Eishockey

Der EHC Zuchwil-Regio verliert unglücklich nach Verlängerung

Zuchwils Kaj Leuenberger (rechts) konnte die Auftaktniederlage nicht abwenden.

Zuchwils Kaj Leuenberger (rechts) konnte die Auftaktniederlage nicht abwenden.

Der EHC Zuchwil Regio verliert mit 2:3 nach Verlängerung ein hart umkämpftes Playoff Spiel gegen Wiki-Münsingen. Dabei bekundeten die Zuchwiler viel Pech. Nicht weniger als vier Aluminium-Treffer sorgen für die Auftaktpleite.

Nach der gelungenen Hauptprobe (7:5 gegen Thun) empfing der EHC Zuchwil Regio den EHC Wiki-Münsingen zur ersten Partie der Viertelfinal-Serie. Gegen Münsingen konnte Zuchwil beide Partien gewinnen (5:4 auswärts und 4:1 zu Hause).

Wie schon gegen Thun (1:3 Rückstand) bekundeten die Solothurner einige Startschwierigkeiten. Die Münsinger erwischten den besseren Start und setzte den EHC Zuchwil von Beginn an mit einem laufintensiven Pressing unter Druck. Die Zuchwiler ihrerseits nahmen unnötige Strafen (4-mal 2 Minuten im ersten Drittel). So konnte Wiki verdient in Führung gehen. Das die Einheimischen einen Rückstand aufholen können, haben sie am vergangenen Wochenende bewiesen.

Daher erstaunte es nicht, dass Zuchwil wie verwandelt aus der Drittelspause kam. Marco Vogt konnte in doppelter Überzahl den Ausgleich erzielen. Dieses Tor beflügelte das Team von Max Weibel. Wiki-Münsingen wurde nun teilweise in der eigenen Hälfte eingeschnürt und hatte Glück, nicht bereits im Mitteldrittel hoffnungslos im Hintertreffen zu sein, da Zuchwil zweimal den Pfosten und einmal die Latte traf.

24 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels erzielte Müller den längst überfälligen Führungstreffer. Dieser war jedoch umstritten, Wiki-Torwart Brunner monierte eine Torhüter Behinderung. Nach Rücksprache mit den Linesman gab Huber den Treffer, sehr zum Ärger der Münsinger Bank. Jegliche Diskussionen brachten nichts, der Treffer zählte.

Wiki erzwingt Verlängerung

Münsingen konnte sich im dritten Abschnitt wieder steigern. Dies hing vor allem damit zusammen, dass die Gastgeber wieder in ihr altes Muster zurückfielen und unnötige Strafen nahmen. Richtig gefährlich vor dem jungen Zuchwiler Torhüter Sandro Zaugg wurde es aber erst in den letzten Spielminuten wieder. Der Gast profitierte von der Passivität des Favoriten und erzielte zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit den umjubelten Ausgleichsttreffer.

In der Verlängerung spielen beide Teams sehr passiv. Man merkt den Spielern die Angst vor einem Fehlzuspiel an. Sechs Minuten vor Schluss haben die Gastgeber den ersten Hochkaräter, Müller scheiterte freistehend vor dem Münsinger Tor. Dieser vergebenen Chance werden die Zuchwiler wohl noch lange nachtrauen. Denn zwei Minuten vor Schluss gelang Münsingen das Game-Winning-Goal. Die Enttäuschung bei den Zuchwiler Fans und Spielern war gross. Die Spieler verschwanden nach Spielschluss sofort in die Kabine.

Für Zuchwil geht es bereits Morgen weiter. Dann wollen sie auswärts den 1. Sieg einfahren und die Playoff Serie ausgleichen. Dafür wird aber eine klare Leistungssteigerung von Nöten sein. Trainer Max Weibel ist gefordert.

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