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Der FC Grenchen verliert das erste Aufstiegsspiel – aber es gibt Hoffnung

Das übermächtig scheinende Le Mont war im Hinspiel der ersten Aufstiegsrunde nicht besser als Gastgeber Grenchen. Trotzdem verloren die Platzherren mit 0:2. Die Routine und die Kaltblütigkeit des Gegners machten den Unterschied.

Mike Brotschi
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Grenchnen Samuel Zayas im Kampf um den Ball.
Grenchnen Sascha Stauffer (links) mit einem Unentschieden im Kopfballduell mit einem Lausanner.
Grenchnen Adrien Rawyler gewinnt das Kopfballduell gegen Gilberto Reis Rocha.

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Marcel Bieri

Im ersten Aufstiegsspiel traf gestern Abend das letztqualifizierte Grenchen auf Le Mont Lausanne. Die Waadtländer waren in dieser Saison die Überflieger der 1. Liga Classic (20 Siege und nur drei Niederlagen). Mit einem bedeutend älteren und dadurch auch routinierteren Kader erreichten die Westschweizer unter Trainer Claude Gross stolze 63 Punkte. «Für uns ist das die Belohnung einer gelungenen Saison. Trotzdem werden wir diese Aufgabe mit dem nötigen Ehrgeiz angehen», meinte FCG-Trainer Max Rüetschli Minuten vor dem Anpfiff.

Die ersten Spielminuten gehörten denn auch klar den Platzherren. Sie setzten das favorisierte Le Mont mit einem überraschenden Forechecking unter Druck. In der ersten Viertelstunde kamen die Grenchner bereits zu klaren Chancen. Zweimal Leandro, einmal Nascimento und dann auch noch Stauffer vergaben in aussichtsreicher Position. Die Gäste kamen in der 18. Minute zum ersten Abschluss, welchen Mobulu über das von Rückkehrer Grosjean gehütete Tor zirkelte. Glück dann für die Einheimischen, dass Le-Mont-Topskorer Bouziane von einem Blackout Rawylers zu sehr überrascht war und dessen Vorlage über das Tor knallte.

Le Mont ging in der 29. Minute durch einen unhaltbaren Freistoss von Bouziane entgegen dem Spielverlauf mit 1:0 in Front. Die besten Grenchner Chancen der ersten Halbzeit hatte kurz vor der Pause zweimal der emsige Leandro. Zuerst zischte sein Abschluss am entfernten Pfosten vorbei. Danach sah er seinen Schlenzer aus 16 Metern vom hervorragenden Gästekeeper mit den Fingerspitzen über die Latte gelenkt.

Nach der Pause das gleiche Bild. Grenchen dominierte das Spiel, gab keinen Ball verloren und kam zu weiteren aufgelegten Chancen. Ein Tor brachten die Solothurner aber nicht zustande. Vor dem Tor fehlte einfach die nötige Qualität. Rüetschli versuchte zu reagieren und brachte für die verbleibenden 25 Minuten mit Frimpong einen routinierten Stürmer. In der 83. Minute schien dann der Ausgleich Tatsache zu werden. Leandro entwischte der Gästeabwehr und kam aus 14 Metern zum Abschluss. Gentile reagierte aber reflexartig und verhinderte damit den verdienten Ausgleich.

Es kam, wie es kommen musste. Die Waadtländer nutzten ihre einzige Chance der zweiten Hälfte und erhöhten durch Bouziane auf das Schlussresultat von 2:0. «Wenn wir am Sonntag nochmals eine so gute Leistung zeigen, so ist noch immer alles möglich», resümierte FCG-Coach Rüetschli, «mir tut das Team fast ein bisschen leid. Es hat ein tolles Spiel gezeigt und steht jetzt mit leeren Händen da». Etwas enttäuscht zeigte sich Präsident Rolf Bieri über den geringen Zuschaueraufmarsch. Aber auch er war mit der Mannschaft zufrieden: «Jeder hat gekämpft und sein Bestes gegeben. Wir hätten eigentlich nach 20 Minuten bereits 2:0 führen sollen».

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