2. Liga

Der FC Iliria liegt klar vorne, ab Platz fünf beginnt das grosse Gerangel

Wangen bei Olten und Subingen schenken sich am fünften Spieltag nichts (1:1).

Wangen bei Olten und Subingen schenken sich am fünften Spieltag nichts (1:1).

Halbzeit in der Solothurner 2. Liga: Nebst Leader Iliria gehen nur Bellach, Mümliswil und Lommiswil unbesorgt in die Winterpause. Das Überraschungsteam der Vorrunde heisst Mümliswil, die Enttäuschung der ersten Saisonhälfte ist der SC Fulenbach.

Der FC Iliria überwintert in der Solothurner 2. Liga wie schon im Vorjahr auf dem Spitzenplatz. Der Meister von 2016 gab in der Vorrunde, die wegen des freiwilligen Rückzugs des FC Dulliken nur zehn Spiele beinhaltete, nur gegen den FC Subingen und den FC Biberist Punkte ab. Die restlichen acht Spiele gewannen die Stadt-Solothurner.

Die beste Offensive, mit Abstand am wenigsten Gegentreffer erhalten, auswärts jedes Spiel gewonnen und Angreifer Samoell Prenaj, der die 2.-Liga-Topskorerliste mit elf Toren anführt – der FC Iliria ist schlicht das Mass der Dinge. 

Der FC Iliria überwintert erneut auf dem Thron der 2. Liga.

Der FC Iliria überwintert erneut auf dem Thron der 2. Liga.

Dass der erste Verfolger des FC Iliria Bellach heisst, ist ebenfalls keine Überraschung. Der Cupsieger der Jahre 2017 und 2018, verpatzte zwar den Start, 2:4-Niederlage in Wangen, gewann dann aber sieben der folgenden neun Spiele.

Kevin Marthaler war in der Vorrunde fünfmal erfolgreich für den FC Bellach.

Kevin Marthaler war in der Vorrunde fünfmal erfolgreich für den FC Bellach.

Das Team der Vorrunde ist der FC Mümliswil als Tabellenvierter. Nach der Startniederlage in Lommiswil feierten die Guldentaler in den folgenden neun Partien sieben Siege; die zwei Niederlagen resultierten gegen das Spitzenduo FC Iliria (0:4) und FC Bellach (0:3).

In den vergangenen Jahren war der FC Mümliswil dafür bekannt, jeweils erst in der Rückrunde aufzudrehen. Jetzt ist das Team von Trainer Remo Bürgi bereits nach der Vorrunde auf Kurs, die beste Saison der jüngeren Klubgeschichte, Platz vier aus der vorletzten Spielzeit, zu toppen.

Das Überraschungsteam der Vorrunde heisst FC Mümliswil.

Das Überraschungsteam der Vorrunde heisst FC Mümliswil.

Ebenfalls überraschend weit vorne in der Tabelle anzutreffen ist der FC Lommiswil auf dem vierten Platz. Ein unangenehmer, weil gut sortierter Gegner, ist von der Konkurrenz oft zu vernehmen. Nach einem fünften und einem siebten Schlussrang 2018 und 2019 geht es für Lommiswil in der dritten Saison nach dem Aufstieg unter dem neuen Trainer Patrick Schwaller wieder nach vorne.

Lommiswils Dominique Sutter im Zweikampf mit Klus/Balsthal-Captain Borislav Jankovic.

Lommiswils Dominique Sutter im Zweikampf mit Klus/Balsthal-Captain Borislav Jankovic.

Der Flop der Vorrunde heisst SC Fulenbach; der einzige Klub ohne Sieg – dafür mit sechs Unentschieden. Der Generationenwechsel gestaltet sich schwierig, und die Abgänge des letztjährigen Zweitliga-Torschützenkönigs Dzenis Poljak und des langjährigen Abwehrchefs Kevin Lenz gingen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei.

Dass es nach Jahren auf dem Podest eine schwierige Saison wird, war klar. Aber mit dem letzten Platz, den FC Dulliken ausgenommen, war nicht zu rechnen. Dass sich der Rückstand auf die rettenden Tabellenplätze in Grenzen hält, ist zur Halbzeit das einzige Positive für die Fulenbacher.

Die Fulenbacher waren in den letzten Jahren immer in der Top 3 der 2. Liga. Jetzt liegen sie auf einem Abstiegsplatz.

Die Fulenbacher waren in den letzten Jahren immer in der Top 3 der 2. Liga. Jetzt liegen sie auf einem Abstiegsplatz.

Zu den Enttäuschungen der Vorrunde zählt auch der FC Biberist, eigentlich ein Kandidat für die Top-3-Plätze. Dank des Schlussspurts mit drei Siegen in Serie und mit 13 erzielten Toren führt der Meister von 2017 immerhin die zweite Tabellenhälfte an. Nach sechs Spielen hatte der FC Biberist nur zwei Punkte auf dem Konto und ein miserables Torverhältnis von 4:17. 

Der FC Biberist musste anfangs ganz schön unten durch.

Der FC Biberist musste anfangs ganz schön unten durch.

Wangen bei Olten hatte nach dem Abstieg aus der 2. Liga inter einen grossen Aderlass zu beklagen. Der neue Trainer Bozo Predojevic setzte sein Vertrauen in eine sehr junge Mannschaft. Dies klappte lange Zeit recht gut mit dem Ertrag von neun Punkten aus sechs Spielen.

Doch aus den letzten vier Partien schaute für die Wangner nichts Zählbares mehr heraus und sie rutschten in der Tabelle auf den neunten Platz zurück. Unrühmlich ist zudem die stattliche Anzahl an Strafpunkten, nur der FC Klus/Balsthal schneidet in der Fairplay-Wertung schlechter ab.

Trainer Bozo Predojevic liegt mit dem 2.-Liga-inter-Absteiger FC Wangen bei Olten zur Halbzeit auf Platz neun.

Trainer Bozo Predojevic liegt mit dem 2.-Liga-inter-Absteiger FC Wangen bei Olten zur Halbzeit auf Platz neun.

Viel Spott musste der zweite Absteiger, der FC Subingen, ertragen. Der Verjüngungsprozess sei zu spät eingeleitet worden, so der Vorwurf. Tatsächlich kam Subingen trotz des ordentlichen Starts mit einem Sieg und zwei Unentschieden nicht in Fahrt.

Vor allem die Heimniederlagen gegen Härkingen und Lommiswil überraschten. Trotz aller Kritik beendet Subingen die Vorrunde immerhin auf Platz fünf. Lobenswert sind die Strafpunkte. Dominik Ellenbergers Team sammelte in zehn Spielen nur acht Verwarnungen. Die zweitfairste Equipe stellt der FC Härkingen, der im Verlauf der Vorrunde mit zwei Siegen und zwei Unentschieden eine gute Phase hatte, wegen zuletzt drei Pleiten aber nur als Achter überwintert.

Der FC Subingen beendete die Vorrunde mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Klus/Balsthal.

Der FC Subingen beendete die Vorrunde mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Klus/Balsthal.

Die beiden Aufsteiger besetzen die Plätze sechs und zehn. Der FC Oensingen drehte nach schwachem Start mit nur einem Punkt aus fünf Spielen und einem Trainerwechsel auf. Zwei Siege und drei Unentschieden resultierten unter Frei-Nachfolger Slobodan Banjalic aus den abschliessenden fünf Partien. Klus/Balsthal dagegen fiel nach einem guten Start zurück, holte nur noch einen Punkt aus den letzten sechs Spielen und geht auf dem Platz direkt über dem Strich in die Pause.

Das Direktduell der beiden Aufsteiger endete mit einem 3:2-Heimsieg für den FC Oensingen.

Das Direktduell der beiden Aufsteiger endete mit einem 3:2-Heimsieg für den FC Oensingen.

Oensingens Xhevahir Rrahmani (links) im Laufduell mit Denis Kostadinovic vom FC Klus/Balsthal.

Oensingens Xhevahir Rrahmani (links) im Laufduell mit Denis Kostadinovic vom FC Klus/Balsthal.

Elf Tore in neun Spielen

2018/19 hiess der Torschützenkönig der 2. Liga Dzenis Poljak (20 Tore), der den SC Fulenbach und die 2. Liga in Richtung Grenchen verlassen hat. 2018 ging diese Auszeichnung an Simon Affentranger (SC Fulenbach, 25 Tore) und 2017 an Yanick Oumaray (FC Härkingen 22 Tore).

In dieser Vorrunde war Samoell Prenaj der treffsicherste Spieler der höchsten Regionalliga. Ein Spiel verpasste der Angreifer des Spitzenreiters FC Iliria, in neun Einsätzen traf er elfmal. Denis Kostadinovic vom Aufsteiger FC Klus/Balsthal liegt mit acht Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste.

Elf Volltreffer bedeuten die Führung in der Torschützenliste für Samoell Prenaj.

Elf Volltreffer bedeuten die Führung in der Torschützenliste für Samoell Prenaj.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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