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Der FC Grenchen will Favorit Le Mont aus der Reserve locken

Auf die Grenchner (Sacha Stauffer, vorne) wartet gegen Le Mont der Saisonhöhepunkt.

Auf die Grenchner (Sacha Stauffer, vorne) wartet gegen Le Mont der Saisonhöhepunkt.

Grenchen startet am Mittwoch (Stadion Brühl, 20 Uhr) gegen Le Mont als Aussenseiter in die Aufstiegspiele zur 1.-Liga-Promotion. Kampflos soll das Feld den Lausannern aber nicht überlassen werden, im Gegenteil.

Nimmt man die Statistik zur Hand, dann gäbe es über den Ausgang des Duells keine Diskussionen. Le Mont beendete die Gruppe 1 mit 63 Zählern und einem Torverhältnis von plus 42. Damit war das Team von Trainer Claude Gross die punktestärkste Equipe aller Classic-Mannschaften in dieser Spielzeit. Der ambitionierte Verein aus dem Lausanner Vorort pendelt seit Jahren zwischen Challenge League, 1. Liga und Amateurliga. Präsident ist Serge Duperret. Der Unternehmer holt immer wieder klangvolle Namen zum Klub aus der Agglomerations-Gemeinde. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die für Le Mont im Einsatz standen, gehörten unter anderem Trainer Gabet Chapuisat und YB-Legende Thomas Häberli. Im aktuellen Team figurieren mit N’Diassé N’Diaye (Ex-Servette) oder Michele Morganella (Ex-Kriens) Challenge League erprobte Akteure.

Zwischen Pflicht und Kür

Auf den FC Grenchen wartet ein Gegner, der von seinen finanziellen Möglichkeiten ganz andere Voraussetzungen mitbringt. Für Le Mont ist die Rückkehr in die 1.-Liga-Promotion Pflicht, entsprechend hoch sind die Erwartungen. Claude Gross konnte es sich in den letzten Spielen leisten, einige Stammspieler zu schonen.

Wie rasch das Pendel indes auf die andere Seite schlagen kann, haben die Grenchner am Samstag im letzten Spiel gegen die Grasshoppers erfahren müssen, als sie das angestrebte Unentschieden verpassten und am Ende auf die Hilfe von Cham angewiesen waren. Auch Max Rüetschli hat aus der missglückten Hauptprobe die Lehren gezogen. Der Trainer hält aber fest, dass nicht alles schlecht gewesen sei, wie es teilweise dargestellt wurde. «Wir sind in unseren Möglichkeiten begrenzt und uns steht nicht das gleiche Spielermaterial zur Verfügung wie Le Mont.»

Heimstärke und Teambildung

Wie kompetitiv seine Mannschaft sein wird, kann Rüetschli schwer abschätzen. «Wenn wir aber aufsässig agieren, können wir Le Mont das Leben schwer machen.» Vor allem hofft er, dass sich Frimpong und Co. mit der nötigen Lockerheit präsentieren. «Wir werden heute eine Mannschaft sehen, die frech, mit Herz und Leidenschaft ans Werk gehen wird», verspricht Rüetschli.

Davon ist auch Sacha Stauffer überzeugt. Der Abwehrchef spielt die siebte Saison beim FC Grenchen und war bislang die Zuverlässigkeit in Person. «Wir haben von unseren 13 Heimspielen nur zwei verloren. Das unterstreicht, dass wir vor allem zu Hause nur schwer zu schlagen sind», so der 27-Jährige.

Um die Stimmung hochzuhalten, lässt Max Rüetschli nichts unversucht. Er ist mit Komiker René Rindlisbacher befreundet. Das Duo Edelmais gastiert am Freitag im Parktheater. Die Mannschaft wird sich das Programm «Gymi 5 – Klassezämekunft» anschauen, zur Ablenkung und als teambildende Massnahme.

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