Am Tag nach dem so wichtigen 3:2-Auswärtssieg in Visp liessen es die Spieler des EHC Olten ruhig angehen. Ein bisschen Schwitzen war angesagt beim halbstündigen «Auslaufen» auf dem Eis, ganz in Zeichen der aktiven Erholung.

Etwas mehr Zeit nahmen sich zwischen den Viertelfinalpartien Nr. 2 und 3 die beiden Trainer Heikki Leime und Dino Stecher. Sie liessen die Partie vom Vortag noch einmal per Video Revue passieren und diskutierten verschiedene Szenen im kleinen Kreis.

Engagement und Entschlossenheit

Was dabei sehr gut zu beobachten war: Der EHCO blieb auch in der Ferne seiner Spielweise treu, Visp hingegen passte sein Spiel leicht an stand ein bisschen weiter vorne. «Bereits das erste Spiel hatte uns darin bestärkt, dass wir uns auf unser Spiel konzentrieren müssen», so Dino Stecher. «Das ist nach dem zweiten Aufeinandertreffen nicht anders. Es gibt drei Punkte, welche wir befolgen müssen, dann funktioniert es im Grossen und Ganzen. Natürlich kommen jedes Mal das Engagement und die Entschlossenheit jedes einzelnen hinzu» – doch genau diese Voraussetzungen wurden auch auswärts wieder bestens erfüllt.

Zwar fiel der zweite Erfolg über die Visper deutlich knapper aus als noch jener am Dienstag, dem generellen Eindruck tat dies jedoch keinen Abbruch. Die Oltner waren auch diesmal das bessere Team mit deutlich mehr Struktur in ihrem Spiel.

Dass am Freitagabend «nur» ein knapper 3:2-Erfolg resultierte, lag auch daran, dass sich Visp diesmal besser auf das Spiel des EHC Olten eingestellt hatte. Stecher: «In Olten überraschten wir sie ein bisschen mit unserer Spielweise, deshalb war das Resultat höher ausgefallen. Das war in Visp anders, allerdings konnten auch sie uns mit ihrem Spiel nicht überraschen, deshalb wurde es enger.»

Eine Rochade im "Winning Team"

Am Verdikt, also daran, dass sich die Ausgangslage der Visper nach der zweiten Niederlage nun äusserst delikat präsentiert, haben die ausgeglicheneren Verhältnisse auf dem Eis aber nichts zu ändern vermocht. Entsprechend locker war die Stimmung im samstäglichen Training im Kleinholz – aber keinesfalls euphorisiert. «Sicher auch dank der vielen erfahrenen Spieler», glaubt Stecher, «das spürt man in solchen Momentan besonders gut. Jeder weiss, um was es geht, dass am nächsten Tag wieder ein Spiel ansteht und man deshalb konzentriert weiterarbeiten muss.» Ein 2:0, so Stecher, sei zwar schön, «doch es reicht noch nicht.»

Bezüglich des dritten Aufeinandertreffens vom Sonntag (Spielbeginn 17.30 Uhr im Kleinholz) sprach Stecher von einem ähnlichen Line-up wie noch am Freitag. Allerdings wird sich das Trainerduo diesmal nicht ganz an die Devise «Never change a winning team» halten: «Eine Rochade wird es geben», ohne sich jedoch auf einem Namen festzulegen.

Am ehesten, das wurde auch am Freitagabend wieder deutlich, drängt sich auf der Ausländerposition ein Wechsel auf. Eric Beaudoin spielte seinen Defensiv-Part zwar solide, vermochte offensiv aber erneut kaum Akzente zu setzen. Zumindest in diesem Bereich hätte ein Shayne Wiebe deutlich mehr in die Waagschale zu werfen.