Swiss League

Der EHC Olten auf der Erfolgswelle: 6:3-Sieg im Spitzenkampf gegen La Chaux-de-Fonds

Der EHC Olten gewinnt den Spitzenkampf gegen La Chaux-de-Fonds 6:3. Die Powermäuse schreiben dabei aussergewöhnliche Geschichten und überzeugen in vielerlei Hinsichten.

Da ist das Tor von Joachim Vodoz, der um einen Stammplatz kämpft und zwischen dem EHCO und EHC Basel hin und her geschoben wird. Da ist der unglaubliche Treffer von Cédric Schneuwly mit dem ersten Puckkontakt, der nach 152 Tagen Verletzungszeit sein Comeback gibt. Da ist aber auch das erste Saisontor von Verteidigerstratege Rouiller, der vom ganzen Team gefeiert wird.

Und da ist mit Matthias Mischler der gewohnt sichere Wert im Tor sowie ein überragender Verteidiger Tim Bucher, der mehrmals in insgesamt fast vier Minuten doppelter Unterzahl abermals seine Knochen hinhielt und sein Team vor Gegentreffern bewahrte.

„Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte EHCO-Trainer Chris Bartolone, „das Team hat hart gearbeitet. Wir sind auf dem richtigen Weg, halten uns an unseren Plänen fest und spielen unser System.“

Der EHC Olten erlebte im Mélèzes-Hexenkessel in La Chaux-de-Fonds ein Start nach Mass: Joachim Vodoz lupfte die Scheibe nach einem Abpraller über HCC-Torhüter Wolf zur frühen Führung (3.).

Diese baute Cédric Schneuwly nur eine Minute später mit seinem ersten Puckkontakt aus. Er, der vor exakt vier Monaten und vier Tagen sich an der Hüfte operieren liess, hatte einen Pass von Alban Rexha im Slot verwertet.

Die Oltner wurden erst nach sechs Minuten Offensivdrang aus dem furiosen Startspektakel gerissen, in dem sie sich die ersten Strafen nahmen. Auf eine 2x2-Minutenstrafe gegen Haas wegen Stockschlag und unsportlichem Verhalten folgte ein übermütig agierender Bryce Gervais in der neutralen Zone, der eine weitere Strafe fasste. Adam Hasani nahm das Geschenk in doppelter Überzahl zum Anschlusstreffer gerne an (10).

Nervös wurde der EHCO deswegen aber nicht, ganz im Gegenteil. Die Dreitannenstädter spielten weiter frech nach vorne auf. Alban Rexha stellte auf eine schöne Passkombination von Schneuwly und Gervais den Zweitore-Vorsprung wieder her (12.).

Die Intensität nahm zur Spielmitte etwas ab, ehe Anthony Rouiller die Scheibe mit einem sehenswerten Handgelenkschuss über der Schulter des Torhüters vorbei im Torhimmel unterbrachte. Die Freude über seinen ersten Saisontreffer war dem Oltner Verteidigerstratege ins Gesicht geschrieben. Er rannte zur Spielerbank, auf der sich alle erhoben hatten, sich zu einer Traube bildeten und das Tor als komplette Einheit feierten.

Es war schliesslich Stefan Mäder, der in der Folge aus seiner selbst herausgeholten Strafe Profit schlug und mittels Abstauber mit dem 5:1 den Neuenburgern den Todesstoss verpasste.

Dachte man zumindest. Denn sieben Minuten später führte der EHCO wieder nur noch mit zwei Toren Unterschied und es war den vielen Paraden von Matthias Mischler zu verdanken, dass es nicht noch zu einem nervösen Eintore-Spiel kam.

Schliesslich brachte der EHCO mit dem Empty Netter von Jewgeni Schirjajew den Sieg doch vorzeitig ins Trockene. Und so grüsst der EHC Olten erstmals in dieser Saison – auch wegen der ersten Niederlage von Absteiger Kloten (4:5 gegen Langenthal) – nach Verlustpunkten von der Tabellenspitze.

Lesen Sie hier die Partie im Liveticker nach:

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