Grenchen tauchte schon in den Anfangsminuten im Strafraum der Berner auf. Zayas dribbelte sich vor das Tor, wo er unsanft von den Beinen geholt wurde. Das Schiedsrichtertrio wollte nichts von einem Regelverstoss wissen. Grenchen probierte fortan, das Spiel an sich zu reissen.

Immer wieder wurde der schnelle Nascimento auf der linken Seite gesucht. Oft wussten sich die Aaretaler nur mit Fouls zu wehren. Echte Gefahr ging meist von stehenden Bällen aus. So zum Beispiel in der 34. Minute, als Sampaio nach einem Leandro-Freistoss per Kopf zum Abschluss kam. Grenchen machte weiter Druck und kam kurz nach der Pause durch Zayas zu einer weiteren Torchance. Sein Hechtköpfler flog aber deutlich über das Münsinger Gehäuse. Dann war wieder Nascimento an der Reihe. Wiederum landete sein Schuss in den Händen des Gästegoalies. In der 56. Minute wurde Sadrji an der Strafraumgrenze gefoult. Der Youngster versuchte den Freistoss gleich selber zu versenken. Der Ball landete aber knapp neben dem Tor. Mit einem vor das Tor gezogenen Freistoss überraschte dann Sadrji Gnehm, welcher das Spielobjekt reflexschnell nach vorne abklatschen konnte.

Die beste Möglichkeit hatte der eingewechselte Frimpong. In der 70. Minute wurde er von Zayas lanciert. Er verzog alleine vor dem Tor deutlich. Ein Tor für die Gastgeber lag in der Luft und wäre längst verdient gewesen. Doch Münsingen blieb bei den wenigen Kontermöglichkeiten gefährlich. Der 19-jährige Lapcevic im Grenchner Tor stand aber immer irgendwie richtig und haute die Dinger weg. Der eingewechselte Sanchez erlöste sein Team kurz vor Spielende mit dem hochverdienten 1:0. «Sadrji legte für mich perfekt und im richtigen Moment auf und ich schob den Ball in die freie Ecke.

Für den Keeper gabs gar nichts zu halten», freute sich der Torschütze. «Wir hatten heute die bessere Spielanlage», resümierte FCG-Coach Rüetschli. Münsingen sei mit seinen langen Bällen auf Gasser immer gefährlich gewesen. «Wir spielten endlich wieder einmal Fussball, kämpften gut, sodass ich angesichts der vielen Abwesenden zufrieden sein kann. In den letzten zwanzig Minuten mussten wir verletzungsbedingt einige Umstellungen machen, worunter die Qualität litt», schloss Rüetschli seine Analyse.