Eishockey

Der EHC Olten gehört bisher zu den Transferverlierern

Noch keine neuen Teamkollegen für Remo Hirt (l.) und Diego Schwarzenbach.

Noch keine neuen Teamkollegen für Remo Hirt (l.) und Diego Schwarzenbach.

Die NLB-Teams bringen sich in Position für die nächste Saison. Während sich La Chaux-de-Fonds und Basel sich substanziell verstärkt haben, verzeichnet der EHC Olten bisher nur Abgänge.

Neun der zehn NLB-Clubs melden Zuzüge, die einen mehr, die andern weniger, einzig Olten hat bisher nur Abgänge zu verzeichnen. Kontinuität ist Trumpf. Mit Visp und Ajoie haben zwei Teams noch eine der beiden Ausländerpositionen offen, nur ein einziges Team geht mit einem neuen Trainer in die neue Saison: Ajoie. Die Jurassier, in der abgelaufenen Saison in der Qualifikation gescheitert, weisen denn auch die höchste Spieler-Fluktuation auf und haben sich bisher kaum verstärken können. Ähnliches gilt für Red Ice Martigny, das kleinere Brötchen backen will und einen wahren Aderlass hinnehmen muss. Erfahrungsgemäss viele Wechsel gab es auch bei den GCK Lions. Diese drei Teams scheinen denn auch auf den ersten Blick die Verlierer im Transfer-Rennen um (Roh-)Diamanten und Schnäppchen zu sein.

Erfahrung aus 1500 NLB-Partien «eingekauft»

Zu den Siegern auf dem Transfermarkt zählen La Chaux-de-Fonds und Basel. Die Neuenburger haben sich sichtlich verstärken können (Burkhalter, Sutter, Grezet), die Basel Sharks haben ein gerüttelt Mass an Erfahrung aus 1500 NLB-Partien «eingekauft» (Schüpbach, Ryser, Dähler, Portmann) und streben damit eine konstantere Weiterentwicklung Richtung NLB-Spitze an. Auch Thurgau leistet sich neben La Chaux-de-Fonds (Loïc Burkhalter) mit Adrian Wichser einen ehemaligen Internationalen und setzt nebenbei auf die Jugend.

Olten in Lauerposition

Das Spitzenquartett der Saison 2013/2014 – Visp, Olten, Langenthal und Langnau – wird auch weiterhin im Rennen um die ersten Plätze in der NLB-Meisterschaft präsent sein. B-Meister Visp hat sein Kader – wie auch Langenthal – nur unwesentlich verändert und punktuell verstärkt, wartet zudem ab, wie sich Alexei Kovalevs Gesundheitszustand entwickelt. Olten hat sein Kader merklich verkleinert und befindet sich in Lauerposition im Rennen um die letzten Kaderverstärkungen, in das auch Langenthal eingreifen wird, wenn sich die Situation ergibt. Aber auch La Chaux-de-Fonds und Basel sind weiterhin offen für den einen oder andern Transfer: Besonders begehrt bei den meisten Clubs: spielstarke und erfahrene NLB- oder gar NLA-Verteidiger. Auch Langnau wird sich weiterhin umschauen, denn die Emmentaler haben nach dem verpassten Aufstieg mit Rytz und Kuonen zwei Teamstützen verloren.

Auch wenn die letzten und vielleicht entscheidenden Transfers noch nicht getätigt sind, zeigt sich bereits mitten im Sommertraining: Die NLB-Meisterschaft 2014/2015 verspricht einiges an Spektakel und dürfte ähnlich ausgeglichen sein wie die abgelaufene.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1