Unihockey

Der Entschlossenere bleibt im Oberhaus

Wie schon am vergangenen Sonntag, nach dem nicht verwerteten Matchball, blieb Mittelland am Ende nur die Enttäuschung. Hr. Aeschbacher

Wie schon am vergangenen Sonntag, nach dem nicht verwerteten Matchball, blieb Mittelland am Ende nur die Enttäuschung. Hr. Aeschbacher

Unihockey Mittelland verliert das siebte und entscheidende Auf-/Abstiegsspiel in Thun mit 2:6 und steigt in die Nationalliga B ab.

«Derjenige, welcher den Sieg mehr will, wird am Ende gewinnen», ist eine oft gehörte Aussage vor Entscheidungsspielen. Auch Daniel Moser, Co-Trainer Mittellands, tätigte diese Aussage in der Vorschau auf das Entscheidungsspiel in Thun. Entsprechend ist in diesem Fall ist zu schliessen, dass die Mittelländer den Sieg in der Finalissima gleich dem NLA-Ligaerhalt nicht genug fest anstrebten, um den Erfolg davon tragen zu können. Thun auf der Gegenseite wollte den Erfolg in der heimischen MUR-Halle unbedingt. Von Beginn an pressten die Berner Oberländer die Gäste mit zwei Mann bis hinter die Grundlinie. UM fand dagegen kein probates Mittel, ausser sich mit langen Bällen, welche allesamt über kurz oder lang beim Gegner landeten, zu befreien.

Früher Rückstand

Das Spielgeschehen nahm früh eine Wendung zugunsten der Platzherren. Verteidiger Simon Stauffer hatte nach sechs Minuten bei mangelhafter UM-Blockarbeit aus der Distanz sein Glück versucht und überraschte damit Goalie Jan Binder, dem die Sicht verdeckt war. Offensiv fand Mittelland schlicht nicht statt. UM zeichnete sich höchstens durch Distanzversuche aus, welche der wenig beschäftigte Straubhaar im Thuner Tor dankend annahm. Zum Ende des ersten Abschnitts durfte man sich gar glücklich schätzen nicht schon höher zurück zu liegen, Thun hatte beste Torchancen ausgelassen.

Thuner Effizienz stieg an

Dies holten die Rot-Weissen nach dem ersten Seitenwechsel nach. Kramer hielt per Backhand einfach mal drauf. Sein Geschoss schlug unhaltbar in der weiten Ecke halbhoch ein. Ein Zufallsprodukt zwar, doch bewies diese Aktion einmal mehr die Thuner Entschlossenheit. Dieser zweite Gegentreffer traf UM just nach einem nicht genutzten Powerplay und in einer Phase, als man im Begriff war, ins Spiel zu finden. Den Bernbietern, denen damit erneut ein früher Treffer gelang, konzentrierten sich in der Folge auf das Verteidigen des Vorsprungs, blieben durch blitzschnelle Konter aber immer gefährlich. Ein Novum - nämlich die erste wirkliche Torchance - dann dreissig Sekunden vor Drittelsende: Wolf fand sich schön frei gespielt ungedeckt vor dem Thuner Kasten wieder, doch setzte der Wangner die Kugel über die Latte. Auch im Schlussdrittel fingen sich die Mittelländer ein frühes Gegentor. Verteidiger Roman Pass, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, verlor den Ball gegen Thuns Flügelzange, welche danach in 3:1-Überzahl auf das Tor von Binder stürmte und das 3:0 markierte. Keine drei Minuten später vertändelte Pass erneut den Ball. Der anstürmende Götti lief hinter das Tor und zog gleich drei UM-Akteure auf sich, worauf Götti Mitspieler Rothen bediente und dieser keine Mühe hatte, alleinstehend flach einzunetzen.

Verzweifelte Offensivbemühungen

Mit der Wut des Angeschossenen rannte UM nun an. Tatsächlich gelang es Wolf in der 50. Minute den Torbann zu beenden. Die Hoffnung auf ein Comeback von Unihockey Mittelland war nur von kurzer Dauer. Zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte Thun auf 5:1. Nun konnte nur noch ein Wunder die Mittelländer retten, welches bekanntlich nicht eintrat. Beidseits gelang je noch ein Treffer - Wolf markierte die Doublette und Thuns auffälligster Mann an diesem Gründonnerstag-Abend Alexander Frey vollbrachte einen Hattrick.

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