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Der FC Langenthal reitet zurzeit auf einer Erfolgswelle

Folgt nach dem 5:0 in der Cup-Qualifikation nun der nächste Streich? HPS

Folgt nach dem 5:0 in der Cup-Qualifikation nun der nächste Streich? HPS

Am Sonntag (14.30 Uhr) trifft der FC Langenthal zum Spitzenkampf auf Gränichen. Das Langenthaler Kader, das gemeinsam vom Sportchef Reto Andres und Neo-Trainer Roland Hasler zusammengestellt wurde, ist auf gutem Weg, aber noch lange nicht am Ziel

Das ist beeindruckend: 5:0 in der Meisterschaft gegen Ostermundigen am Samstag, 5:0 in der Cup-Qualifikation am Mittwoch gegen Dornach, ohne Niederlage souveräner Leader der Gruppe 3 der 2. Liga inter. Der FC Langenthal reitet derzeit auf einer unglaublichen Erfolgswelle und empfängt morgen (14.30 Uhr) Gränichen zum Spitzenkampf.

Überzeugend ist vor allem auch die Art und Weise, wie Langenthal seine Siege herausspielt. Gegen Dornach wurde ein halbes Dutzend Stammspieler geschont, aber auf dem Rasen bemerkte man deshalb keinen Unterschied. Mit raumgreifenden, direkt gespielten Pässen wurde die Defensive der Schwarzbuben Mal für Mal aus den Angeln gehoben. Das Schlussresultat hätte auch höher ausfallen können, denn der dreifache Torschütze Edward Abayateye verzeichnete noch einen Pfostenschuss und Henrique Bem verschoss sogar einen Penalty.

Kompaktes Defensivverhalten

In Sachen Ballfertigkeit war jeder Langenthaler seinem Gegenspieler deutlich überlegen. «Roland Hasler und ich haben das Kader gemeinsam zusammengestellt», will Sportchef Reto Andres das Lob mit dem neuen Trainer teilen. Abwehrchef Jan Hartmann und Leandro Melilla, die Hasler vom FC Solothurn mitgebracht hat, sind massgeblich am kompakten Defensivverhalten beteiligt. Grégory Gemperle und Volkan Karaboga schiessen Tore am Laufmeter, Routinier Edward Abayateye erlebt mit seinem 38 Jahren den dritten Frühling,und Neuzugang Henrique Cornelio Bem ist in dieser Liga in jeder Beziehung ein Ausnahmekönner.

Grosse Hoffnungen in Eigengewächse

«Wir setzen aber auch grosse Hoffnungen in unsere Eigengewächse», betont Andres, und zählt sie auf: Dominik Luder, Joël Schmitz, Andreas Hofer, Christain Mattli, David Lanz – keiner älter als 21 Jahre. Und wie gross ist der Anteil des neuen Trainers an der Erfolgssträhne? «Roland Hasler hat daran einen sehr grossen Anteil», ist Sportchef Reto Andres überzeugt. «Wir trainieren jetzt viermal pro Woche und er vertritt eine klare Philosophie, die nach jedem Spiel mittels Videoanalyse überprüft wird. Hasler pflegt einen direkten und ehrlichen Umgang mit den Spielern, was sehr gut ankommt.»

Noch lange nicht am Ziel

Nachdem Trainer Willy Neuenschwander am Ende der vergangenen Saison eigentlich das sportliche Ziel erreicht hatte, wurde der Aufstieg in die 1. Liga nur durch drei Forfait-Punkte verhindert, die Thalwil im letzten Moment geschenkt wurden. Im Sommer wurde das Saisonziel – «eine Mannschaft bilden, die mittelfristig den Aufstieg schaffen wird» –, noch vorsichtig formuliert. «Wir sind auf gutem Weg, aber noch lange nicht am Ziel», bleibt Sportchef Andres zurückhaltend. «Es ist klar, dass jetzt im Umfeld die Begehrlichkeiten gewachsen sind. Was wir sehen, ist eine schöne Momentaufnahme, die wir geniessen, aber die schweren Spiele kommen erst.»

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