Eishockey
Der EHC Olten hat eine offene Playoff-Rechnung zu begleichen

Für den EHC Olten steht heute Abend ein Prüfstein bevor: Die Powermäuse wollen sich bei Visp für das Ausscheiden in den Play-offs rächen.

Stefan Felder
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Gelingt Pargaetzi, Tschuor und Truttmann (von links) heute Abend gegen Visp die Revanche für das Out gegen Visp in den Playoffs?

Gelingt Pargaetzi, Tschuor und Truttmann (von links) heute Abend gegen Visp die Revanche für das Out gegen Visp in den Playoffs?

Marcel Bieri

Tolle Leistung, viele Zuschauer, Derbysieg: Im Spiel gegen Langenthal am Freitag konnte der EHC Olten in allen Bereichen überzeugen. EHCO-Assistenztrainer André Rötheli warnt jedoch vor verfrühter Zufriedenheit: «Wir sind noch weit entfernt davon, ein perfektes Spiel zu zeigen.» Noch stehe man am Anfang einer langen Saison, zu diesem Zeitpunkt gäbe es immer viele Dinge zu verbessern.

Besonders im Fokus der EHCO-Trainer liegen derzeit eine bessere Spielauslösung aus der Defensive sowie einige Details im Powerplay. «Wir feilen weiter an unserem System, müssen weiter hart arbeiten», fasst Rötheli zusammen.

Schritt für Schritt wollen sich die Powermäuse im Verlauf der Saison steigern. Mit Visp wartet heute daher ein idealer Prüfstein auf die Oltner, bei denen der Einsatz von Marty Sertich fraglich ist. Die Walliser haben nach durchschnittlichem Saisonstart am Wochenende zwei klare Siege feiern können (7:2 im Thurgau, 5:1 zu Hause gegen die GCK Lions) und reisen mit einem entsprechend grossen Selbstvertrauen ins Kleinholz. Kanadier Alexandre Trembley hat in 7 Spielen 10 Tore erzielt und ist derzeit bester Skorer der Liga. «Das gibt ein interessantes Spiel», glaubt Rötheli, zumal sich der EHCO an Visp für das Out in den Playoff-Viertelfinals der letzten Saison revanchieren will. «Wir haben noch eine Rechnung offen mit Visp», schickt Rötheli eine erste Kampfansage in Richtung Oberwallis.

Rivalen auf und neben dem Eis

Während das Duell auf dem Eis viel Spannung und Spektakel verspricht, spielt sich auch an der Bande ein interessanter «Zweikampf» ab. Visps Trainer Michel Zeiter und Rötheli haben eine lange gemeinsame Vergangenheit. Beide Stürmer prägten in ihrer Zeit als Aktivspieler das Schweizer Eishockey. «Wir hatten immer harte Fights auf dem Eis», erinnert sich Rötheli an die Duelle mit Zeiter, «jetzt bekämpfen wir uns neben dem Eis.»

Der gegenseitige Umgang sei mit viel Respekt verbunden, beschreibt Rötheli sein Verhältnis zu Zeiter. Er traut seinem langjährigen Rivalen als Trainer viel zu: «Zeiter ist definitiv eine Persönlichkeit, die auch als Trainer eine grossartige Karriere machen kann.» Er freue sich darauf, mit dem Trainer der Visper nach dem Match über das Spiel zu diskutieren. Während der 60 Minuten auf dem Eis gilt der Fokus aber einzig dem EHCO – schliesslich soll das «perfekte Spiel» wieder ein Stückchen näherkommen.