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Der Dauerläufer des FC Dulliken

Die beiden Dulliker Thomas Hubeli (links) und Nils Wernli nehmen den Ex-Oltner Saban Jakupovic in die Mangel.

Die beiden Dulliker Thomas Hubeli (links) und Nils Wernli nehmen den Ex-Oltner Saban Jakupovic in die Mangel.

Innenverteidiger Thomas Hubeli spricht rückblickend von einer perfekten Saison: «Eine solch perfekte Saison habe ich noch nie erlebt. Ein ganz kleiner Wermutstropfen ist, dass ich kein Tor erzielt habe. Die Chancen waren da.»

Vierter Schlussrang in der Gruppe 5 der interregionalen 2. Liga: Die Saison 2015/16 war für den FC Dulliken die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Mit 60 erzielten Toren war die Offensive auf den ersten Blick das Prunkstück der Niederämter.

Die Lorbeeren heimsten vor allem die Goalgetter Hazir Zenuni (19 Tore), Semir Bisevac (18) und Hevzi Hasani (9) ein. Der genaue Blick auf die Statistiken bringt aber auch zutage, dass Innenverteidiger Thomas Hubeli der einzige Dulliker war, der sämtliche 26 Meisterschaftsspiele über die volle Distanz absolviert hat.

«Ich bin in den letzten Jahren vor Verletzungen verschont geblieben», zeigte sich Hubeli glücklich. «Ich war auch meistens Stammspieler. Eine solch perfekte Saison habe ich aber doch noch nie erlebt. Ein ganz kleiner Wermutstropfen ist, dass ich kein Tor erzielt habe. Die Chancen waren da.»

Für die Tore sind auf der Ey aber sowieso andere zuständig. Wichtiger sind für den Verteidiger natürlich die Gegentore. 41 waren es in 26 Spielen. Die anderen Spitzenteams der Gruppe kassierten teilweise deutlich weniger Gegentreffer.

«Das ist schon ein bisschen ärgerlich. Vor allem, weil wir doch ein paar Mal zu Null gespielt haben», so Thomas Hubeli. Er verwies aber darauf, dass es gegen Schluss der Meisterschaft wegen Verletzungen einige Änderungen gegeben habe in der Aufstellung: «Darunter leidet die Abstimmung automatisch. Dennoch ist die Abwehrleistung sicher etwas, das wir in der nächsten Saison noch verbessern können.»

In der letzten Saison noch Gegner

Für den 35-jährigen Verteidiger Thomas Hubeli war es die erste Saison im Dress der Niederämter. Sein Stammverein ist der SV Auenstein. Noch heute lebt er in der Aargauer Gemeinde im Bezirk Brugg. Der FC Suhr, Wangen, Baden, Kölliken und der SC Schöftland waren die weiteren Karrierestationen.

In der letzten Saison zog Hubeli mit dem SC Schöftland im Abstiegskampf der 2. Liga inter gegen Dulliken den Kürzeren. «Nachdem der Abstieg des SC Schöftland fix war, wurde ich vom FC Dulliken kontaktiert», blickte Hubeli auf seinen Wechsel zurück.

Trotz diverser anderer Angeboten sei für ihn schnell klar gewesen, dass Dulliken die beste Option sei: «Ich habe in der letztjährigen Rückrunde gesehen, wie viel Qualität in dieser Mannschaft steckt. Zudem kannte ich ein paar Spieler bereits von meiner Zeit beim FC Wangen.»

Hubeli ist denn auch nicht überrascht, dass sich der FCD heuer in der Spitzengruppe der 2. Liga inter etablieren konnte. Ihm sei von Beginn weg klar gewesen, dass Dulliken mit diesem «starken Kader» im vorderen Mittelfeld mitspielen könne. «Dass Red Star Zürich, Pajde und Zofingen am Ende vor uns liegen, ist berechtigt. Sie haben noch ein bisschen das breitere Kader als wir.»

Über den vierten Schlussrang zeigte er sich aber mehr als zufrieden: «Wir konnten uns nach dem harzigen Start fangen und legten dann zwei, drei gute Serien hin. Dass wir den zweiten Platz nicht bis zum Saisonende halten konnten, liegt vor allem daran, dass wir oft zu wenig konstant aufgetreten sind. Wir hatten häufig eine gute und eine schlechte Halbzeit.»

Der Grossteil bleibt in Dulliken

Nebst der Gegentore und der Inkonstanz ortete Hubeli für die nächste Saison noch mehr Verbesserungspotenzial: «Wir benötigten immer noch zu viele Chancen für ein Tor und müssen deshalb noch effizienter spielen. Und wir müssen abgeklärter werden. Einen Vorsprung souverän zu verwalten, war dieses Jahr auch nicht gerade unsere Stärke.»

Wenn dies gelinge, werde der FC Dulliken auch in der kommenden Spielzeit wieder ganz vorne mitmischen, ist Hubeli überzeugt. Er hat dem FCD bereits für die Saison 2016/17 zugesagt. Wie viele andere auch: «Es wird wohl zwei, drei Abgänge geben. Der Grossteil der Stammspieler bleibt aber.»

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