrte. «Wir haben mit etwas Glück das Penaltyschiessen erreicht und sind dann mit etwas Pech ausgeschieden», zog Selzachs Trainer Daniel Fasnacht Bilanz. Euphorisch dagegen Mümliswils Andy Schneeberger: «Wir haben uns in der Meisterschaft das Erreichen der Aufstiegsspiele zum Ziel gesetzt. Umso schöner ist es, auch noch im Cupfinal zu stehen.»

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