Vincenzo Salerno (FC Biberist), Martin Hert (SC Fulenbach), Perparim Redzepi (FC Grenchen 15), Sandro De Cubellis (FC Bellach), Kabil Gürkan (FC Trimbach), Xhevxhet Dullaj (FC Iliria) und Esat Brahimi (FC Olten II) wurden ersetzt. Somit tummeln sich heuer etliche neue Gesichter an den Seitenlinien der höchsten Regionalliga des Kantons. Zwei treffen am ersten Spieltag gleich im Schlagerspiel aufeinander: Mit Alain Roussels Fulenbach und Mirko Recchiutis FC Grenchen treffen der Zweite und der Dritte der Vorsaison aufeinander.

Auf dem Papier ist Grenchen wiederum der Spitzenkandidat auf den Titel. Was noch nichts heisst, die Grenchner waren schliesslich schon in der letzten Saison Favorit, wurden aber Dritter. Auch diese Saison gilt: Geht es gegen den Traditionsklub, sind die Konkurrenten besonders motiviert. Die Dorfvereine wollen dem FCG nur zu gerne ein Bein stellen. Mit Biberist, Mümliswil, Fulenbach oder auch Iliria wollen einig Kandidaten den Grenchnern den Platz an der Sonne streitig machen.

Im Abstiegskampf muss man erneut auf alles vorbereitet sein. Die involvierten Klubs müssen stets auch die 2. Liga inter im Blick haben. Denn von den Leistungen des FC Wangen bei Olten, FC Dulliken, FC Olten und FC Subingen hängt es ab, ob es in der 2. Liga wie gewohnt zwei Relegationsplätze gibt oder deren drei oder sogar vier.

1. Rang: FC Grenchen 15

Nach anderthalb Saisons musste Perparim Redzepi beim FCG gehen. Mirko Recchiuti ist der neue Mann an der Seitenlinie des Traditionsklubs. Für diesen sind ein 4. und ein 3. Platz in den zwei Saisons nach dem Fall aus der 2. Liga inter zu wenig. Mit Recchiuti wird der FC Grenchen angreifen. Von seinem letzten Arbeitsort, dem Solothurn-Nachwuchs, nahm er eine Handvoll Talente mit. Mit FCG-Junioren wurde der Kader weiter verbreitert. Dazu kam Cesar Ledesma vom FC Köniz. Mit diesem Team ist der FC Grenchen der Kronfavorit.

Mirko Recchiuti ist der neue Mann an der Seitenlinie des Traditionsklubs.

Mirko Recchiuti ist der neue Mann an der Seitenlinie des Traditionsklubs.

2. Rang: FC Biberist

Der Solothurner Meister der vorletzten Saison kehrt aus der 2. Liga inter zurück. Mit den Transfers von Ferhat Capan und Boris Flury konnten sich die Wasserämter verstärken. Nach den vier Jubeljahren unter Vincenzo Salerno ist jetzt Thomas Reinhart der Übungsleiter auf dem Giriz. Er wird die eingespielte Mannschaft auf einen Spitzenplatz führen, aber nicht auf den ersten.

3. Rang: FC Mümliswil

In fünf Spielzeiten seit dem Wiederaufstieg in die 2. Liga steigerte sich der FC Mümliswil stetig: 10., 9., 8., 7. und in der Vorsaison der Sprung auf Platz vier. Erstmals erzielten die Guldentaler mehr als 30 Punkte. Dies werden sie erneut schaffen. Die Luft nach oben wird aber immer dünner, der 4. Platz war schon ein Ausrufezeichen. Doch der FCM wird sich in der zweiten Saison unter Trainer Remo Bürgi noch einmal verbessern.

4. Rang: SC Fulenbach

Unter Martin Hert erreichte der SC Fulenbach viermal hintereinander den 2. Platz. Jetzt ist Alain Roussel der Chef auf dem Sportplatz Bad. Sein Problem: Simon Affentranger und Fabian Wyss, die Torgaranten der vergangenen Jahre, hörten auf. Dieser Verlust ist eigentlich nicht zu kompensieren. Der SCF verfügt aber über eine seit Jahren zusammengewachsene Mannschaft mit viel Talent. Fulenbach wird heuer wieder vorne mitmischen, aber zwei Ränge einbüssen.

Liga-Topskorer Simon Affentranger wird dem SC Fulenbach in der neuen Saison fehlen. Affentranger hat aufgehört.

Liga-Topskorer Simon Affentranger wird dem SC Fulenbach in der neuen Saison fehlen. Affentranger hat aufgehört.

5. Rang: FC Iliria

Nur der 8. Platz für den Solothurner Meister von 2016 nach dem Abstieg aus der 2. Liga inter. Der FC Iliria blieb in der abgelaufenen Saison deutlich unter seinen Erwartungen. Trainer Xhevxhet Dullaj übergab das Zepter in der Pause an den langjährigen Erstliga-Torhüter Vilson Dedaj, für den eine Steigerung des letztjährigen Abschneidens Pflicht ist. Diese wird gelingen, denn der Kader ist besser als 2017/18.

6. Rang: FC Lommiswil

Als Fünfter war der Aufsteiger das Überraschungsteam der vergangenen Saison. Auf Anhieb erzielte das Team von Trainer Fabian Käch 35 Punkte in der höchsten Regionalliga. Mit Dominique Sutter (vom FC Grenchen) wurde das Team verstärkt, zwei Spieler verliessen das FCL-Fanionteam altersbedingt. Den 5. Platz würde Käch sicher wieder unterschreiben. Dies wäre aber erneut eine Überraschung. Es reicht nicht ganz, aber immerhin für die erste Tabellenhälfte.

7. Rang: FC Bellach

Die Leberberger verschenkten ihre beste Klassierung (5.) seit dem Wiederaufstieg 2010. Nach dem zweiten Cupsieg in Folge war die Spannung weg, der FC Bellach fiel auf den 7. Platz zurück. Jetzt kams zum Trainerwechsel. Fabian Kammer übernimmt das Kommando. In Sachen Kader schmerzt der Abgang von David Steiner am meisten. Fünf Neue sind gekommen. Die Frage ist, wann hat das Team seinen Zenit überschritten? Der erste Teil des Umbruchs gelingt so halbwegs, Bellach wird wieder Siebter.

Der FC Bellach muss den Abgang von David Steiner verkraften. Dafür sind fünf Neue mit dabei.

  

8. Rang: FC Trimbach

Die Leinfeld-Elf kehrte 2011 in die 2. Liga zurück. Seither hatte der FCT ein Dauerabo auf die Plätze sechs bis acht gebucht. Einzig in der Saison 2013/14 gelang mit dem 2. Platz ein Exploit. In der Vorsaison war Trimbach der beste Klub in der Rückrunde. Diese Leistung zu bestätigen, wird aufgrund der Abgänge aber kaum möglich sein für die Equipe von Kabil Gürkan, dem jüngsten Trainer in der 2. Liga. Der 30-Jährige war letzte Saison noch Assistent von Cafer Suna und ist zum Cheftrainer aufgestiegen.

9. Rang: SC Blustavia

Auf die Rückkehr ins Oberhaus am Ende der Saison 2013/14 folgten zwei 6. Plätze. Seither weist der SC Blustavia eine Abwärtstendenz auf: 8. Schlussrang 2017 und letzte Saison dann der 9. Platz mit jeweils 26 Punkten aus 22 Spielen. Für Trainer Arben Gjidoda wird es die zweite Saison an der Seitenlinie der Stadt-Solothurner sein. Das Team ist in der Sommerpause mehr oder weniger gleich geblieben. Zwei Abgänge, zwei Zuzüge, dies die Bilanz. Deshalb wird es wieder für den 9. Platz reichen.

10. Rang: FC Härkingen

Eigentlich wäre diese Saison wieder eine Klassierung in der vorderen Tabellenhälfte an der Reihe. 4., 7., 4. 10., 3. 10. – so schnitten die Härkinger seit dem Aufstieg 2012 ab. Immer unter dem gleichen Trainer. Bruno Büttiker nimmt seine achte Saison beim Härkinger Fanionteam in Angriff. Dieses verlor in der Sommerpause fünf mehrheitlich erfahrene Spieler Richtung Senioren, die Lücken wurden mit Spielern aus dem «Zwöi» und eigenen Junioren gefüllt. Der Turnus wird durchbrochen, Härkingen muss sich wieder nach hinten orientieren.

Härkingen-Trainer Bruno Büttiker muss sich in dieser Saison wieder nach hinten orientieren.

  

11. Rang: HNK Croatia

Trainer Mihael Petrovics Team nimmt den zweiten Anlauf im Oberhaus innert dreier Jahre; der erste scheiterte kläglich. Die Vorzeichen stehen auch dieses Jahr schlecht. Von der Breite des Kaders und auch vom Niveau her sei die Equipe noch nicht bereit für die 2. Liga, hatte Assistent Ivo Andrijasevic vor den Aufstiegsspielen gesagt. Das glauben wir auch und gehen davon aus, dass HNK Croatia in der Vorrunde unten durch muss. Der Ligaerhalt liegt nicht drin.

12. Rang: FC Olten II

Eigentlich eine billige Prognose, beide Aufsteiger unter den Strich zu setzen. Aber auch der FC Olten II wird es schwer haben in der 2. Liga. Insbesondere weil im Moment offenbar die erste Mannschaft Unterstützung braucht in der 2. Liga inter. Den Dreitannenstädtern scheint das nötige Spielermaterial für eine 2.-Liga-inter- und eine 2.-Liga-Mannschaft (noch) zu fehlen. Keine einfache Aufgabe wartet also auf den neuen Übungsleiter Mirko Pavlicevic. Der Ligaerhalt liegt wohl nur mit Doppeleinsätzen etlicher Spieler drin.