Dem EHC Olten ist der Auftakt in eine Saison, in der so viel besser werden soll als in der verkorksten, letzten, nach Wunsch gelungen. Vor bereits über 1000 Zuschauern, die sich trotz Chilbi im Kleinholz-Stadion einfanden, zeigte die neu formierte Mannschaft, in welcher zwölf neue Spieler im Aufgebot standen, eine angesichts des sehr frühen Zeitpunkts der Saison bereits recht solide Leistung. Und liess in einigen Phasen erahnen, dass hier eine schlagkräftige Truppe heranwachsen könnte.

Devin Mullers Hattrick

Klar darf man aus diesem allerersten Spiel noch keine grossartigen Schlüsse ziehen. Trotzdem sei ein kurzer Blick auf die Leistungen der neuen Spieler gestattet. Aus dem Kollektiv herausragte natürlich der dreifache Torschütze Devin Muller, der zusammen mit Tim Stapleton und Marco Truttmann die nominell erste Sturmlinie bildete und immer wieder für viel Unruhe vor dem gegnerischen Tor sorgte.

Ebenso vielversprechen, allerdings noch nicht so effizient wie der erstgenannte Sturm, war jener mit Stan Horansky, Ryan Vesce und Stefan Mäder. Doch auch dieses Trio zeigte bereits gute Ansätze. Horansky ist ein exzellenter Spieler, der in der NLB zweifellos eine dominierende Rolle spielen wird. Vesce hatte noch etwas Mühe, den Rhythmus zu finden. In der Defensive verdiente sich Goalie Simon Rytz bei seiner EHCO-Premiere eine gute Note und wehrte mehrmals in extremis ab. Von den neuen Verteidigern erwiesen sich Tim Bucher und Luca Zanatta als auffällig sichere Werte. Der junge Lausanner Stürmer Stéphane Heughebaert zeigte einige vielversprechende Aktionen.

Von den Neuzugängen hatte einzig der junge Bieler Verteidiger Noah Matter das eine oder andere Mal ein paar Schwierigkeiten gegen die aufsässigen Chaux-de-Fonniers, die in Olten bereits ihr drittes Testspiel bestritten und deshalb vor allem zu Beginn der Partie spritziger wirkten als die Gastgeber.

Noch nicht nach Wunsch lief beim EHCO das Powerplay, was aber nach einer Woche Eistraining kein Wunder ist. Umso besser agierte die Mannschaft von Headcoach Bengt-Ake Gustafsson in Unterzahl, was recht oft vorkam. Der Schiedsrichter piff sehr kleinlich und verteilte 19 kleine Strafen, was dazu führte, dass keines der beiden Teams so richtig den Rhythmus fand.