Schweizer Cup
Der FC Grenchen hat die Reifeprüfung sicher bestanden

In einem intensiven Cupfight behielt der FCG trotz vieler unsportlicher Provokationen die Nerven. Vor 580 Zuschauern bezwang die Rüetschli-Elf Moutier sicher mit 4:0.

Mike Brotschi
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CG-Topskorer Miani enteilt Moutiers Abwehrchef Kebe

CG-Topskorer Miani enteilt Moutiers Abwehrchef Kebe

Mike Brotschi

"Mein Team hat genau das gemacht, was es tun musste. Die Spieler liessen den Ball laufen, kombinierten gut und liessen sich nicht von der Hektik anstecken. Ich bin froh, dass wir keine Verletzten zu beklagen haben", freute sich FCG-Präsident Rolf Bieri.

Miani tauchte schon früh vor dem Tor auf, brachte den Ball aber nicht am gut reagierenden Benito vorbei. Nur drei Minuten später unterlief Abwehrchef Kebe ein grober Fehler, welchen Benito mit dem gehaltenen Distanzschuss von Zayas wieder ausputzen konnte. Die Grenchner Führung liess nicht länger auf sich warten. Binaku lancierte Miani, welcher von der rechten Seite in den Strafraum eindrang.

Der Grenchner Topskorer erwischte den Keeper mit einem satten Schuss in die entfernte Ecke (19.). Zehn Minuten später dribbelte sich Zayas vor das Tor und spielte den Pass zum besser postierten Miani. Dieser wurde von Stadelmann regelwidrig vom Ball getrennt und es gab Elfmeter. Binaku setzte den Penalty aber an den rechten Pfosten. Die Partie blieb weiterhin spannend und wurde nach einem rüden Foul von Kebe an Miani auch noch brutal. Der Abwehrchef beschwerte sich beim Schiedsrichter so lautstark, dass er ihn gleich noch unter die Dusche schickte. In der Folge ereigneten sich auf dem Spielfeld tumultartige Szenen.

"Der Match hätte eigentlich abgebrochen werden sollen, weil Saidou Kebe den Schiedsrichter mit einer Art Kopfstoss tätlich angegriffen hatte. Danach flogen Flaschen auf das Spielfeld. Für mich unverständlich, weil Moutier das Ganze hektisch machte und nun mit Konsequenzen rechnen muss. Meinen Spielern mache ich ein Riesenkompliment, dass sie ruhig geblieben sind. Man sieht die Spuren bei Miani, welcher eine Prellung am Oberkörper erlitt, deutlich", begründete der Trainer dessen Auswechslung.

In der Nachspielzeit bediente Stauffer Dedaj, welcher nur noch zum 0:2 einschieben konnte. Damit machte er sich sein schönstes Geburtstagsgeschenk. Die beste Chance der Gastgeber hatte der Ex-Grenchner Crnogorac. In der 57. Minute sah er seinen gut platzierten Kopfball von Dedaj mittels Fallrückzieher vor der Linie wegspediert. Quasi im Gegenzug zirkelte der eingewechselte Rawyler den Ball aus über 30 Metern ins rechte obere Eck.

Die Gegenwehr war gebrochen, denn in Unterzahl vermochte Moutier nicht mehr zu reagieren. Das 0:4 durch Ndo'Ze fiel nach einem schnellen Vorstoss von Zayas. "Jetzt können wir uns am Montag auf die Auslosung und dann am Mittwoch auf das Derby gegen Solothurn freuen", schloss der sorgenfreie FCG-Trainer Rüetschli.

Moutier - Grenchen 0:4 (0:2)

Stadion: 580 Zuschauer - SR: Schmid.

Tore: 19. Miani 0:1, 45. Dedaj 0:2, 59. Rawyler 0:3, 79. Ndo'Ze 0:4.

Moutier: Benito; Sommer, Kebe, Droux, Ren (9. Schaffner); Stadelmann (62. Muccigrosso), Sarret, Barre, Hulmann (62. Lovis); Crnogorac, Barbosa.

Grenchen: Grosjean; Ekoman, Stauffer, Dedaj, Zangger; Nascimento (69. Sampaio), Ndo'Ze, Binaku, Miani (46. Hajdini); Zayas, Krasnici (46. Rawyler).

Bemerkungen: Grenchen ohne Zimmermann, Sanchez (beide verletzt), Hoxha, Safari, Selkic (alle abwesend).

Verwarnungen: 27. Hulmann (Foul), 29. Stadelmann (Foul), 83. Sampaio (Foul), 89. Sommer (Foul).

Platzverweis: 38. Kebe (Ampelkarte).