NLB-Playoffs
Der EHC Olten geht ausgeruht ins Duell mit Red Ice Martigny

Nach der Express-Halbfinalqualifikation geht das Playoff-Abenteuer für den EHC Olten endlich weiter. Nun wartet mit Red Ice Martigny die Überraschungsmannschaft schlechthin der bisherigen Saison.

Yann Schlegel
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Umkämpfte Szenen wie hier Ende Januar im Qualifikationsspiel, dürfen gegen Martigny auch in der Playoff-Halbfinalserie erwartet werden.

Umkämpfte Szenen wie hier Ende Januar im Qualifikationsspiel, dürfen gegen Martigny auch in der Playoff-Halbfinalserie erwartet werden.

Bruno Kissling

«Es war eine lange Woche», sehnt Headcoach Heikki Leime den Playoff-Halbfinal-Auftakt richtiggehend herbei. «Es ist schwierig, wenn du mitten in den Playoffs bist, aber keinen Ernstkampf hast», und doch zeigt sich der Finne zuversichtlich. «Wenn du das Spiel geniesst, dann spielst du automatisch gut», lautet des Finnen Devise.

Im Hintergrund der Trainerkabine ist das Standbild eines Matchvideos zwischen Martigny und dessen Viertelfinalgegner Ajoie zu erkennen. Zum Zeitpunkt des Gesprächs steht erst seit rund vierzehn Stunden fest, dass die Mannschaft vom Rhoneknie Oltens Halbfinalgegner sein wird.

«Wir haben bereits im Verlauf der Woche die beiden potenziellen Gegner Langnau und Martigny etwas studiert – mit den Spielern haben wir nicht darüber gesprochen», äussert sich Leime zur Vorbereitung. Erst gestern Samstagmorgen richtete das Trainergespann vor der versammelten Mannschaft den Fokus auf den kurzfristig feststehenden Halbfinalgegner. Heute Vormittag wird das Oltner Ensemble vor der Fahrt ins Wallis gemäss Leime noch mit einigen Videosequenzen vertraut gemacht.

Unerwartete Konstanz

Martigny ist nach seinem 2012 geschafften Wiederaufstieg in die NLB, erstmals bis in die Playoff-Halbfinals vorgestossen. Überhaupt ist es 21 Jahre her, seit die Walliser einen derartigen Erfolg verbuchen konnten – eine Tatsache, die für überzeugende Arbeit der Oltner Spielerlegende Albert Malgin, heute Headcoach bei den Wallisern, spricht.

Obwohl zum Saisonauftakt um Martigny Konkursgerüchte die Runde machten und die Walliser einige gewichtige Abgänge zu verkraften hatten, vermochten die Walliser in der Qualifikation zu überraschen, denn sie legten eine zuvor nie gesehene Konstanz an den Tag, die mit dem zweiten Qualifikationsrang belohnt wurde. Nur schien der Funke lange Zeit nicht auf die Bevölkerung über zu springen.

Im Rahmen der drei bisherigen Playoffpartien strömten dann aber immerhin knapp 2400 Zuschauer ins Forum d’Octodure (Fassungsvermögen 3520 Plätze) und nun soll gemäss Medienberichten der Halbfinalvorverkauf wunschgemäss angelaufen sein.

Gegenseitiger Respekt

«Ich bin sicher es ist Martigny, dass Druck auf uns ausüben wird», zeigt Leime Respekt vor dem neuen Herausforderer. Respekt, den sich die Walliser in der vergangenen Qualifikation erarbeitet haben. Die Dreitannenstädter mussten nämlich aus sechs Begegnungen vier Niederlagen einstecken – die heimstarken Walliser konnten auswärts nie bezwungen werden.

Gross ist der Respekt allerdings auch beim Kontrahenten, der wesentlich weniger Playoff-Erfahrung als der EHC Olten ausweist. «Dass Olten Visp in vier Spielen eliminiert hat, ist ziemlich beeindruckend», wird Assistenztrainer Adrien Plavsic in der Lokalzeitung «Le Nouvelliste» zitiert. Martigny Verteidiger Mathieu Maret zeigt sich insbesondere von der Oltner Zuschauerkulisse beeindruckt, was die Aufgaben im Kleinholz erschwere.

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