Solothurner 2. Liga

Der FC Iliria spielt sich in die Favoritenrolle

Ilirias Neuzugang Fabrizio Laus (rechts) wird an der Strafraumgrenze von Klus/Balsthals Reto Uebelhart gebremst.

Ilirias Neuzugang Fabrizio Laus (rechts) wird an der Strafraumgrenze von Klus/Balsthals Reto Uebelhart gebremst.

Das Schlagerspiel der zweiten 2.-Liga-Runde vom Mittwochabend endet mit einem 4:0-Sieg für den FC Iliria gegen den FC Klus/Balsthal.

In der Mittwochsrunde trafen mit dem FC Iliria Solothurn und dem FC Klus/Balsthal zwei Mannschaften aufeinander, die ihr Startspiel in der Solothurner 2. Liga am Sonntag gewinnen konnten. Der FC Iliria hatte sich zum Auftakt auswärts beim FC Lommiswil mit 2:1 durchgesetzt. Der FC Klus/Balsthal bezwang zu Hause den FC Mümliswil im Derby dank eines Hattricks von Denis Kostadinovic.

Entsprechend gab es gestern Abend auf dem Mittleren Brühl in Solothurn vor dem Anpfiff nur glückliche Gesichter. «Es läuft super, so darf es weitergehen», meinte etwa Luigi «Gino» Furcillo, der Präsident des FC Klus/Balsthal. Und die Spielfreude war auch auf dem Rasen beidseits zu erkennen.

Nach einer guten halben Stunde war Bann gebrochen

Der FC Klus/Balsthal machte mit viel Laufbereitschaft den ballführenden «Adlern» das Leben schwer, konnte aber eine gewisse Überlegenheit des favorisierten Gegners nicht verhindern. Der FC Iliria brachte in den Zweikämpfen viel Druck hinter den Ball und gewann so die entscheidenden Duelle und spielte auch etwas öfter direkt als die Gäste, was Tempo in die Aktionen des FC Iliria brachte.

Nach einer knappen Viertelstunde Spielzeit verlor Klus/Balsthals Aussenläufer Roger Achermann etwas ungeschickt an der eigenen Strafraumgrenze den Ball, doch Mattia Sasso konnte nichts aus dem Geschenk machen. Auf der anderen Seite tauchte Risto Petrovic einmal gefährlich vor dem Kasten von Iliria-Torhüter Nicola Trittibach auf, doch auch er traf nicht. In der 31. Minute war es dann so weit: Ilirias steter Druck führte zum verdienten 1:0, das der omnipräsente Mattia Sasso erzielte.

Gleich nach der Pause versuchte der FC Klus/Balsthal, auf den Ausgleich zu drücken und kam mit Denis Kostadinovic zur ersten Chance nach dem Seitenwechsel. Diesmal sollte dem gross gewachsenen Angreifer der Thaler allerdings kein Treffer gelingen. Und dann fiel in der 51. Minute auf der Gegenseite die Vorentscheidung, als Semsi Kamer Kara, Ilirias Neuzugang vom Drittligisten FC Zuchwil, von einem katastrophalen Fehlpass in der Thaler Hintermannschaft profitierte und das 2:0 erzielte.

Mattia Sasso zeichnete sich als Doppeltorschütze aus

Die Gäste gaben trotzdem nicht auf. Nach einer Stunde wurde ein Freistos von rechts auf den «Leuchtturm» Kostadinovic gezirkelt, doch Goalie Nicola Trittibach kratzte den Kopfball von Klus/Balsthals Nummer 19 aus dem Lattenkreuz. Kurz darauf stoppte Gäste-Verteidiger Remil Eminovic den Ball mit der Hand vor dem eigenen Strafraum und weil er der letzte Mann war, sah er von Schiedsrichter Markus von Känel dafür direkt die rote Karte.

Und es kam noch schlimmer für die Gäste. Sasso setzte auf den von FCKB-Torhüter Zoran Andric abgewehrten Freistoss nach und schob zum 3:0 für die Platzherren ein. Damit war das Schlagerspiel der zweiten Runde endgültig entschieden und das 4:0, ein durch Oliver Andrijasevic verwandelter Penalty, war noch die Zugabe. Für die Nummer 27 war es das zweite Tor im zweiten Saisonspiel, nachdem er gegen Lommiswil in der 88. Minute für den späten Vollerfolg für den FC Iliria gesorgt hatte.

Trotz der schliesslich deutlichen 0:4-Niederlage zeigte sich Klus/Balsthals Präsident Luigi Furcillo weiterhin in guter Laune. «Die Leistung meiner Mannschaft war gut, aber gegen einen so starken Gegner wie den FC Iliria hat es diesmal halt leider nicht gereicht.» Vilson Dedaj, der Trainer der Solothurner Adler, hatte nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel nur ein Detail zu kritisieren: «Ich habe fünf Mal gewechselt, damit sich alle Spieler für einen Platz in der Startelf aufdrängen können. Doch in der Schlussphase der Partie fehlte mir bei meiner Mannschaft etwas der Wille, die volle Leistung abzurufen.»

Härkingen ebenfalls mit dem zweiten Streich

Nebst dem FC Iliria steht nach dem zweiten Spieltag noch ein weiteres Team mit dem Punktemaximum da: Der FC Härkingen, der sich gestern zu Hause gegen den FC Mümliswil mit 1:0 durchsetzte. Ihren ersten Dreier sicherten sich der FC Lommiswil – 3:1 gegen Subingen – und der FC Oensingen, welcher beim FC Biberist zu einem 4:2-Auswärtssieg kam. Die beiden Partien Fulenbach gegen Olten sowie Wangen bei Olten gegen Bellach endeten jeweils mit einem 2:2-Unentschieden.

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