Eishockey

Der EHC Olten erleidet eine Schmach beim Heim-Cupfinal

(Symbolbild).

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Olten enttäuscht auf der ganzen Linie und geht im Eishockey-Derby gegen Langenthal 0:6 unter. Und das, nachdem die Dreitannenstädter gegen den DEL-Vertreter aus Augsburg eine beinahe makellose Figur abgegeben haben.

Geschenke gibt es bei Derbys nicht, seien es auch bloss Vorbereitungsspiele. Erst recht nicht, wenn es um den Cupsieg geht, der dem Erzrivalen und zugleich Gastgeber weggeschnappt werden kann. Entsprechend stand der EHC Olten bei seinem Heimturnier erstmals in der anlaufenden Saison unter Druck – die Dreitannenstädter konnten eigentlich nur verlieren.

Der SC Langenthal spielte gnadenlos

Für die Oberaargauer jedoch bot sich nach dem erwarteten Auftaktsieg gegen Kassel die Gelegenheit, bereits beim ersten EHCO-Cup den grossen Spielverderber zu spielen. Und dies gelang dem mit einer neuen Masse daherrollenden SC Langenthal eindrücklich. Mit Arnaud Montandon, Josh Primeau, Claudio Cadonau und Philippe Seydoux verstärkten sich die Oberaargauer im Sommer gezielt mit wuchtigen Spielern – und die Wasserverdrängung bewiesen die genannten Akteure mit Nachdruck.

Alle vier gehörten sie zu den Protagonisten auf dem Weg zur Schmach, die den Oltnern bereits nach 27 Spielminuten und dem 0:6 zugefügt worden war. Aus Oltner Sicht war es eine Demütigung sondergleichen, die durchaus noch heftiger hätte ausfallen können. Ausserdem hinterliess die Schlappe einige grössere Fragezeichen, nachdem die bisherige Vorbereitung eigentlich konstant gut ausgefallen war.

Bleibt zu hoffen, dass die deutliche Niederlage im fünften Testspiel eine Standesaufnahme darstellt. Die erlittene Verunsicherung gilt es in den verbleibenden zwei Wochen bis zum Saisonstart wieder auszumerzen. Am 12. September erhält Olten die Gelegenheit, sich abermals vor heimischem Publikum zu revanchieren.

Alles fing so gut an

Gegen den DEL-Vertreter aus Augsburg hatte die EHCO-Defensive eine beinahe makellose Figur abgegeben – vierundzwanzig Stunden später schwammen die Dreitannenstädter gegen den Ligakonkurrenten gehörig.

Bereits der Auftakt in die Partie missriet völlig und mit fortlaufender Dauer blieb zu konstatieren, dass Olten den Faden nicht mehr finden würde. Über die gesamte Spieldauer hin liess Heikki Leimes Mannschaft in den Zweikämpfen jegliche Spritzigkeit vermissen, die Schussqualität war ebenso mangelhaft.

Marco Mathis ersetzte den am Vortag verletzt ausgefallenen Marc Eichmann und musste nur zwei heiklere Situationen bereinigen, um zu einem Shutout zu kommen. Langenthal bewies eindrücklich, dass es eine der stärksten NLB-Defensiven aufweisen dürfte. Mit den Zuzügen von Seydoux und Cadonau konnten die Abgänge mehr als kompensiert werden.

Das im Vorfeld als Turnierfavorit gehandelte Augsburg rehabilitierte sich im landesinternen Duell der beiden Verlierer und holte den dritten Turnierrang. Gegen den DEL2-Vertreter aus Kassel siegte der Erstligist 5:1.

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