2. Liga
Der FC Dulliken beendet die Vorrunde auf einem Abstiegsplatz – Präsident Ueli Schenk zieht Bilanz

Als Vierter und Sechster hatte der FC Dulliken die letzten zwei Saisons in der 2. Liga inter beendet. In der Vorrunde der fünften Saison in Folge in dieser Spielklasse stürzten die Niederämter unter den Strich ab.

Raphael Wermelinger
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Captain Nils Wernli (rechts im Bild) schoss mehr als die Hälfte aller Dulliker Tore in der Vorrunde.

Captain Nils Wernli (rechts im Bild) schoss mehr als die Hälfte aller Dulliker Tore in der Vorrunde.

Markus Müller

Nur 13 Punkte resultierten in der ersten Saisonhälfte. Dulliken hat zwar gleich viele Punkte auf dem Konto wie der Rivale FC Olten auf dem elften Platz, muss wegen der höheren Anzahl an Strafpunkten aber auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Als Hauptgrund für die durchzogene Vorrunde sieht Dullikens Präsident Ueli Schenk die Stärkenverhältnisse in der Gruppe 5 der interregionalen 2. Liga. «Es ist eine Hammer-Gruppe», sagt der seit gestern 60-Jährige und führt aus: «Mit Wangen bei Olten und dem FC Muri kamen gleich zwei Absteiger aus der 1. Liga dazu.

Ueli Schenk: Präsident FC Dulliken «Die Rückrunde wird hart, aber wir gehen sicher nicht kampflos runter.»

Ueli Schenk: Präsident FC Dulliken «Die Rückrunde wird hart, aber wir gehen sicher nicht kampflos runter.»

BRUNO KISSLING

Der SC Zofingen, der unbedingt aufsteigen will, wurde ebenfalls neu in unsere Gruppe eingeteilt und der Aufsteiger Wettingen ist auch nicht niemand.» Die Gruppe sei insgesamt im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ausgeglichener geworden.

Flaute im Angriff

Die Konkurrenz wurde also besser, der FC Dulliken dagegen konnte sich nicht wirklich verstärken. Im Gegenteil, im Sommer verloren die Niederämter mit Rouven Corti und Sandro Husi zwei wichtige Spieler an den FC Wangen bei Olten. Im Verlauf der Vorrunde sprangen auch noch Hazir Zenuni (zum FC Olten) und Thomas Hubeli (FC Wangen bei Olten) ab.

«Diese zwei Verluste haben uns sicher ein paar Punkte gekostet», weiss Ueli Schenk. «Wir waren insgesamt nicht gut genug aufgestellt, was das Kader betrifft. Ein Grund dafür ist, dass einige der vorgesehenen Transfers im Sommer im letzten Moment geplatzt sind.»

Beim Blick auf die Tabelle wird die Schwachstelle des FC Dulliken offensichtlich: Nur 14 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Herbert «Hebi» Fischer in der Vorrunde. Davon gehen deren acht auf das Konto von Mittelfeldspieler und Captain Nils Wernli. Den Dullikern fehlt ein Goalgetter im Angriff, weshalb Schenk verspricht: «Wir werden im Winter auf jeden Fall aktiv.

Den Abgang von Hazir Zenuni müssen wir kompensieren.» Der Präsident spricht von drei, vier Verstärkungen für den Sturm und das Mittelfeld. Das Transferfenster ist ab Mitte Januar offen.

Es hätte alles ganz anders laufen können

Ueli Schenk merkt an, dass die Vorrunde auch ganz anders hätte laufen können. Von den ersten fünf Meisterschaftsspielen verloren die Niederämter gleich drei mit nur einem Tor Unterschied und spielten zweimal unentschieden.

«Alle Spiele waren eng und sind leider selten zu unseren Gunsten herausgekommen», sagt Schenk. «Wir gehören mit unseren Leistungen sicher nicht in die Top 5 der Liga, aber auch nicht unter den Strich», so das Fazit des FCD-Präsidenten.

«In einigen Spielen wollten wir am Schluss vielleicht fast zu viel. Auf Sieg zu spielen ist zwar positiv, aber wir haben dadurch eher Punkte verloren. Zum Beispiel in den Derbys, die erst in den letzten Minuten gegen uns entschieden wurden.»

Zum Saisonauftakt unterlag Dulliken dem FC Olten mit 1:2, im letzten Spiel der Vorrunde setzte es auswärts beim FC Wangen bei Olten eine 0:2-Pleite ab. «Am Ende gibts zwar auch in den Derbys nur drei Punkte für den Sieg», sagt Schenk, «aber es sind schon spezielle Spiele.

Gegen Wangen hätte ich zumindest gerne den einen Punkt behalten. So kurz vor Schluss zu verlieren, ist ärgerlich. Diese Punkte könnten uns am Ende noch fehlen.»

Cup als Jahresabschluss

In der Rückrunde wird es zum erbitterten Abstiegskampf kommen, in den mit Wangen bei Olten (9. Platz), Olten (11.), Dulliken (12.) und Biberist (13.) alle vier Solothurner Vereine involviert sind. «Zwei der vier Solothurner Klubs werden absteigen», prognostiziert Ueli Schenk. «Die Rückrunde wird hart, aber wir gehen sicher nicht kampflos runter.

Wir wollen unbedingt oben bleiben, denn die 2. Liga inter ist eine tolle Liga.» Richtig besorgt wirkt der Präsident des FC Dulliken nicht. Denn der FCD hat in den letzten Jahren mehrmals bewiesen, dass er in der Rückrunden eine richtigen Steigerungslauf hinlegen kann. Mit den nötigen Ergänzungen sollte eine solche Aufholjagd erneut möglich sein.

Bevors in die Winterpause geht, steht heute für die Niederämter allerdings noch die erste Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup Ausgabe 2018/19 an. Die Dulliker gastieren um 17 Uhr beim FC Hergiswil, dem Tabellenzweiten der Gruppe 4. In den Schweizer Cup einzuziehen, sei ein wichtiges Ziel, so Schenk, der aber mahnt:

«Das wird ein sehr schwieriges Spiel. Uns fehlen Sandro Fehlmann und Blerim Bekteshi. Aber wir geben natürlich nicht schon von vornherein auf, sondern wollen das Jahr mit einem Sieg abschliessen.»

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