Eishockey NLB
Der EHC Olten kämpft gegen sein Trauma

Eishockey Olten strebt heute den vierten Sieg im vierten Heimspiel der Saison an. Gegen La Chaux-de-Fonds haben die Powermäuse allerdings noch verschiedene Rechnungen offen.

Stephan Felder
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Fehlte gegen Visp krankheitsbedingt: Oltens Christopher Bagnoud (l.).

Fehlte gegen Visp krankheitsbedingt: Oltens Christopher Bagnoud (l.).

OT/ Archiv

Beim EHC Olten haben sich die Ereignisse im vergangenen März tief ins Bewusstsein eingebrannt. Das Scheitern in den Playoff-Viertelfinals nach einer überzeugend gewonnenen Qualifikation hat den Klub, seine Spieler und die Fans lange beschäftigt. «Auch im Sommer habe ich noch oft an diese Playoff-Serie gegen La Chaux-de-Fonds gedacht», sagt EHCO-Verteidiger Fabian Ganz. «Es fiel mir relativ schwer, das Ausscheiden zu verarbeiten.»

Mit dem Start in die neue Saison seien die Gedanken ans (zu) frühe Scheitern im Spätwinter aber verschwunden. Die erste Gelegenheit, sich bei La Chaux-de-Fonds für das Out zu revanchieren, konnten die Powermäuse nicht nutzen. Im dritten Saisonspiel verlor der EHCO im Neuenburger Jura mit 5:6. In der Folge zeigten die Formkurven beider Teams in unterschiedliche Richtung.

Olten hat Probleme in der Defensive

Während Olten sich Schritt für Schritt der Tabellenspitze nähert, liegt Chaux-de-Fonds am Schluss der Tabelle. Trotzdem warnt Ganz vor der Stärke der Neuenburger: «Man darf dieser Mannschaft keinen Raum lassen, sonst wird es schnell gefährlich vor unserem Tor.» Denn auch beim EHCO läuft trotz mittlerweile vier Siegen in Folge nicht alles nach Wunsch.

Im Defensivverhalten zeigte die gesamte Mannschaft speziell in der letzten Partie gegen Ajoie erhebliche Schwächen. «Wir haben viel Potenzial zur Verbesserung», bestätigt Ganz, «vor allem auch in der Defensivzone.» Besonders die zahlreichen individuellen Fehler gelte es durch bessere Konzentration zu vermindern.

Der Sieg ist das Wichtigste

Ganz ist dabei auch persönlich gefordert. In seiner dritten Saison bei Olten erhält der 24-jährige Zürcher viel Eiszeit, kommt auch in Power- und Boxplay regelmässig zum Einsatz. Und: Nach der Verletzung von Patrick Parati übernahm Ganz die Rolle des Captains. Als «ein schönes Zeichen vom Coach» wertet Ganz seine «Beförderung» zum Spielführer, «aber natürlich wird Parati bei seiner Rückkehr das Amt wieder übernehmen.»

Wichtiger als das «C» auf der Brust sind Ganz ohnehin Siege seiner Mannschaft. Schliesslich soll im nächsten Sommer nicht wieder ein zu frühes Ausscheiden aus dem Titelkampf verarbeitet werden müssen.

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