Eishockey

Der EHC Zuchwil Regio kommt gegen die Argovia Stars vom 0:1 zum 2:0

Zuchwils Fabian Born

Zuchwils Fabian Born

Der Eishockeyverband spricht dem EHC Zuchwil Regio den Sieg gegen die Argovia Stars zu, nachdem die Aargauer gegen das Reglement verstossen haben. Einen weiteren Sieg konnte Zuchwil nun auch sportlich einfahren. Für den Finaleinzug fehlt also lediglich noch ein Sieg.

Eine frohe Kunde erreichte den EHC Zuchwil Regio bereits kurz vor dem zweiten Playoff-Halbfinalspiel vom Dienstagabend gegen die Argovia Stars. Und zwar vom Eishockeyverband. Die Aargauer hatten im ersten Spiel, das sie mit 3:2 gewannen, mit Goalie Sandro Wehrli einen nicht-qualifizierten Spieler eingesetzt.

Dieser absolvierte im Februar ein Spiel in einer höheren Liga und ist daher für die Argovia Stars nicht mehr spielberechtigt. Die 2:3-Niederlage der Zuchwiler wurde daher in einen 5:0-Forfaitsieg umgewandelt.

«Wir hätten uns den Sieg natürlich lieber sportlich verdient», sagt Walter Ulrich, der Präsident des EHC Zuchwil Regio. Die Verantwortlichen der Argovia Stars hätten den Fehler aber bemerken sollen, fügt er an.

«Ich gönne ihnen diesen negativen Entscheid nicht, aber das Reglement ist klar. Sie müssen sich selber an der Nase nehmen.» Für die Stars sei es doppelt brutal. Einerseits büssten die Aargauer ihre Führung in der Best-of-5-Serie ein. Andererseits müssen sie nun auch auf ihre Nummer eins im Tor verzichten.

Dies war denn im zweiten Aufeinandertreffen auch deutlich spürbar. Ersatzmann Ramon Hüsser im Tor der Stars liess zwischen der fünften und der achten Spielminute vier Abschlüsse der Zuchwiler passieren. Marco Müller, Gregory Felder, Joachim Vodoz und Lukas Scherrer trugen sich für «Zuchu» in die Torschützenliste ein.

«Ihr schwacher Start ist definitiv auf den Torhüter zurückzuführen, der sich im weiteren Verlauf des Spiels aber erholt hat», blickt Walter Ulrich zurück. Die Hypothek aus dem Startdrittel war zu gross für die Stars, welche am Ende mit 0:6 unterlagen.

Somit fehlt Zuchwil noch ein Sieg für den Finaleinzug. Heute Abend um 20 Uhr könnten die Solothurner auswärts den Sack zumachen. «Ich will es noch nicht verschreien», gibt sich Präsident Ulrich vorsichtig. «Sie haben jetzt nichts mehr zu verlieren und werden alle Register ziehen.»

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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