Tennis
Der Derendinger Teppichboden fordert die Favoritin aus Italien heraus

Die topgesetzten Corinna Dentoni und Raphael Lustenberger erreichen beim Silvester Cup die Halbfinals. Dass das Turnier sehr gut besetzt ist, bekamen die Zuschauer bereits in den Viertelfinals zu sehen.

Carla Stampfli
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Silvester Cup in Derendingen
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Nina Stalder während dem Silvester Cup 2013 in der Tennishalle in Derendingen.
Alyona Sotnikova während dem Silvester Cup 2013 in Derendingen.
Jessica Crivelletto während dem Silvester Cup 2013 in Derendingen.

Silvester Cup in Derendingen

Marcel Bieri

Während die Senioren nach den Partien im Restaurant die verdiente Stärkung einnahmen, begannen sich die Athleten des N-Tableaus für die Viertelfinals aufzuwärmen – der Silvester Cup in Derendingen bleibt auch in seiner 37. Austragung der traditionelle Treffpunkt sowohl regionaler Spieler als auch nationaler und internationaler Tennis-Cracks. Mittendrin Turnierleiterin Monica de Lenart, die den Cup zum zehnten Mal organisiert: «Zwar ist das Teilnehmerfeld in diesem Jahr etwas kleiner, jedoch ist die Qualität höher. Wir sind zufrieden.»

Dass das Turnier sehr gut besetzt ist, bekamen die Zuschauer bereits in den Viertelfinals zu sehen. So kämpften unter anderem die U18-EM-Silbermedaillengewinnerin Karin Kennel, die topgesetzte Italienerin Corinna Dentoni oder Vize-Schweizer-Meister und Vorjahressieger Raphael Lustenberger um den Einzug in die Halbfinals.

Dentoni gefordert

Die 24-jährige Favoritin Dentoni, die im September den Schützenmatt Cup in Solothurn für sich entscheiden konnte, wurde von der Thurgauerin Nina Stadler (N2.19) von Beginn weg gefordert. Die Italienerin hatte Mühe ins Spiel zu finden und liess sich von der U18-EM-Viertelfinalistin unter Druck setzten – die Toskanerin unterlag der 18-jährigen Stadler im ersten Satz mit 5:7.

«Für uns ist es schwierig, auf diesem Belag zu spielen, denn in Italien gibt es selten solche Courts. Zuhause trainiere ich nur auf Zementboden. Während des ersten Satzes musste ich mich daran gewöhnen und ins Spiel finden. Stadler spielte jedoch sehr stark», erklärte Dentoni nach dem Viertelfinal. Tatsächlich wandte sich das Blatt im zweiten sowie dritten Satz zugunsten der Topgesetzten und die Profi-Spielerin begann auf dem – für sie ungewohnten – Teppichboden aufzublühen. Die Toskanerin, die in Mailand trainiert und während eines Jahres in Barcelona an einer Tennis-Akademie lernte, liess in der Folge der Schweizerin mit 6:1, 6:1 keine Chance. «Ich hoffe, dass ich nun im Halbfinal von Anfang an meine Leistung abrufen kann und den Finaleinzug schaffe», sagte die Schützenmatt-Cup-Gewinnerin, die für das Turnier im Herzen der Solothurner Altstadt Quartier bezogen hat.

Tag der Entscheidungen

Nach den Viertelfinals geht es im Sporting Derendingen mit Spitzentennis weiter: An Silvester werden die Gewinner des höchsten und zweithöchsten Tableaus erkoren. Bei den Frauen stehen sich im Halbfinal Favoritin Dentoni (N1.4) und Corina Jäger (N2.16) sowie Chiara Grimm (N2.17) und Alyona Sotnikova (N1.10) gegenüber, bei den Männern steht das Duell zwischen Vorjahressieger Raphael Lustenberger (N1.9) und Nikolai Haessig (N2.23) sowie Jens Hauser und Mathieu Guenat an. Im R1/R3-Frauentableau wird die Entscheidung zwischen der Bernerin Sarah Frey (R1) und der Innerschweizerin Lea Amrhein (R2) fallen.