Es sei ein Wunsch der Sportpark AG gewesen, über den Stand der Dinge in der Sanierung des Eisstadions Kleinholz zu informieren, eröffnete Daniel Rhiner, Verwaltungsrat der EHC Olten AG, am Montag die Medienorientierung. Gleichzeitig wolle man Falschinformationen und Missverständnisse ausräumen, die in der letzten Zeit publik geworden seien.

Demonstrieren Einigkeit (von links): Roger Rettenmund, Daniel Rhiner (beide im Verwaltungsrat der EHC Olten AG), Viktor Müller (Geschäftsführer Sportpark AG) und Beat Loosli (Verwaltungsratspräsident Sportpark AG).

Demonstrieren Einigkeit (von links): Roger Rettenmund, Daniel Rhiner (beide im Verwaltungsrat der EHC Olten AG), Viktor Müller (Geschäftsführer Sportpark AG) und Beat Loosli (Verwaltungsratspräsident Sportpark AG).

Rhiner strich die Zusammenarbeit der Sportpark AG und der EHCO AG hervor, welche sich zuletzt sehr gut entwickelt habe. So hat die Bauherrin zusammen mit der Batimo AG eine für den EHCO erfreuliche Verkürzung der zeitintensiven Dachsanierungsphase erreicht. Statt am 1. November 2014 wird voraussichtlich bereits am 1. Oktober Eis produziert.

Laut Rhiner müssen so nur zwei, höchstens drei September-Heimspiele später nachgeholt werden.

Zuchwil oder Süddeutschland?

Diese Änderung bringt aber Herausforderungen mit sich; so ist die Sportpark AG gezwungen, die Notausgänge anzupassen, da die Ostseite total geschlossen wird, damit die Baggerarbeiten vorangetrieben werden können. Der frühere Termin sorgt auch für eine leichte Entspannung bei der Suche nach freiem Eis für die 1. Mannschaft. Noch immer muss der EHCO jedoch in den Monaten August und September auf fremdem Eis trainieren.

Zurzeit stehen Zuchwil und der süddeutsche Raum als Ausweich-Destinationen im Raum, nicht aber Aarau: Auch dort wird während dieser Zeit saniert. Der Nachwuchs kann voraussichtlich ab der 3. Augustwoche auf dem Aussenfeld trainieren.

Weitere Auswirkungen

Die Auswirkungen auf die laufende Saison betreffen vorab das Fassungsvermögen. Knapp 4500 Personen finden 2013/14 Einlass ins Kleinholz, deren 250 im arg geschrumpften Gästesektor.

Weniger Zuschauer bedeuten auch Mindereinnahmen bei der Konsumation. Dafür erhoffen sich die Verantwortlichen ein zusätzliches Plus aus dem Restaurant, welches der EHCO übernommen hat. Die 36 Plätze sollen vor allem vor den Spielen zum Abendessen reserviert werden können.

Ein Angebot, welches, so der fürs Catering zuständige Roger Rettenmund, bereits auf ein gutes Echo gestossen sei. Viktor Müller, Geschäftsführer der Sportpark AG, räumte zudem mit der Meinung aus, dass die Arbeiten einer folgenden Phase definitiv am 1. März 2014 starteten. «Das stimmt nicht. Wir beginnen erst damit, wenn für den EHC Olten die Saison beendet ist.» Das könne am 1. März sein, im besten Fall, für den Verein, aber auch erst am 8. April.

Nach Sanierung NLA-tauglich

Auch sei das Stadion nach der Sanierung NLA-tauglich, fuhren die Exponenten der Sportpark AG fort – zumindest aus baulicher Sicht. Bei einem Aufstieg bedarf es allerdings einiger Investitionen.

In der NLA sind ein Videowürfel und eine VIP-Zone vorgeschrieben. Letztere war mal oberhalb der Osttribüne angedacht, doch sei die Finanzierung nicht gewährleistet. So scheint es realistischer, am entstehenden Süd-Annexbau einen zweiten Bau anzuhängen. Von diesem mit 1,5 Millionen Franken nur rund halb so teuren VIP-Bereich hätte man zwar direkten Zugang auf die Tribüne, allerdings keine Sicht aufs Eisfeld.

Die Sportpark AG verzichtet auf die Sanierung der Stehrampe. Erstens, weil sie nicht unbedingt notwendig ist, vor allem aber, um sich damit eine Option auf eine weitere Tribüne offenzuhalten und damit das Fassungsvermögen des Stadions um rund 500 Einheiten zu erhöhen. Die Sanierung ist, bis auf wenige Arbeiten auf der Nordseite, auf den 1. August 2015 geplant.