Eishockey 1. Liga

Der EHC Zuchwil Regio hängt Qualifikationssieger Brandis den ersten Nuller an

Zuchwil Regio legt im Playoff-Halbfinal gegen Brandis vor.

Zuchwil Regio legt im Playoff-Halbfinal gegen Brandis vor.

Der EHC Zuchwil Regio startet mit einem überraschend souveränen 4:0-Auswärtssieg gegen Qualisieger Brandis in den 1.-Liga-Playoff-Halbfinal. Ein Sieg mit Folgen für die Wasserämter.

«Potz heitere Fahne!» - das verblüfft dann doch ein bisschen... Gleich mit 4:0 gewinnt der EHC Zuchwil Regio den ersten Playoff-Halbfinal gegen den EHC Brandis. Die Emmentaler sind von ihren ergiebigen, wirtschaftlichen Möglichkeiten her ein bisschen das, was der SCB in der NLA.

Vielleicht kein Zufall ist SCB-Legende Andreas Beutler Coach der Emmentaler. Das Team aus Hasle-Rüegsau hat heuer wie der SCB die Qualifikation in seiner Liga gewonnen. Mit 17 Punkten Vorsprung stand Brandis letztlich als Sieger der Zentralschweizer-Gruppe da. Dies unter anderem auch dank drei Erfolgen gegen Zuchwil. Notabene - relativ klaren Siegen.

Doch diesmal kam alles anders. Die Solothurner haben mit ihrem 4:0-Triumph im vierten Aufeinandertreffen dieser Saison so oder so schon nachhaltig gewonnen  - nämlich mindestens ein zweites Heimspiel in der Best-of-5-Serie am Samstag (20.15 Uhr). Das erste findet am Dienstag (20.15 Uhr) im Sportzentrum statt.

Der grosse Unterschied

Nachdem die Gastgeber zu Beginn eine doppelte Überzahl verspielten, war es Zuchwil, welches sein erstes Powerplay zum Führungstreffer ausnutzte. Dass das Tor von Thomas Rohrbach schon die Entscheidung sein würde, ahnte in dieser 9. Minute niemand. Die «Special Teams» machten letztlich  den Unterschied.

Während Brandis aus elf kleinen Strafen gegen den Gegner nichts Zählbares zu produzieren wusste, trumpften die Solothurner sowohl in Über- wie in Unterzahl mächtig auf. Im Mitteldrittel war es so Routinier Zigerli, der erneut im Powerplay auf 2:0 erhöhte. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, schickte Kaj Leuenberger Brandis im finalen Abschnitt mit dem dritten Tor in Überzahl definitiv ins Tal der Tränen.

Kurz vor Schluss traf Zigerli, quasi zur Vollendung des eigenen Ruhms und des Gegners Demontage, gar noch zum 4:0. Eine happige Klastsche für den Gruppenfavoriten, der nächste Saison in der neuen Swiss Regio League (SRL) nach Höherem strebt. 

«Wer in 60 Minuten kein Tor erzielt, kann schlecht gewinnen», meint Brandis Coach Beutler. Und: «Das  Powerplay von Zuchwil hat funktioniert und unseres nicht - das war der Unterschied.» So einfach ist das... Brandis hatte zuvor in dieser Saison noch kein Spiel zu Null verloren.

Nächste Begegnungen

Letzteres darf sich für die Berner am Dienstag, wenn Halbfinal 2 im Sportzentrum Zuchwil ansteht, nicht wiederholen. Ansonsten hätten die Wasserämter drei Matchpucks, um sich für den Final zu qualifizieren. Genau das ist freilich das Ziel von Zuchu, das durchaus fähig ist, es heuer noch weit zu bringen.

Brandis ist also mächtig gefordert. «Wenn wir nicht gewinnen, stehen wir mit dem Rücken zur Wand», blickt Beutler dem Dienstag entgegen. Eine Ausgangslage, die für die Gastgeber Fluch oder Segen werden kann. Zuchwil tut auf jeden Fall gut daran, weiter «frisch, fromm, fröhlich und frei» aus dem Windschatten anzugreifen, und sich vom zweifellos attackierenden Gegner nicht zerquetschen zu lassen.

Ein zweiten Heimspiel am Samstag (20.15 Uhr) um in eigener Sache Werbung zu machen, haben sich die Zuchwiler mit ihrem glanzvollen «Break» in Spiel 1 ja wie gesagt bereits gesichert.  

Meistgesehen

Artboard 1