Schweizer Cup
Der FC Baden zerstört die Solothurner Träume

Der FCS verliert gegen Baden 1:2 nach Verlängerung und scheidet vor der Hauptrunde aus. Die Einheimischen konnten ihre grösseren Kraftreserven nicht nutzen. In der 107. Minute vergab Egharevba sogar den Solothurner Siegestreffer.

Pius Rüegger
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FC Baden gegen FC Solothurn
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Solothurns Marc Du Buisson (r) im Kampf um den Ball gegen Badens Michael Koch
Solothurns Patrick Hasler (r) im Kampf um den Ball gegen Badens Michael Koch
lothurns Jan Hartmann (l) im Kampf um den Ball gegen Badens Joel Geissmann

FC Baden gegen FC Solothurn

Marcel Bieri

Rainer Bieli heisst der Mann, welcher die Solothurner und die erhoffte Cup-Hauptrunde zu einer unerfüllten Liebe machte. Der Badener Routinier, welcher Knipserqualitäten zeigte, schoss die Ambassadoren in der 36. Spielminute in Rücklage und warf sie schlussendlich in der 109. aus dem Turnier. Trotzdem sieht sich Bieli nicht als «man of the game». «Wir sind eine Mannschaft, jeder hat seine Aufgabe. Mein Job ist es, Tore zu schiessen und wir haben unser Ziel erreicht», erklärte der Doppeltorschütze dezidiert. Beide Male nutzte der 33-Jährige den gewährten Freiraum konsequent aus, welcher ihm von den Solothurnern gegeben wurde.

Solothurn und Baden lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch auf Augenhöhe. Tempo und Rhythmus waren hoch. Gegenseitig gestattete man sich keine Verschnaufpausen. Nach zehn Minuten kristallisierten sich Feldvorteile für die Platzherren heraus. Die Gäste waren jedoch vorbereitet, den Tordrang der Solothurner zu unterbinden. «Baden hat das Zentrum geschlossen und so unseren Spielfluss blockiert», meint der neue FCS-Captain Tobias Meier. Nach einer halben Stunde konnten die Aargauer ihre Spielanteile aufbessern. Doch muss man sagen, dass ihr Führungstreffer in der 36. Minute nicht zwingend war, als Bieli die Vorgabe von Marjanovic verwertete. «Es ist dumm gelaufen, wir haben es verpasst, die richtige Ruhe reinzubringen», sagte Meier. Mit verstärktem Pressing strebten die Ambassadoren den Ausgleich an. Doch das Badener Abwehrnetz blieb eng. Positive Impulse bei den Gastgebern lösten die eingewechselten Mbemba und Veronica und die Umpositionierung von Walther als linker Aussenläufer aus (68.). Mit seinem Vorstoss bereitete der 23-Jährige den Ausgleich für Egharevba vor. Der Österreicher benötige jedoch zwei Versuche, um Schneider in der 74. Minute zu bezwingen.

«Das 1:1 war mehr als verdient, denn wir waren ab der zweiten Halbzeit die physisch bessere Mannschaft», äusserte Meier. Trotz aktiveren Solothurnern in der Schlussphase blieb die Verlängerung unvermeidbar.

Die Einheimischen konnten ihre grösseren Kraftreserven nicht nutzen. In der 107. Minute vergab Egharevba sogar den Solothurner Siegestreffer. Nach einem missglückten Abstoss von Schneider brachte er das Streitobjekt nicht am Badener Schlussmann vorbei.

Harte Bestrafung

Die Quittung erfolgte prompt zwei Minuten später. Renna erkämpfte sich an der Grundlinie den Ball und Bieli brauchte nur noch einzuschieben. «Molina probierte den Weg zu versperren, kam aber eine Sekunde zu spät», erklärte Meier. Abschliessend ergänzte dieser: «Das Resultat ist enttäuschend, aber wir können stolz auf unsere Leistung gegen den Gruppen-Topfavoriten sein.»

Somit beenden die Ambassadoren ihre Englische Woche mit zwei Siegen und einer schmerzenden Niederlage.