Fussball
Der FC Grenchen siegt im Spitzenkampf gegen die Stars aus Köniz

Da konnten auch die ehemaligen Super-League-Stars Tchouga und Varela nichts ausrichten: Mit einer reifen und kompakten Mannschaftsleistung besiegte der FC Grenchen Spitzenreiter Köniz auswärts vor 440 Zuschauern mit 2:1.

Mike Brotschi
Drucken
Teilen
Grenchens Torschütze Dedaj (rechts) im Zweikampf mit dem Könizer Madry

Grenchens Torschütze Dedaj (rechts) im Zweikampf mit dem Könizer Madry

Mike Brotschi

FCG-Sportchef Peter Baumann bezeichnete das Spitzenspiel vor Wochenfrist als Dessert für eine perfekt verlaufene Saison. Und so kam es denn auch. Die Uhrenstädter genossen die Nachspeise sichtlich, indem sie gegen die Starelf der diesjährigen Meisterschaft selbstbewusst auftraten.

Von Beginn weg wurde auf beiden Seiten mit harten Bandagen gekämpft. Die Abwehrreihen überzeugten hüben wie drüben durch gutes Stellungsspiel. Vor allem die Grenchner Innenverteidigung um Captain Stauffer, ging gegen die gefährlichen Berner Offensivspieler Tchouga, Franjic und Varela hochkonzentriert ans Werk. „Nachdem wir heuer gegen Köniz zweimal unverdient verloren hatten, wollten wir unbedingt gewinnen" verriet FCG-Trainer Rüetschli.

Ein Freistoss und ein Penalty

In der Tat spielte Köniz im Mittelfeld sehr aggressiv. So kamen die Gäste zu einigen Freistossmöglichkeiten. Ohne, dass sich eine Führung abgezeichnet hätte, ging die Rüetschli-Elf in der 34. Minute bei einem solchen Freistoss durch Innenverteidiger Dedaj in Führung. Er verwertete die Hereingabe mit einem gezielten Kopfball in die rechte obere Ecke zum 0:1.

Kurz darauf foulte Madry den Grenchner Stürmer Bayazi. Zum Entsetzen der Gastgeber zeigte der Unparteiische sofort auf den Elfmeterpunkt. Miani nahm das Geschenk dankend an und verwertete den Penalty sicher. Damit erhöhte der Rookie sein Skore auf 20 Saisontore.

Dieng, der Penalty-Held

Obwohl Köniz die zweite Niederlage in Serie drohte, waren es die Grenchner, welche auch zu Beginn der zweiten Hälfte das Spieldiktat übernahmen. Bei den Bernern war keine Reaktion auf den Zweitore-Rückstand auszumachen. Binaku versuchte es mit einem Distanzschuss und Ndo'Ze sah seinen Gewaltshammer vom Könizer Goalie mit den Fäusten abgewehrt. Auf der Gegenseite holte Dedaj Tchouga von den Beinen. Wieder zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Wie bereits gegen GC U-21 wehrte Dieng den von Franjic geschossenen Penalty ab (60.).

Köniz biss sich in der letzten Viertelstunde in der Grenchner Platzhälfte fest. Trotz kollektiver Gegenwehr gelang ihnen durch Franjic fünf Minuten vor Schluss das 1:2. Frenetisch unterstützt von den vielen mitgereisten Fans überstand Grenchen die kritische Phase bis zum erlösenden Schlusspfiff in der 94. Minute. Für diese Leistung erntete der FCG selbst von den eingefleischten Bernern grosses Lob. Das Team hat sich unter Trainer Rüetschli in der laufenden Saison konstant steigern können und gehört nun in dieser Verfassung zu den heissesten Favoriten für die Aufstiegsspiele.

Aktuelle Nachrichten