Eishockey
Der EHC Olten will die russischen Künstler entzaubern

Der EHC Olten trifft am Samstag auf seinen Tabellennachbarn Red Ice Martigny.Die Walliser sind ein spezieller NLB-Klub – und vor allem in dieser Saison für jeden Gegner gefährlich. Das weiss und sagt auch EHCO-Stürmer Remo Hirt.

Stephan Felder
Merken
Drucken
Teilen
Mit Diego Schwarzenbach und dem Kanadier Shayne Wiebe bildet Remo Hirt die momentan gefährlichste EHCO-Sturmlinie.

Mit Diego Schwarzenbach und dem Kanadier Shayne Wiebe bildet Remo Hirt die momentan gefährlichste EHCO-Sturmlinie.

Bruno Kissling

Red Ice Martigny ist der wohl russischste Klub ausserhalb Osteuropas. Besitzer Andrej Natsetschkin, Sportchef Albert Malgin und Trainer Pjotr Malkow – alles Russen. Die beiden Ausländer, die Brüder Maksims und Aleksejs Sirokovs, stammen aus Lettland, dazu kommen fünf Schweizer Spieler, die ihre Wurzeln ebenfalls in Osteuropa haben. Der bekannteste dieser Russlandschweizer ist Igor Michailow. Letzterer verbrachte seine gesamte Karriere bei so renommierten Teams wie ZSKA Moskau oder Zenit St. Petersburg in der höchsten russischen Liga KHL.

Zum Guten entwickelt

Das russische Modell bringt offensichtlich Erfolg. Mit zwanzig Punkten liegen die Unterwalliser, die auf die letzte Saison hin in die NLB aufgestiegen sind, in der NLB derzeit auf Rang zwei. Keine Überraschung für Oltens Stürmer Remo Hirt. «Diese Mannschaft», sagt der Berner über Martigny, «hat sich auf diese Saison hin enorm entwickelt.» Auch die Powermäuse bekamen Martignys Fortschritte bereits zu spüren, das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren die Oltner auswärts mit 2:5.

Harmonie gefunden

Die Vorzeichen für eine Revanche stehen allerdings gut. Vier Siege in Folge konnte Olten zuletzt bejubeln, die Mannschaft hat sich nach einem durchzogenen Saisonstart gefangen. «Wir haben einige neue Spieler im Team und mussten uns zuerst finden», begründet Hirt den mässigen Auftakt. «Inzwischen harmonieren wir besser, dazu haben wir uns bei der Chancenauswertung gesteigert.» Am Oltner Aufschwung ist Hirt direkt beteiligt. Zusammen mit Diego Schwarzenbach und dem Kanadier Shayne Wiebe bildet Hirt die momentan gefährlichste EHCO-Sturmlinie. Speziell Wiebe vermochte in den letzten Spielen zu begeistern. «Shayne ist ein sehr starker Center, läuferisch stark, mit einem guten Auge», charakterisiert Hirt seinen Sturmpartner, den er neben dem Eis als «ruhigen, angenehmen Typen» bezeichnet.

Die Zuversicht lebt

Drei der vier Tore gegen die GCK Lions gingen auf das Konto der Linie um Hirt und Wiebe, und in diesem Stil soll es nach Hirts Geschmack gegen Martigny weitergehen. «Wir wollen Red Ice in der Tabelle unbedingt überholen», sagt Hirt zur Ausgangslage für die Partie. Dazu brauchen die Powermäuse heute einen Sieg. «Mit unserem Publikum im Rücken werden wir das auch schaffen», zeigt sich Hirt nach den jüngsten Erfolgen selbstbewusst.