Eishockey
Der EHC Olten nach dem NLB-Finaleinzug: «Jetzt wollen wir den Pott»

Der EHC Olten steigt am Dienstag gegen das routinierte Lausanne in seinen ersten NLB-Final seit dem Abstieg aus der NLA 1994. Das Team von Scott Beattie ist nach der Halbfinal-Serie gegen Langenthal heiss auf weitere Siege.

Stephan Felder
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Schon jetzt ist die Saison 2012/13 die erfolgreichste Spielzeit seit dem Abstieg in die NLB 1994. Nach einer bärenstarken Qualifikation hat das Team von Scott Beattie endgültig mit dem Vorurteil aufgeräumt, keine echte Playoff-Mannschaft zu sein. Die Siege in den Playoff-Serien gegen La Chaux-de-Fonds und Titelverteidiger Langenthal haben die Powermäuse hungrig auf mehr gemacht. «Das Ziel ist noch nicht erreicht», sagt etwa EHCO-Goalie Michael Tobler. «Wir wollen noch mehr. Unser Ziel ist, das letzte Spiel in dieser Saison und damit die Meisterschaft zu gewinnen.»

Spielt Olten seinen ersten Playoff-Final seit über 20 Jahren, steht auf der anderen Seite mit Lausanne ein in dieser Hinsicht äusserst routiniertes Team auf dem Eis. Die Waadtländer haben den NLB-Final zum fünften Mal in Folge erreicht. Lausanne zeichnet sich durch seine starke Physis und ausgeglichene Linien aus, dazu ist das Publikum im Stade de Malley speziell in den Playoffs frenetisch.

Zuletzt fehlten bei den Waadtländern aber wichtige Teamstützen wie Sven Helfenstein oder Thomas Déruns verletzt. «Trotzdem ist das eine starke, erfahrene Mannschaft», weiss Tobler über den Gegner. «Lausanne will den NLB-Titel und dann den Aufstieg unbedingt. Wir werden in diesem Final von Beginn an bereit sein müssen.

In der Qualifikation hat der EHCO gegen die Waadtländer eine gute Falle gemacht und vier der fünf Direktduelle gewonnen. Unvergessen ist dabei das 9:4 Anfang Januar, als der EHCO schon nach zwei Dritteln mit 8:2 führte. «Ein Playoff-Final lässt sich mit der Qualifikation nicht vergleichen», relativiert Tobler. Trotzdem kann der EHCO-Keeper aus der guten Bilanz der Powermäuse gegen den Finalgegner viel Positives ziehen. «Wir wissen, dass wir gegen Lausanne eine Chance haben. Und dank dem Auswärtssieg wissen wir, dass wir auch in Lausanne gewinnen können.»

Nach einer an Emotionen ohnehin reichen Saison wird der Playoff-Final speziell für Tobler zum Highlight. Der 27-jährige Schmeriker, der seine zweite Saison in Olten bestreitet, stand während drei Jahren in Diensten der Waadtländer und holte mit Lausanne zweimal den NLB-Titel. «In der Freizeit bin ich immer noch oft in Lausanne, kenne viele Leute dort», beschreibt Tobler seine Verbindung zum Kontrahenten.

Geschenke wird der EHCO-Goalie seinen ehemaligen Teamkollegen mit Sicherheit aber keine machen. «Wir wollen diesen Pott», sagt Tobler mit Nachdruck. «Jeder Spieler in diesem Team will den Titel unbedingt nach Olten holen.»

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