Gegen Schlusslicht Thun wollten die Grenchner natürlich ihre beinahe makellose Heimbilanz (9 Siege in 11 Partien) fortsetzen. Auch wollte man die beiden Niederlagen zuletzt mit einer guten Leistung rehabilitieren.

Allerdings verlief die erste Viertelstunde beidseitig recht harmlos. Ein Fehler in der Thuner Hintermannschaft führte in der 17. Minute zur ersten Grenchner Chance. Armin Ibraimi hatte nur noch Goalie Ruberto vor sich, konnte diesen aber nicht bezwingen.

Stauffers beherzter Nachschuss flog anschliessend deutlich am Gehäuse vorbei. «Wir waren aggressiver, kamen zu vielen Chancen und die Effizienz war besser als letzte Woche gegen Zofingen», fasste FCG-Coach Della Casa das Geschehen zusammen. Grenchen war zwar mehr in Ballbesitz, war aber, wie der Gegner, vorerst offensiv harmlos.

Erst kurz vor der Pause kamen die Platzherren etwas in Fahrt. Zweimal fiel der Abschluss von Zayas und Ferreira in die Hände des Thuner Keepers. Das 0:0 nach 45 Minuten war die logische Folge einer wenig erquickenden ersten Hälfte.Thun hatte zu Beginn der zweiten Hälfte die erste gefährliche Aktion. Pfisters Kopfball nach einem Freistoss strich nur wenig über die Grenchner Querlatte.

Auf der Gegenseite erarbeiteten sich die Gastgeber Chancen, ein Tor wollte ihnen aber partout nicht gelingen. Die Berner mussten nach einem Platzverweis die verbleibende halbe Stunde mit einem Spieler weniger auskommen.

Gleichzeitig stellte der Grenchner Coach um. Mit Mulaj und Muscia brachte Della Casa neuen Schwung in den Angriff. Prompt ging seine Rechnung auf, dies, nachdem Ferreira sich mit einem seiner bekannten Rushes in den Strafraum hinein spielte und Zayas seine Hereingabe zum 1:0 verwandeln konnte (65.).

Alle Register gezogen

Thuns Nachwuchstrainer Lustrinelli zog dann alle Register, brachte zwei neue Kräfte, löste die Verteidigung auf und feuerte sein Team von der Seitenlinie an. Alle Massnahmen nützten aber wenig; denn es waren die Einheimischen, welche durch einen Knaller unter die Lattenunterkante auf 2:0 erhöhten. Absender des Geschosses war Muscia, nach perfektem Zuspiel von Agron Ibraimi. Während sich Grenchen mit diesem Sieg den Ligaerhalt auf sicher hat, wird für Thun der Abstieg kaum mehr abzuwenden sein.