Eishockey
Der EHC Olten geht mit breiter Brust Richtung Spitzenkampf

Nach dem Sieg in Kloten warten auf den EHC Olten bereits die nächsten beiden Aufgaben. Heute Freitag in Küsnacht die GCK Lions. Am Sonntag kommt Leader Ajoie ins Kleinholz. Das ist tückisch.

Marcel Kuchta
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Kein Grund für übertriebene Zufriedenheit: EHCO-Headcoach Chris Bartolone.

Kein Grund für übertriebene Zufriedenheit: EHCO-Headcoach Chris Bartolone.

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Die EHCO-Cracks sind derzeit gefordert: Innert 15 Tagen bestreiten die Oltner 8 Pflichtspiele. Angefangen hat diese strenge Phase am vergangenen Freitag mit dem 6:2-Sieg gegen die EVZ Academy. Am Sonntag gabs das Cup-Duell gegen Rapperswil (1:3), am Mittwoch das Gastspiel in Kloten (5:2). Weiter geht es heute Freitag (20 Uhr) in Küsnacht gegen die GCK Lions. Am Sonntag (17.30) kommt Leader Ajoie, am Dienstag gehts zum HC Thurgau. Dann folgen am Freitag in einer Woche gegen Visp und einen Tag später in Langenthal die letzten beiden Partien vor der Nationalmannschaftspause.

Umso wichtiger ist es, dass die Oltner angesichts dieses Mammut-Programms recht gut in Schuss sind und fleissig Punkte sammeln. Es mag für den Betrachter nicht immer alles geschmeidig aussehen, was die Mannschaft von Chris Bartolone aufs Eis zaubert. Aber die Fakten sprechen für sich: Platz zwei in der Tabelle, acht von zehn Spielen gewonnen, die meisten Tore erzielt, die zweitwenigsten erhalten, das beste Powerplay und das zweitbeste Boxplay der Liga. «Auf dem Papier sieht das alles gut aus», sagt der Oltner Headcoach. Dennoch gibt es aus seiner Sicht keinen Grund für übertriebene Zufriedenheit. Denn auch er hat gesehen, dass seine Mannschaft in den Spielen immer noch ihre Durchhänger hat.

Zum Beispiel in Kloten, als man nach dem frühen Gegentreffer zum 2:4 im letzten Drittel nochmals unter Druck geriet. In diesen Momenten wünscht sich Chris Bartolone, dass seine Spieler «noch mehr als Team auftreten.» Oder anders ausgedrückt: Dass die Stürmer ihre defensiven Pflichten wahrnehmen, die Verteidiger bei Bedarf aber auch in die Offensive gehen – und die Mannschaft so jederzeit kompakt agiert.

«Ich will, dass wir mit so einer Führung im Rücken mit breiter Brust auftreten und dem Gegner signalisieren, dass er diesen Rückstand nicht mehr aufholen kann.» Das sind unter dem Strich natürlich Sorgen auf allerhöchstem Niveau. Doch der Oltner Trainer weiss, dass er seine Mannschaft – gerade in einer anspruchsvollen Phase wie jetzt – auf ein höheres Niveau pushen muss, damit man dann auch in der entscheidenden Meisterschaftsperiode, in den Playoffs, wirklich bereit ist.

Die mentale Herausforderung

Bereit sein muss die Mannschaft aber auch jetzt schon. Zum Beispiel heute Abend in Küsnacht, wo man auf die unberechenbaren GCK Lions trifft. Die Partien gegen die Farmteams sind immer Gratwanderungen. Als Favorit ist man zum Siegen verdammt, während die klaren Aussenseiter nichts zu verlieren haben. Für die Oltner ist die Herausforderung ähnlich wie am letzten Wochenende. Dort stand zuerst die «Pflichtaufgabe» gegen die EVZ Academy auf dem Programm, während im Hinterkopf schon das Cup-Duell gegen Rapperswil lauerte.

Diesmal wartet zwei Tage nach dem Spiel gegen die GCK Lions der Knüller gegen den aktuellen Leader Ajoie. Es wird also wieder eine Frage des Kopfs sein, wie sich der EHC Olten heute am Zürichsee aus der Affäre zieht. Das Motto ist klar: mit breiter Brust Richtung Spitzenkampf.

2 Spieler neu out

Just, als die Oltner mit Devin Muller und Luca Zanatta nur noch zwei verletzte Spieler zu beklagen hatten, hat sich das Lazarett wieder gefüllt. Verteidiger Simon Barbero (Unterkörper) musste bereits für das Spiel in Kloten Forfait geben. In der Partie selber verletzten sich die Stürmer Marco Truttmann (Fuss/Bein) und Stan Horansky (Arm).

Dieses Trio wird am Wochenende mit grösster Wahrscheinlichkeit fehlen, aber sicher nicht länger ausfallen. Damit dürften die zuletzt in Basel engagierten Cédric Schneuwly, Joachim Vodoz und Stephane Heughebaert wieder mit dem EHC Olten auflaufen. Noch unsicher ist, ob Verteidiger Colin Gerber die Freigabe des SC Bern erhält. (ku)